Was zum Lachen

Mi, Sep 1, 2010

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Wer sich bei der Bildzeitung für diese Überschrift verantwortlich zeigt, der dürfte nicht wirklich auf der Höhe der Zeit sein. Jedenfalls wissen wir nun dank der Bild, dass 2 Ärzte im Jahr 2010 die Jobbörse erfunden haben. Nein wie geil!

aerzte-jobboerseScreenshot von Bild.de

Was die Stellenbörse der beiden selbst betrifft, so schicke es mal vorweg: Eine Nischenbörse ist mitunter ganz gut im Rennen. Die zwei Ärzte haben sich da auch mächtig ins Zeug gelegt und als Branchenfremde einen ganz guten Start hingelegt. Sogar einen selbstgemachten Werbe-Videofilm gibt es. Also Lautsprecher an und mal reinschauen. Das hebt die Laune.

Wie es aussieht, scheinen Ärzte wohl nicht wirklich die audiovisuellen Typen zu sein. Die Stimme aus dem OFF am Ende des Videos stellt mich vor die Frage, wen oder was er meint. Das Stethoskop oder die Frau? ;-)

GEZ und Sky

Heute scheint der Tag der guten Nachrichten zu sein. Nachdem die GEZ Drücker Gebühren-Eintreiber eigentlich ihren Job so gut wie verloren sehen mussten, gibt es nun Hoffnung ohne umschulen zu müssen. Ab 2013 sollen die GEZ Gebühren ja haushaltsbezogen entrichtet werden. Da braucht man die Schar der GEZ Kontrolleure nicht mehr. Nun zeigt sich aber ein Silberstreif am beruflichen Horizont.

Der Bezahlsender Sky sucht nun wohl 50 Kontrolleure, die die Nutzung des Pay-TV Senders überwachen. Ich stelle mir das lustig vor, wenn die bei Fußballspielen anrücken und in der vollbesetzten Kneipe den Wirt zur Zahlung bitten wollen. Denn laut Netzwelt, seien pro Bundesliga-Spieltag Beträge von “etlichen 100 Euro” möglich. Ich möchte jedenfalls keine Dynamo Dresden Fankneipe überprüfen müssen.

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Was geht?

Mo, Aug 30, 2010

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Endlich bin ich wieder am Start mit blogaboutjob. Viele meiner Stammleser werden sich gefragt haben, warum es hier so still geworden ist. Tatsache ist, dass es mich gesundheitlich aus der Bahn geworfen hatte.   Aber genug von mir geredet. Es gibt Dinge die interessanter sind. Also weiter im alten Takt…

JobScout24

Erst mal einen Glückwunsch an Marcus dem alten Joblogger. Seit 5 Jahren gibt es seinen einzigartigen Blog nun schon. Unverzichtbare Lektüre für die Branche! Und Marcus war es auch, der den Abgesang auf Scout24 anstimmte. Er entdeckte, dass die Konzernmutter T-Online auf den eigenen Seiten nun Monster als Jobsuchmaschine integrierte. Bittere Schelte. Man sollte es nicht glauben. Scouty gehörte immer zu den Big One und dann lässt man die Jobbörse scheinbar so einschlafen.

Geschäftsführer für Wer-Kennt-Wen gesucht?

Auch aus Köln gibt es Branchennews. Patrick Ohler und Fabian Jager, die Gründer von Wer-Kennt-Wen (WKW), sind ab 01. September nicht mehr Geschäftsführer des Social Networks. Die beiden haben WKW vor 4 Jahren gegründet. RTL erweiterte die Beteiligung am StartUp und erwarb das Unternehmen im März 2009 komplett. In der offiziellen Mitteilung ist man zwar voll des gegenseitigen Lobes, dass man aber den bisherigen Leiter Marketing & Finanzen als kommissarischen Geschäftsführer einsetzt, lässt eher ein schnelles Handeln vermuten.

Social Googel

Google möchte sich natürlich auch in Sachen Social Media nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Was Infos angeht haben Facebook und Twitter die Nase ja ganz schön weit im Fahrtwind. In Zukunft werden personalisierte News immer wichtiger. Und worauf verlässt man sich neben den bekannten Größen? Natürlich auf das eigene Umfeld. Hier findet man Infos, die meist den eigenen Nerv treffen.

