Keine Öffnung des Arbeitsmarktes für osteuropäische Fachkräfte bis 2011

Di, Jul 8, 2008

Job, Karriere & Recruiting

osteuropäische FachleuteAndere EU Staaten haben seit langem Ihre Grenzen für Fachleute geöffnet und einige betreiben sogar eigene Rekrutierungsbüros in den entsprechenden Ländern. Betreut, unterstützt und manchmal sogar betrieben, von den jeweiligen Außenhandelskammern.

Je nach Land locken hier neben der vereinfachten Zuwanderung und dem hohen Gehalt, ausgesprochen attraktive Sozialabsicherungen und modernste Arbeitsmittel und Methoden.

Und nun kommen wir. Nachdem Franz Müntefering im letzten Jahr die Vorrangprüfung der Arbeitsämter für Ingenieure der Fachrichtungen Maschinebau und Elektrotechnik erleichtert, und diese nicht mehr an ein jährliches Mindesteinkommen von unglaublichen € 86.400,-   gekoppelt hat, ist es auch schon so gut wie vorbei mit den Erleichterungen für Unternehmen, an osteuropäische Fachkräfte zu kommen.

Der neue “innovative” Vorstoss der Berliner Politiker macht eher den Eindruck als wüsste man vor allem eins von der Sorge der deutschen Wirtschaft um Fachkräfte - nämlich nichts. Denn dies soll ab 2009 gelten:

  • Das Mindesteinkommen zum Wegfall der Vorrangprüfung wird von € 86.400,- auf nun € 63.600,- gesenkt.
  • Der freie Zugang des deutschen Arbeitsmarktes wird von 2009 auf 2011 verschoben.
  • Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis soll dann schon nach 2 Jahren erfolgen, wenn die Fachkräfte in diesem Zeitraum auch im erlernten Beruf gearbeitet haben.

In meinen Augen ein gewagtes Stück was da aufgeführt wird. Welcher Neueinsteiger bekommt bitteschön mindestens € 63.400,- als Jahresgehalt? Und was soll das bitte mit der unbefristeten Arbeitserlaubnis nach 2 Jahren. Laut EU Richtlinien, gilt nämlich heute schon, dass wenn ein Bürger der neuen EU Staaten eine Arbeitserlaubnis erhält, er nach bereits einem Jahr Anrecht auf eine unbefristete Erlaubnis erhält.

Ich kann verstehen, dass man Sorge vor einem Zuzug der Ärmeren aus Osteuropa hat, da nach EU Recht auch das Anrecht auf soziale Leistungen erfüllt ist. Deswegen wurde auch die maximale Ausdehnung der Arbeitsmarktbeschränkung von 2009 auf 2011 genutzt. Hier möchte man die Billiglöhner abhalten, die dann auch noch Anspruch auf Arbeitslosengeld, bzw. HartzIV hätten.

Dem dringenden Zuzug von Fachkräften, ist damit jedoch nicht gedient. Schön für die anderen EU Staaten.

Bildquelle: Wolfgang Staudt unter der Creative Common License 
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Thorsten - hat 726 Artikel geschrieben auf blogaboutjob Jobs Karriere Recruiting Arbeit.

Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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  1. Gezerre um ausländische Fachkräfte für Deutschland | blogaboutjob sagt dazu:

    [...] um ausländische Fachkräfte für Deutschland Vor gut einer Woche habe ich darüber geschrieben, dass der Zugang von ausländischen Fachkräften aus den neuen EU Staaten zum deutschen [...]

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