Der seit 1989 ausgerichtete Absolventenkongress, ist die größte Jobmesse Europas. Diesmal stellten 310 Unternehmen, am 19. und 20. November in Köln aus. Insgesamt wurden den Studierenden, Absolventen und Young Professionals, die den Absolventenkongress besuchten, rund 25.000 Stellen angebotenen. Dabei handelte es sich um Traineeprogramme, Direkteinstiegsstellen oder Praktika.
Die Organisation
Von Seiten der Besucher war die Organisation der Karrieremesse sehr gut. Neben den vergünstigten Anreisemöglichkeiten mit Bus und Bahn, bot PwC einen Shuttle vom Bahnhof zur Messe an. Die Autoparkplätze vor der Kölnmesse waren sogar kostenfrei. Welch seltenes Erlebnis in Colonia. Die Eintrittspreise für die Studenten und Absolventen waren unterschiedlich, je nach Anmeldedatum. Buchte man früh eine Karte im Voraus, kam man für Euro 7,- rein, während man an der Tageskasse für ein Ticket Euro 15,- bezahlen musste. EInige Besucher bemängelten, dass die zusätzliche Austellungsfläche in Halle 7, leider zu schlecht ausgeschildert war. Während der 2 Tage, wurden unglaubliche 150 Vorträge und Unternehmenspräsentationen angeboten.
Die Unternehmen
Man merkt wie hoch der Leidensdruck bei vielen Unternehmen ist. Die Messestände mancher Unternehmen sahen besser aus und waren größer als auf der Hannovermesse. Die meisten Unternehmen haben sich optisch wirklich toll präsentiert. Im Vorteil, ganz klar die Großunternehmen, aber auch die, die verstanden haben das man eine junge Zielgruppe anspricht. Besonders kamen CV-Checks und Bewerberfotos an. Aber auch Partydrinks und Gewinnspiele. Auch wenn die Personaler so etwas nicht immer toll finden, die Zielgruppe dafür umso mehr. Für mich zeigte sich bei vielen Ausstellern jedoch, dass man immer noch nicht begriffen hat, dass Recruiting auch Verkauf bedeutet. Und zwar pro aktiv. Ich kann nicht auf meinem Stand stehen und warten das jemand kommt. Würde das Unternehmen so seine Produkte verkaufen, wäre es schon längst pleite.
Und sonst?
Bei den Zeitarbeitsunternehmen habe ich wenig und oftmals gar keine Besucher gesehen. Natürlich kann ich auch immer einen schlechten Momen erwischt haben. Stände der Presse, wie die Junge Karriere und die FAZ, waren recht gut besucht. Die FAZ punktete mit einem Profi-Fotografen, der kostenlose Bewerberfotos machte. Am ersten Tag hatte er 250 Bewerber vor der Linse. Am zweiten Tag war der Arme schon ganz fertig. Die Junge Karriere übrigens, bekommt jeder Besucher der sich für eine Besucherkarte registriert hat, kostenlos für ein Jahr zugesendet. Von den Jobbörsen waren Jobscout24, Jobware, StepStone und Monster da.
Panem et circenses
Bei manchen Austellern gab es Bier oder Coctails und gesunde Smoothies wurden ohne Ende verteilt. Obst gab es auch unwahrscheinlich viel. Und, natürlich Gummibärchen. Was auf anderen Messen eher belächelt wird, kam bei vielen ganz gut an. Was die Spiele angeht, so hatte Jobscout24 eine Verlosung und man konnte am Glücksrad drehen. Gewinner in Sachen Aufmerksamkeit allerdings, war Jobware. Unser lieber Bloggerkollege von go-jobware.de, Thorsten Mensching erzählte mir ganz aufgeregt dass man ein Spiel macht und das wäre ein ganz toller Erfolg…. Ich bin da ja immer ein wenig skeptisch. Vor allem wunderte ich mich, dass der ganze Stand komplett abgesperrt war und die Besucher draußen bleiben mussten. Thorsten erklärte mir was eigentlich los war:

Andrang bei Jobware
Verstopfte Wege
Jobware hat den Stand abgesperrt, um diesen als Bühne zu nutzen. Darauf ein paar Mitarbeiter, Hostessen und ein Moderator, der den Animateur machte. Jede Stunde rief dieser die Passanten zum Mitmachen auf. Worum es ging? Ein Spiel, M&W genannt, bei dem zusammenhängende Stahlelemente voneinander gelöst werden müssen. Verdammt knifflig, wenn man nicht weiß wie. Alle die mitmachen wollten konnten sich melden und Christian Flesch, Leiter Marketing, suchte 6 Personen aus, die dann auf der Bühne einen Ring von 6 solcher Elemente trennen sollten. Als Gewinn gab es Ipods für die schnellsten Drei. Hört sich nicht spektakulär an? Von wegen. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Die Kandidaten waren so unglaublich ehrgeizig, dass es teilweise schon an Wahnsinn grenzte. Einige fingen nach einer Zeit an, am ganzen Körper zu zittern und bei anderen hatte man das Gefühl, dass diese jeden Moment mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammenbrachen. Das Publikum hatte seinen Spaß und feuerte an oder konnte selbst nicht glauben was da ablief. Am ersten Tag, hat ein Teilnehmer aus lauter Verzweiflung versucht, das Ganze mit Gewalt zu lösen und sich den Finger aufgerissen. Was machen solche Leute, wenn die mal die Kündigung bekommen?
Besser als jedes Assessment
Das Spiel würde sich unglaublich gut für ein Assessment eignen. Nur um zu sehen wie Bewerber mit Stress umgehen, bzw. ob sie sich überhaupt solch einen Stress machen. Aus diesem Grunde werden wir das hier auch mal auf dem Blog anleiern, wenn Jobware Lust hat.
Ich habe noch ein paar Fotos geschossen auf der Messe. Leider nur mit dem Handy, aber ging nicht anders. Vielleicht bekommen die, die nichts vom Absolventenkongress gesehen haben, einen kleinen Eindruck. Einfach auf das erste Bild klicken und dann beim angezeigten Bild auf next oder back klicken, um die anderen Fotos zu sehen. Klickt man auf Show as Slideshow, werden die Bilder automatisch angezeigt.





























November 24th, 2008 at 17:07
Ja, du hattest Spaß :-)
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