Google baut dazu sein Projekt “Googel me” weiter aus und hat aktuell das StartUp Ångströ gekauft. Rohit Khare, der Gründer von Ångströ, bescherte Google schon ein paar wichtige Features in der Vergangenheit. So zum Beispiel Tools für die Googlesuche, die die Integration von News aus dem eigenen Freundeskreis erlauben, die diese über Facebook oder deren eigene Blogs verbreitet haben. Angeblich plant Google mit Google me den großen Schlag gegen Facebook und möchte nun endgültig den Social Media Markt aufmischen.

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Monitoring wird immer wichtiger

Mo, Aug 23, 2010

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Zeiten wo nur Early Adopter, oder spezielle Berufs- bzw. Interessengruppen ihre Meinung im Web kund taten sind längst vorbei. Mittlerweile stellen die Dienste als Massenmedium ein Spiegelbild der Gesellschaft dar. In erster Linie geht es hier um Informationsaustausch. Einer der Unterschiede beim Meinungsaustausch im Social Web ist aber der, dass hier jedermann diese Infos abgreifen und wiederum verbreiten kann. Da kann der Segen für das Marketing auch schnell zum Fluch werden, wenn es auf einmal Kritik hagelt.

Monitoring in der Techbranche

Als Monitoring bezeichnet man (grob gesagt) die (automatische) Suche nach Stichwörtern oder Phrasen. Für die meisten der wenigen Firmen die dies durchführen bedeutet es, nach firmeneigenen Produktnamen oder eben dem Unternehmensnamen suchen zu lassen, um schnell genug auf Kritik reagieren zu können. Wie wichtig Monitoring geworden ist und welche Größenverhältnisse dies bei bekannten Namen der Techbranche annehmen kann, zeigt der aktuelle Digital Brand Index der Edelman Digital APAC und von Brandtology, der vor einigen Tagen veröffentlicht wurde.

Diese Auswertung findet regelmäßig, in einem Quartalsturnus statt. Überprüft wurde, wie oft und wo, User über die bekanntesten Marken aus dem Bereich Internet und Software, Consumer Electronics, Mobile und Telekommunikation, Business und Consulting und IT und Technologie gesprochen haben.  Ausgewertet wurde dies für Australien, China, Hong Kong, Indien, Indonesien, Malaysia, Taiwan und Singapur, also dem Asia-Pazifik Raum. Als Quelle dienten populäre Webdienste (Social Media), Blogs, Foren und Newsdienste. Einfach die Präsentation durchschauen.

Twitter hat sich tatsächlich auch im Asia-Pazifik-Raum als Nachrichtentauschbörse Nr. 1 etabliert. Dort werden die Top10 Marken am häufigsten erwähnt. Allerdings gibt es eine große Ausnahme. In China ist das Microbloggingprojekt des Nachrichtendienstes Sina noch viel populärer. Sina Weibo heißt der Dienst. Dort haben so manche User über 1 Millionen Follower.

sina

Solche Ergebnisse stehen natürlich in keinem Verhältnis zu den meisten Unternehmen. Aber sie zeigen, wie sich das Diskussionsvolumen insgesamt entwickelt. Im 3. Quartal 2009 waren es gerade mal 800.000 Nachrichten, die man in diesem Gebiet zu diesem Thema bzw. Brands fand. Nun, lediglich 3 Quartale später, sind es 2 Millionen. In dieser Entwicklung stecken 3 Dinge, die man sich zu Herzen nehmen kann.

  1. Was die Reputation angeht wird man sich automatisierter Systeme bedienen müssen, die in Echtzeit arbeiten. Wie sonst sind Reaktionen in der Vielzahl der News möglich, bzw, lässt sich Betreffendes überhaupt noch finden?
  2. Das Monitoring bietet ebenfalls eine enorme Chance für das Personalwesen. So lassen sich Menschen identifizieren, die jobrelevante News verbreiten oder diskutieren. Hier lohnt sich dann das Hinschauen und auch die Erweiterung des Netzwerkes.
  3. Nicht jeder Dienst eignet sich für jedes Land. Hinzu kommt noch, dass man aus reiner Unkenntniss des Nutzerverhaltens in einzelnen Ländern, sich große Chancen entgehen lässt.

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Sixt macht mit Blumenkübel erfolgreiches Personalmarketing

Mi, Aug 11, 2010

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Die Meisten dürften es schon längst mitbekommen haben. Der Autovermieter Sixt reagierte ausgesprochen spaßig auf einen Artikel der Münsterschen Zeitung. Dort erschien am 03. August ein Artikel von Katharina Hövels, der über einen, vermutlich von Randalierern umgestoßenen Blumenkübel eines Seiniorenstiftes berichtet. So etwas dürfte im Lokalteil einer Zeitung sehr wohl Beachtung finden, aber als Netzartikel den Charm eines fallsüchtigen Sackes in China besitzen. Dennoch, für das Personalmarketing des Autovermieters ein voller Erfolg.

