XING glänzt in Zahlen

Mi, Jul 23, 2008

Stellenbörsen & Networks

XING macht GeldSocial Network als Geldmaschine.  XING hat wirklich verstanden den Vorsprung zu nutzen. Die amerikanischen Vorzeigenetzwerke wie Facebook und LinkedIn verschlafen arrogant den Eintritt in den lukrativen, europäischen und vor allem deutschen Markt. Und Wettbewerber wie BusinessLive sind ebenfalls zu spät dran oder haben nicht gemerkt, dass bestehende und zahlende Nutzer von XING nicht bereit sind noch mehr Geld und Zeit, für andere Social Networks auszugeben.

Das hat natürlich für einen ordentlichen Vorsprung am Markt gesorgt. Und letztendlich ist es dann auch die übersichtliche und leichte Usability der Seite, die es auch ungeübten Usern das Netzwerken leicht macht. Neuerungen wurden Stück für Stück umgesetzt und als User konnte man sich an Betaversuchen beteiligen. Somit wurden Fehler kostengünstig beseitigt und Akzeptanzen getestet, bevor die neue Idee online ging.

In Zahlen zusammengefasst kann man sagen, das XING seinen Umsatz von € 15,91 Millionen im ersten Halbjahr, gegenüber dem ersten Halbjahr 2007, nahezu verdoppelt hat. Dabei hat sich das operative Ergebnis in diesem Zeitraum sogar verdreifachen lassen. Zur Pressemitteilung gehts hier.

Der Stellenmarkt mit seinem CPC also Cost by Click Modell, hat es auf 2,46 Millionen Klicks und damit auf einen Umsatz von € 1,2 Millionen gebracht. Die meisten Meldungen geben hier einen Umsatz von € 1,96 Millionen an. Dies ist aber der Gesamtumsatz für den Bereich e-Commerce. Wortlaut XING:

“Im Bereich eCommerce hat die XING AG durch die Einführung des Perfomance-orientierten Abrechnungssystems im Oktober 2007 bereits einen Umsatz von 1,96 Mio. € im ersten Halbjahr 2008 verbuchen können. Die wesentliche Erlösquelle in diesem Bereich ist mit rund 2,46 Mio. Klicks der XING-Marketplace für Stellenangebote.” 

Rechnet man die Klicks um, kommt man auf den Wert der € 1,2 Millionen für das Anzeigengeschäft.

Keine Frage, das Angebot für Stellenanzeigen kommt an. XING zeigt, dass mit einem Netzwerk richtig Geld verdient werden kann. Und auch dass Unternehmen bereit sind per Klick zu zahlen ist damit bewiesen. Diese Methode wird sich nicht unbedingt als Allheilmittel durchsetzen, aber eine Koexistenz als echte Alternative, dürfte gesichert sein. Allerdings kenne auch ich keine Aussagen im Bezug auf die Qualität der Bewerbungen.

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Der Artikel wurde geschrieben von:

Thorsten - hat 726 Artikel geschrieben auf blogaboutjob Jobs Karriere Recruiting Arbeit.

Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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2 Kommentare dazu:

  1. Stefan sagt dazu:

    Hallo Thorsten,

    die Berechnung für die Marketplace Revenues stimmt m.E. nicht ganz, denn die 2,46 Mio. Klicks gelten nur für das Q2, im gesamten ersten HJ wurden inges. 4,76 Mio. Klicks auf die Anzeigen gemacht (siehe ganz unten in der XING-PM). Wenn man die mit 0,49€ CPC multipliziert kommt man auf einen Wert, der mit 2,3 Mio. EUR höher liegt als die gesamten eCommerce Umsätze (1,98 Mio.), d.h. XING wird für Großkunden Rabatte geben, so dass der CPC vielleicht netto nur bei 0,35 € liegt, dann wäre man bei 1,7 Mio. für den Stellenmarkt bzw. einem Anteil von 90% am eCommerce-Segment, was ich für realistisch halte. Oder habe ich jetzt noch einen Denkfehler?

    Beste Grüße

    Stefan

  2. rolbert sagt dazu:

    eine frage, haben sie ne eine idee, wieviele firmen in deutschland im jahr mehr als 1 mio euro für recruiting ausgeben ?

    rolbert

1 Trackback für diesen Artikel

  1. XING baut auf Erfahrung von jobpilot und Monster | blogaboutjob sagt dazu:

    [...] hatte darüber schon einmal in einem anderen Post berichtet, der Marketplace mit seinen Jobs hat im ersten Halbjahr € 1,2 Millionen eingebracht. Das ist viel [...]

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