Schwankungen des Arbeitsmarktes gab es immer und wird es immer geben. In der Vergangenheit allerdings, fungierte gerade der Klein- und Mittelstand als Puffer. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) meldet heute, dass in der Vergangenheit die KMU´s in schlechten Zeiten immer besser abschnitten als die Großunternehmen. Dies scheint nun aber nicht mehr zu gelten. Wer eine Zusammenfassung der Studie lesen möchte, bekommt diese hier als pdf Download.
Über 70% arbeiten in kleineren Betrieben
Auch hat sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren geändert. So sind mittlerweile über 70% der Beschäftigten bei KMU´s mit weniger als 250 Mitarbeitern in Lohn und Brot. Alma Mater hat vor 2 Wochen ein schönes Special gebracht mit dem Titel: “Online-Jobbörsen in der Krise?” Dort hatte mir Johannes, Fragen zum Arbeitsmarkt gestellt und ich hatte ihm auch schon meine Einschätzung abgegeben, dass diesmal die KMU´s nicht in der Lage sind Menschen aufzufangen. Im Gegenteil. Diesmal sind eher die Großunternehmen in der finanziellen Lage, die Mitarbeiter zu halten. Alleine für den Fall wenn es wieder aufwärts geht ist das auch vernünftig. Es gilt zu vermeiden, ohne Fachkräfte nach der Krise dazustehen und in die Verlegenheit zu kommen, die Leute wieder suchen zu müssen.
DAX Unternehmen verzichten auf betriebsbedingte Kündigung
Passend dazu haben die DAX Unternehmen nun selbst auf dem Krisengipfel der Regierung in Berlin vorgeschlagen, auf betriebsbedingte Kündigungen in 2009 zu verzichten. Da uns laut Spiegel die größte Rezession in der Geschichte Deutschlands droht, hört sich das im ersten Moment sehr sozial und patriotisch an. Allerdings ist das natürlich nicht selbstlos sondern wie gesagt in der Schwierigkeit begründet, nachher die entlassenen Fachkräfte wieder zu finden. Und finanziell ist das auch recht gut für die Großen zu stemmen, da in den letzten Jahren oftmals hohe Gewinne eingefahren wurden und der Staat nun mit 18 Monaten Kurzarbeitergeld in die Bresche springt. Für die KMU´s ist das Kurzarbeitergeld zwar eine Hilfe, aber Auftragsrückgänge wie in der Elektro- und Maschinenbauindustrie mit über 20% alleine im September, können dann Entlassungen nicht verhindern. Wenn keine oder zu wenige Aufträge über längere Zeiträume reinkommen, wird es schnell eng. Zu eng um die Leute halten zu können.





























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