Der Rummel wurde letztlich durch einen Redakteur der Zeitung ausgelöst, der einen Hinweis auf den Kübel über Twitter sendete.  Der Sommerlochfüller wanderte schnell durch die Sozialen Medien und belegte letzte Woche sogar Platz 4 der internationalen Trending Topics bei Twitter. Über 4000 Tweets und nahezu 40 Blogeinträge sollen wohl vom Unglück der lasierten Keramik künden. Die Reaktionen verleiteten so manchen dazu, den ein oder anderen lustigen Tweet abzusetzen. So wie die Stadt Frankfurt:

frankfurt-twitter

Das man so etwas aber auch für das Personalmarketing ausschlachten kann zeigte Sixt, die bekanntlich schnell auf aktuelle Topthemen reagieren, indem sie diese mit dem Produktmarketing verbinden. Diesmal hat man fix geschaltet und der Autorin des Artikels eine offene Position als - was lag da passenderweise näher? - Social Media Managerin angeboten, den man natürlich tatsächlich aktuell im Angebot hat.

socialmedia-jobs-sixt

Die witzige Anzeige wurde natürlich mit dem echten Job verlinkt.

socialmedia-manager-sixtDie losgetretene Welle schwappte dann auch über Twitter und Facebook hinaus und erreichte die “klassischen Medien”. So wurde sogar im WDR Fernsehen, den RTL Nachrichten und in CNN darüber berichtet. Sogar bei Wikipedia ist der Blumenkübel nun verewigt - als Twitterphänomen. Die Stellenbörse Stepstone reagierte ebenfalls mit einer passenden, an Sixt gerichteten Anzeige.

socialmediajobs-stepstone

Ich habe bei Sixt angerufen und gefragt, ob man mir denn nicht mal die ungefähren Ergebnisse mitteilen könnte. Das ist es ja was die Brancheninsider interessiert.

Laut dem Unternehmen waren die Zugriffe im mittleren bis höheren 4-stellingen Bereich. Die Anzahl der Bewerbungen auf den Job, lagen 4 mal so hoch wie bei den üblichen Ausschreibungen.

Man braucht keine genauen Zahlenangaben um zu sehen, dass die Aktion ein voller Erfolg war. Sowohl für die Anzeige selbst, als auch für das Arbeitgeberimage. Ein Hoch auf das Sommerloch, was für die Personalabteilung von Sixt keins gewesen sein dürfte. Laut Alexa (das zwar ungenau ist, aber wenigstens gewisse Trends aufzeigt) ist die Besucherzahl auf die Karriereseite des Unternehmens stark gestiegen.

sixt-socialmedia-jobs-statistic

Vielen Dank an Sixt für dieses Feedback! Das macht noch lange nicht jedes Unternehmen!

Die Münstersche Zeitung konnte bis Ende letzter Woche über 50.000 Zugriffe auf den Artikel zählen, wie carta berichtet. Und selbst ein “Bekennervideo” auf YouTube hat im Moment fast 40.000 Zugriffe. Für das Seniorenstift hat das Ganze ebenfalls einen Vorteil. Ein Unternehmen spendierte 2 neue Blumenkübel. Natürlich berichtete die Münstersche Zeitung auch darüber. Allerdings sehe ich im neuen Artikel keinen Hinweis auf die ursprüngliche Journalistin Katharina Hövels. Hat sich etwa der Chefredakteur dem wohl erfolgreichsten Thema des Blattes persönlich angenommen? Vielleicht ist Frau Hövels aber auch wegen einem Bewerbungsgespräch bei Sixt verhindert gewesen.

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Wo und wie lange im Internet gesurft wird

Di, Aug 3, 2010

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Wenn Amerikaner im Web surfen, dann tun sie dies mit Vorliebe auf Social-Network-Seiten und Blogs. Immerhin fast ein Viertel ihrer Onlinezeit.  Ebenfalls beliebt sind Online-Spiele. Allerdings scheint die Studie von Nielsen einen wichtigen Punkt vergessen zu haben.

