Kommunikation und PR sind mittlerweile auch feste Bestandteile der Personalabteilungen geworden. Deswegen sind auch das Thema betreffende Studien eine Pflichtlektüre. Da kommt der ganz frische “European Communikation Monitor 2010″ doch gerade mal richtig. Befragt wurden in 46 europäischen Ländern , 1.955 Beschäftigte aus dem Bereich Kommunikation.
72 Prozent gabe an, dass das Thema Kommunikation in Ihrem Unternehmen wichtiger geworden ist. Dabei konnten allerdings nur 22 Prozent über mehr an Budget und Personal verfügen. 37 Prozent verloren dagegen mehr als der Durchschnitt an Geldmitteln und Manpower.
Das spiegelt meinen Eindruck wider. In Gesprächen höre ich oft, dass es schlicht an Geld und Leuten fehlt, während der Bedarf an Kommunikation stetig wächst. Da fragt man sich doch, wie es dann mit der Kommunikationsqualität in den Unternehmen steht. Kein Wunder, dass oft die Praktikanten als billiges Mittel genutzt werden, um die Quantität aufrecht zu halten oder wenigstens überhaupt dabei zu sein. Wenn auch der wohl schlechtetse Weg.
Trotz allem, die Studie sagt auch, dass immerhin 70 Prozent der befragten mit ihrem Job im Bereich Kommunikation zufrieden sind. Und das, obwohl die Gehälter in der Branche, im Vergleich zu letztem Jahr, gefallen sind. Wobei man sagen muss, dass knapp 48 Prozent der Befragten leitende Funktionen haben. Da dürfte der Frust nicht ganz so hoch ausfallen, wie bei “kleinen” Angestellten mit entsprechendem Gehalt.
Wer die Studie als pdf downloaden möchte, sollte hier klicken.
In Ostdeutschland klafft eine Lücke
Demographie, jeder Personaler ist hinreichend damit betraut und oft des Themas müde. Obwohl die Handlungsweisen vieler Unternehmen nicht unbedingt darauf schließen lassen, dass hier überhaupt etwas getan wird, um dem Thema gerecht zu werden. Die Otto-Brenner-Stiftung hat zu dem Thema eine Studie durchgeführt, die man hier als pdf herunterladen kann. Die folgenden Grafiken verdeutlichen, wie signifikant der Unterschied zwischen Schülern und Arbeitnehmern vor dem Rentenalter ist.

Dabei haben es Kleinbetriebe anscheinend noch besser als die Großen. Während 31 Prozent der Ostdeutschen Betriebe mit mehr als 150 Beschäftigten angaben in den letzten 2 Jahren stark vom Fachkräftemangel betroffen gewesen zu sein, war dies bei kleineren Unternehmen nur in Einzelfällen der Fall. Diesen fällt es oftmals leichter die Strukturen auch langfristig im Auge zu halten. Man weiß eher wer in den nächsten Jahren durch Nachwuchs bzw. eine ideale Umverteilung der Aufgaben, ersetzt werden muß. Das fällt aus organisatorischen Gründen in Großbetrieben schwerer. Die Studie kann und soll auch im Blog der Otto-Brenner-Stiftung diskutiert werden.
Social Media kein Regionalthema
Ebenfalls sehr interessant ist eine Untersuchung der Hochschule Aalen. Ein Studentenprojekt sollte ermitteln, wie es mit der Nutzung von Twitter bei regionalen Unternehmen steht. Insgesamt hat man 250 KMU mit bis zu 150 Beschäftigten befrgat. Heraus kam:
- 53 Prozent der Befragten kennen Twitter nicht
- 3 Prozent der regionalen Unternehmen nutzen Twitter
- 89 Prozent der übrigen Unternehmen planen hier keinerlei Engagement

Keine wirkliche Überraschung. Aber die beteiligten Unternehmen kommen vielleicht doch noch ans Nachdenken. Die örtliche Seifert Transport GmbH hat die Studie unterstützt und kann selbst auf eine Erfolgsgeschichte im Social Media blicken. Man hat kürzlich den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte dank Social Media erhalten: Eine tägliche internationale Fracht für einen namhaften Automobilzulieferer, der Auftraggeber ist ein tschechisches Logistikunternehmen. Petra Seifert ist zuständig für Marketing und Vertrieb des Unternehmens und sagt dazu:
„Wir wurden ausschließlich über Social Media gefunden, unsere Online-Reputation hat überzeugt und wir haben nur deshalb diese Anfrage erhalten”
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Mi, Sep 1, 2010
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