Wenn man es so nehmen möchte, kann man sagen, dass sich 40 Prozent aller Online Aktivitäten um lediglich drei Punkte drehen. Social Media, Online-Games und EMail. Nielsen hat nun zum dritten mal in Folge, das alljährliche Ranking für die USA veröffentlicht. Social Media hat demnach die Nutzung stark verändert. Noch im letzten Jahr, lag der Aktivitätsindex im Bereich Social Media bei 15,8 Prozent. Nun bei 22,7 Prozent und dominiert damit ganz klar als Nutzerliebling.

wo-wird-wieviel-zeit-im-internet-verbracht

Grafik: nielsen.com | What Americans Do Online

Interessant wird es, wenn man sich mal anschaut wie sich die Nutzungsdauer verteilt. Die Grafik zeigt die hochgerechnete Gesamtnutzungsdauer aller User in Millionen Stunden. Grafisch macht das dann doch ganz schön etwas her.

wieviel-zeit-internet-verbracht-wird

Grafik: nielsen.com | What Americans Do Online

Das Nutzerverhalten mittels mobilen Endgeräten, wie Smartphones oder auch XBox und Co. fokusiert sich dagegen zum größten Teil auf die EMail. Social Media und Blogs rangieren dort erst auf Platz Drei, denn an zweiter Stelle sind es Portale die angesurft werden.

mobile-nutzung-im-internet1

Grafik: nielsen.com | What Americans Do Online

Auf jeden Fall ist Social Media -laut dieser Studie - der Ort, wo sich die meisten Menschen am längsten aufhalten. Wird wohl Zeit für ein kleines Recruiting-Game für Facebook ;-) Nielsen hat sich allerdings nicht an das Thema Sex herangewagt. Angeblich soll auch dieses, einstmals beliebteste Surfobjekt, durch Social Media abgelöst worden sein. Ich kann nur vermuten, dass es die große Masse ist, die sich hinter den 34,3 Prozent verbirgt. Nielsen nennt es schlicht die “Übrigen”.

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Rückt zusammen

Di, Jul 27, 2010

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Sitzen Sie auch in einem Büro, das wie alle anderen in Ihrer Firma, rechts oder links an einem schlauchartigen Flur liegt? Gaaanz schlecht. Jedenfalls für die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und damit auch für den Erfolg eines Unternehmens. Heute ist dazu ein Artikel in der SZ erschienen, der wohl eine hohe, allgemeine Aufmerksamkeit erzeugen wird.

Demnach sinkt die Wahrscheinlichkeit für Gespräche unter Kollegen, mit jedem Meter Abstand. Bei 10 Metern Distanz sind es noch gerade einmal drei Gespräche pro Woche, während bei 20 Metern nur noch einmal pro Woche miteinander geredet wird. Dabei weiß doch jeder, wie wichtig Flurfunk ist. Und nicht nur als Infoquelle, sondern auch als Ideenaustausch. Ideal: Runder Gemeinschaftsraum mit abgehenden Türen. Und wer jetzt nicht mal eben auf die Schnelle das nötige Kleingeld für einen Um- oder Neubau hat, der kann sich ja auf Franz Josef Gellert von der Hanze Universität im niederländischen Groningen berufen. Dieser sagt:

“Viele Arbeitnehmer brauchen in Zukunft gar kein Büro mehr, “Nomaden” arbeiten ständig an anderen Orten, zu anderen Zeiten und an wechselnden Aufgaben und haben häufiger befristete Verträge. Ins Büro kommen die Arbeitsnomaden äußerst selten - oder gar nicht.”

Quelle: Horizont.net

Und wer jetzt sagt, dass dies doch alles nicht neu ist, hat Recht. Seit vielen Jahren wird dies Prognostiziert. ( Wen das Thema Büro der Zukunft näher interessiert, kann hier, über die Suche bei der Karrierebibel nach Büro der Zukunft, einiges nachschlagen.) Eingetreten ist es nur bedingt. Nicht jeder Beruf und vor allem jede Persönlichkeit eignet sich zum Einzelkämpfer mit virtuellen Kollegenkontakten. Wir stecken zwar in einem Wandel was die Arbeitswelt angeht, aber es wird nicht jeden betreffen. Außerdem muss ja später jemand die, dann endlich rund gewordenen Gemeinschaftsräume mit den aneinanderliegenden, kontaktfreundlichen Büros bevölkern, oder?

Unternehmen investieren in Social Media

Wenn das mit dem Umbau für Ihr Büro nicht klappen sollte, kann dies an den Investitionen Ihres Arbeitgebers in die Social-Media-Bemühungen des Unternehmens liegen. Wie Horizont berichtet, werden 45 Prozent der Unternehmen ihr Social-Media-Budget aufstocken. Dies deckt sich mit den Ergebnissen in meiner Studie “Social Media Report 2010″. Die von Horizont beschriebene Studie kommt von Eurocom. Dort wird ebenfalls bestätigt, dass immer mehr Bewerber gegoogelt werden.

Social Media und das liebe Recht

Wenn die Unternehmen ins Social Media investieren wollen, dann sollten diese auch einen Blick in das Blog von Nina Diercks werfen. Auf Social Media Recht können die Unternehmen zukünftig, wertvolle Tipps zu Rechtsfragen beim Einsatz von Social Media bekommen. Passend dazu hat Gero Hesse in seinem Saatkorn, ein Interview mit Nina geführt. Ich wünsche Nina einen guten Start und freue mich auf Ihre Beiträge, von denen man auch hier wohl immer mal wieder lesen wird.

Freunde nach Zusammenknall

Es gibt wieder mal ein nettes Spielzeug für Daueronliner, Smartphonejunkies und Social-Media-Nerds. BUMP heißt die Applikation. Das man seine Kontaktdaten durch aneinanderschlagen der Mobiltelefone austauschen kann ist nicht neu. Die kleine App allerdings, erlaubt die Verbindung zweier Menschen über Twitter, LinkedIn und Facebook mittels Zusammenstoß der Telefone. Fotos kann man ebenso darüber tauschen, wie auch Kalenderdaten. Wie es funktioniet, sieht man hier im Video:

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Welches Blog ist besser?

Di, Jul 20, 2010

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Zunächst einmal muss ich dem lieben Marcus vom JoBlog zum Geburtstag gratulieren. Herzlichen Glückwunsch mein Lieber! Das nicht zu vergessen fällt mir leicht, da wir beide heute Geburtstag haben. Mit dem leichten Unterschied, dass ich nun doch schon 40 Lenze zähle.

Bleiben wir bei Marcus. Er las letzte Woche beim Personalmarketingblog von humancaps einen Artikel, der ihm sauer aufstieß. Es geht um die Studie “Personalmarketing-Fachdialog 2.0″ die von der complexium GmbH durchgeführt wurde. Die Einwände von Marcus betrafen die Wertungskriterien wie Google Pagerank und das Alexa Ranking. Martin Grothe von complexium hat dann auf dem Personalberaterblog Stellung zum Thema genommen. Martin Grothe hat mit der Studie versucht herauszufinden, wie das Thema Personalmarketing durch die Blogs besetzt ist.

Ich habe mich diesmal ganz bewusst heraus gehalten. Mein Blog liegt in dieser Studie auf Platz 1. Da habe ich mich doch mal zurück gelehnt und zugeschaut. Aber nun will ich mit meiner Meinung auch nicht hinter dem Berg halten. Zu schauen, wie heiß ein Thema in verschiedenen Medien diskutiert wird, kann durchaus sinnvoll und interessant sein. Ein Ranking der einzelnen Blogs zu dem Thema zu erstellen dagegen weniger. Marcus hat absolut Recht. Man kann solche Kriterien wie Google PR und Alexa nicht als Wertung nehmen. Ebenso wenig eine Followerzahl bei Twitter. Sorry, auch wenn ich als “Sieger” in der Studie dastehe, sehe ich das nicht so. Abgesehen von ungenauen und auch zu beeinflussenden Faktoren, gibt es noch weitere Tatsachen, die solch ein Vergleich unmöglich machen.

Blogs spiegeln in der Regel die eigene Meinung des Autors, also Blogbetreibers wider. Während Online-Nachrichten-Portale wie Spiegel, FAZ oder Focus, tagesaktuelle Themen behandeln, ist das in unseren Blogs nicht der Fall. Selten das mal ein Event, ein Thema in verschiedenen Joblogs gleichzeitig behandelt wird. Jedes Blog ist also höchst individuell. Gerade auch deswegen, da einige von uns Bloggern gerne mal gegen den Strom schwimmen. Vor allem aber sind einige von uns Trendsetter. Viele Themen die heute erst Einzug in die Branche oder in die breiten Medien finden, wurden hier als erstes behandelt, zur Sprache und zur Diskussion gebracht.

Dabei ist es sogar recht zu vernachlässigen, wie viele Leser, Pagerank, Twitterfollower, Facebookfreunde oder sonstiges ein Blog aufzuweisen hat. Unter Bloggern wird ein Thema angestossen und falls es interessant ist - immer wieder eingeworfen und auf praktische Funktionalität überprüft. Auß diesem Austausch entwickeln sich sogar Trends. Welches Blog da wichtiger oder besser ist, ist in meinen Augen müßig.

Ich sehe es so: Joblogger sind der Gegenpol zu den Personalzeitschriften. Letztere sind oft gleichgeschaltet. Trauen sich keine Kritik zu platzieren, da die Branche klein ist und der Anzeigenkunde von dem man lebt, nicht vergräzt werden darf. Wir Blogger kommen meist aus der Branche. Wir bringen unsere berufliche Erfahrung aus der Praxis mit ein und wir sind frei. Außerdem betrachten wir die Themen zumeist aus anderen Blickwinkeln und oft haben wir sogar eine unterschiedliche Leserschaft untereinander, als Zielgruppe. Leser der Karrierebibel (die übrigens nicht gelistet war) , können mit meinen Betrachtungsweisen nicht immer etwas anfangen, da diese oft auf die Personaler abzielen. Trotzdem ergänzen sich die Artikel zueinander und sind thematisch passend.

Diese Individualität und Vielfalt kann man nicht in Rankings messen. Wir befruchten uns gegenseitig und deshalb ist jeder von uns gleich wichtig. Vor allem für das Platzieren von neuen Ideen und Themen. Was die anderen Blogger zu dem Thema sagen, kann man hier bei Wollmilchsau, der lieben Eva, bei Marcus Reif, Spirofrog oder auch auf dem Multimediablog lesen.

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Best Buy und die Videos

Di, Jul 13, 2010

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Genau ein Jahr ist es her, als der amerikanische Handelsriese Best Buy mit einem Stellenangebot Furore machte. Damals suchte man nach einem Senior Marketing Manager, der mindestens 250 Twitter Kontakte vorweisen musste. Das Unternehmen nahm zwar die Anzeige wieder zurück, aber dank Social Media entbrannte eine heftige Diskussion und das Unternehmen Best Buy sah sich dem Spott ausgeliefert.

Mitarbeiter droht Jobverlust wegen Video

Nun scheint Best Buy aus eben der Geschichte nicht wirklich gelernt zu haben. Der 25-Jährige Grafik Student Brian Maupin arbeitet beim amerikanische Handelskonzern Best Buy. Viel lieber macht er aber Videos und stellt diese bei You Tube ein. Unter anderem ein animiertes Video, welches ein Verkaufsgespräch bei Best Buy für ein iPhone 4 persifliert. Dort werden die Kunden als besessen vom iPhone dargestellt, die trotz besserer Preis/Leistungsangebote nur noch das iPhone vor Augen haben.

Als Best Buy Brian freistellte, wurde das Video schon über 3 Millionen angesehen. Mittlerweile geht es auf die 4, 5 Millionen zu. Wer möchte, kann sich das Video hier mal anschauen:

Best Buy drohte nun der nächste Mediengau in Sachen Employer Branding. Denn es kam, was kommen musste. Die Social-Media-Gemeinde nahm den Fall auf und die Medien stiegen dankbar ein. Best Buy drohte zum wiederholten Male zur Arbeitgeber-Witzfigur zu werden. Man hat nun versucht die Sache zu retten und die Kündigung nicht ausgesprochen. Als Grund für den Rückzug gibt Best Buy an, dass Brian Maupin die Videos auf deren Verlangen entfernt hätte. Nun könnte er wieder arbeiten kommen. Dumm nur, dass nun Brian nicht mehr so recht möchte und noch dümmer für Best Buy ist, dass die Videos natürlich von anderen runtergesaugt und auf deren Accounts wieder hochgeladen wurden. Den Bericht dazu gibt es hier bei nbc:

Schlechte Presse ist nachhaltiger

So richtig dazu gelernt hat der Arbeitgeber freilich nicht. Wie kann man als Pressemitteilung herausgeben, dass man den Mitarbeiter nicht kündigen würde, da dieser die Forderung zum Löschen der Videos nachgekommen ist? Vor allem bei solch harmlosen Inhalten? Wie man sieht, fehlt es in einigen Unternehmen noch am Umgang mit den Sozialen Medien. Vor allem wenn es mal nicht so läuft wie man das möchte. Für mich immer noch unverständlich: Die fehledne Sensibilierung der Mitarbeiter zum Umgang mit Social Media im Bezug auf den Arbeitgeber.

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Kann man, sollte man aber nicht

Mo, Jul 12, 2010

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Vor fast 2 Jahren, habe ich einen Artikel über den Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur geschrieben. Darin geht es um den Ensatz der privaten Arbeitsvermittler mit diesem staatlichen Instrument. Grund des Artikelswar damals, dass ich Stellenanzeigen gefunden habe, die sich ausschließlich an Arbeitslose mit Vermittlungsgutschein richteten.

Ich habe damals Fakebewerbungen geschickt, um der Sache nachzugehen. Der Artikel hat nicht nur damals für Aufsehen gesorgt, sondern wird immer wieder gelesen und vor allem Kommentiert. Vielen Dank an dieser Stelle an die Leser und vor allem die fleißigen Kommentatoren. Denn mittlerweile sind es fast 100 Kommentare, die sich unter dem Artikel tummeln. Da werden Erfahrungen gepostet, Private Vermittler (PV´s) die so nicht arbeiten, wollen - und sollen natürlich auch - darüber berichten, dass sie so etwas nicht praktizieren.Und es wird gestritten was das Zeug hält. Klasse!

Heute berichte ich nun erneut darüber, da nun wieder einmal etwas Typisches passiert ist. Ich fand heute folgenden Kommentar:

Also ich muss sagen, ich war bei einem Privaten Arbeitsvermittler und war überrascht wie einfach alles sein kann, wenn man jemanden hat der Ahnung hat. Kommt aus Dortmund Brackel und ist wärmstens zu empfehlen. Hat schon echt gute Kontakte die ich nie gefunden hätte. Der Arbeitsvermittler half mir - haltet euch sogar fest - “unentgeldlich” wieder in Arbeit zu kommen, da ich keinen Vermittlungsgutschein mehr hatte. Ich finde das jemand der gute Arbeit leistet auch sein Geld kriegen sollte. Wer arbeitet den umsonst? Aus dankbarkeit habe ich meiner Bekannten mit Vermittlungsgutschein empfohlen sich dort zu bewerben, die auch promt eine Arbeit erhielt. Unfassbar. Also ich find die PAs gut. (PS: Vermittler hieß Pas.…* )

(*Name gekürzt dargestellt )

Ja, ja, da war es wieder. Die Schleichwerbung im Blog. Nicht das es sich hierbei um etwas Neues handelt. Aber dennoch einer Erwähnung würdig. Ich habe dem Kommentar folgendermaßen beantwortet:

Nachricht von Thorsten zur Jacobsmühlen an den Kommentator:

Lieber Herr G. aus Dortmund,

solche unglaublichen Werbeaktionen bringen Ihren eigenen Berufsstand in Verruf. Leute wie ich gehen mit dem Internet als tägliches Werkzeug um. Und wenn ich solch werbeträchtige Botschaften in meinem Blog entdecke, sehe ich lieber zweimal hin und recherchiere ein wenig. Demnach lassen sich Ihre Daten mit der Pas.…* aus Dortmund in Verbindung bringen. Ich finde es ein starkes Stück, wenn Sie mit diesen Methoden bzw. Texten versuchen, Werbung bei Arbeitslosen zu platzieren.

Hierbei ist es wieder einmal exemplarisch, wie leichtfertig manche Unternehmen mit Ihrer Reputation umgehen. Wer solche Texte schreibt, denkt oft nicht daran, welche Konsequenzen es haben kann wenn der Schmuh auffliegt. Kommunikationsprofis wissen, dass man so niemals Werbung treiben darf. Im Produktmarketing ist das schon schlecht, im Personalmarketing aber unverzeihlich. Und als Personaldienstleister in genau dem kritisierten Thema ziemlich einfältig.

Wer in Blogs, als Arbeitgeber oder Personaldienstleister, Werbung in Form von Kommentaren treiben möchte, der sollte sich klar zu erkennen geben und über Inhalte diskutieren. So kann man ebenfalls seine Meinung und damit Betriebsweise darstellen und sich, als vielleicht anders als im Text beschriebene Dienstleister, profillieren. Selbstverständlich genau zum Thema passend und als Mehrwert für die Leser. Alles andere ist plumper Werbetext. Und der kostet eben Geld und geht gar nicht in Blogs.

Übrigens, am 8. Juli 2010 hat der Bundestag einer erneute Verlängerung der Vermittlungsgutscheinregelung bis zum 31.12.2011 zugestimmt. Die Zustimmung des Bundesrats sollte nur noch Formsache sein. Es geht also weiter, trotz unklarer Ergebnislage.

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Zahlen, Daten, Fakten

Di, Jul 6, 2010

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Kommunikation und PR sind mittlerweile auch feste Bestandteile der Personalabteilungen geworden. Deswegen sind auch das Thema betreffende Studien eine Pflichtlektüre. Da kommt der ganz frische “European Communikation Monitor 2010″ doch gerade mal richtig. Befragt wurden in 46 europäischen Ländern , 1.955 Beschäftigte aus dem Bereich Kommunikation.

72 Prozent gabe an, dass das Thema Kommunikation in Ihrem Unternehmen wichtiger geworden ist. Dabei konnten allerdings nur 22 Prozent über mehr an Budget und Personal verfügen. 37 Prozent verloren dagegen mehr als der Durchschnitt an Geldmitteln und Manpower.

Das spiegelt meinen Eindruck wider. In Gesprächen höre ich oft, dass es schlicht an Geld und Leuten fehlt, während der Bedarf an Kommunikation stetig wächst. Da fragt man sich doch, wie es dann mit der Kommunikationsqualität in den Unternehmen steht. Kein Wunder, dass oft die Praktikanten als billiges Mittel genutzt werden, um die Quantität aufrecht zu halten oder wenigstens überhaupt dabei zu sein. Wenn auch der wohl schlechtetse Weg.

Trotz allem, die Studie sagt auch, dass immerhin 70 Prozent der befragten mit ihrem Job im Bereich Kommunikation zufrieden sind. Und das, obwohl die Gehälter in der Branche, im Vergleich zu letztem Jahr, gefallen sind. Wobei man sagen muss, dass knapp 48 Prozent der Befragten leitende Funktionen haben. Da dürfte der Frust nicht ganz so hoch ausfallen, wie bei “kleinen” Angestellten mit entsprechendem Gehalt.

Wer die Studie als pdf downloaden möchte, sollte hier klicken.

In Ostdeutschland klafft eine Lücke

Demographie,  jeder Personaler ist hinreichend damit betraut und oft des Themas müde. Obwohl die Handlungsweisen vieler Unternehmen nicht unbedingt darauf schließen lassen, dass hier überhaupt etwas getan wird, um dem Thema gerecht zu werden. Die Otto-Brenner-Stiftung hat zu dem Thema eine Studie durchgeführt, die man hier als pdf herunterladen kann. Die folgenden Grafiken verdeutlichen, wie signifikant der Unterschied zwischen Schülern und Arbeitnehmern vor dem Rentenalter ist.

statistik-demographie-schulabgaenger

Dabei haben es Kleinbetriebe anscheinend noch besser als die Großen. Während 31 Prozent der Ostdeutschen Betriebe mit mehr als 150 Beschäftigten angaben in den letzten 2 Jahren stark vom Fachkräftemangel betroffen gewesen zu sein, war dies bei kleineren Unternehmen nur in Einzelfällen der Fall. Diesen fällt es oftmals leichter die Strukturen auch langfristig im Auge zu halten. Man weiß eher wer in den nächsten Jahren durch Nachwuchs bzw. eine ideale Umverteilung der Aufgaben, ersetzt werden muß. Das fällt aus organisatorischen Gründen in Großbetrieben schwerer. Die Studie kann und soll auch im Blog der Otto-Brenner-Stiftung diskutiert werden.

Social Media kein Regionalthema

Ebenfalls sehr interessant ist eine Untersuchung der Hochschule Aalen. Ein Studentenprojekt sollte ermitteln, wie es mit der Nutzung von Twitter bei regionalen Unternehmen steht. Insgesamt hat man 250 KMU mit bis zu 150 Beschäftigten befrgat. Heraus kam:

  • 53 Prozent der Befragten kennen Twitter nicht
  • 3 Prozent der regionalen Unternehmen nutzen Twitter
  • 89 Prozent der übrigen Unternehmen planen hier keinerlei Engagement

regionale-unternehmen-twitter-studie-nutzung

Keine wirkliche Überraschung. Aber die beteiligten Unternehmen kommen vielleicht doch noch ans Nachdenken. Die örtliche Seifert Transport GmbH hat die Studie unterstützt und kann selbst auf eine Erfolgsgeschichte im Social Media blicken. Man hat kürzlich den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte dank Social Media erhalten: Eine tägliche internationale Fracht für einen namhaften Automobilzulieferer, der Auftraggeber ist ein tschechisches Logistikunternehmen. Petra Seifert ist zuständig für Marketing und Vertrieb des Unternehmens und sagt dazu:

„Wir wurden ausschließlich über Social Media gefunden, unsere Online-Reputation hat überzeugt und wir haben nur deshalb diese Anfrage erhalten”

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