Hoch geht´s her bei Holtzbrinck´s Social Networks. Bei StudiVZ wird nun, laut onlinekosten.de, die europäische Expansion mit landeseigenen Seiten in der jeweiligen Sprache, gestoppt. Am 20. Januar erlischt in Italien, Spanien, Polen und Frankreich das Pixelleuchten. Gleichzeitig versucht man die Mitglieder der jeweiligen Plattformen auf meinVZ.net zu ziehen, indem man die Mitglieder in den einzelnen Ländern zu einem Wechsel auffordert. Dort werden die User dann einen englischen Dienst vorfinden. Na, das wird die Franzosen und Italiener ja so richtig begeistern.
Die Nutzer erhielten von StudiVZ folgende Nachricht:
Wir bitten dich, der Einladung zu folgen und dich auf http://www.meinVZ.net zu registrieren. Dies ist der Ort, wo die brandneue englische Version gestartet wird. So schön unsere einzelnen Sprachen auch sind – unsere gemeinsame Sprache ist Englisch.
Konkret geht es um die Portale estudiLN, studentIX, studiLN und studiQG. Gegenüber onlinekosten.de gab ein Sprecher von StudiVZ an, dass man sich auf den deutschen Markt konzentrieren und hier die Marktführerschaft ausbauen wolle. Wahrscheinlicher aber ist, dass Holtzbrinck die Bandagen enger legt um die Dienste zu monetarisieren. Über den Führungswechsel bei StudiVZ habe ich ja kürzlich berichtet. Die ewige Diskussion von PI´s und Unique Users weicht so langsam der Einsicht, das man davon nicht leben kann. Es geht schlicht und ergreifend um Werbegelder.
Was macht BusinessLive?
Still ist es geworden um den ehemals groß angekündigten Konkurrenten von XING. Dumm nur für Holtzbrinck, dass die davon nichts zu merken scheinen. XING-Killer wurde das Portal genannt. Eine Mischung von Social Network mit Assessment für das eigene Matching, damit Stellenanzeigen.de (an denen Holtzbrinck ebenfalls beteiligt ist) die passenden Jobs als Zusatzservice zusenden kann. Dumm nur, das zahlende Mitglieder eines Netzwerks in der Regel wahrscheinlich nicht nochmals für ähnliches löhnen möchten.
Ich habe einmal angefragt wie es denn mit den Zugriffszahlen aussieht. Wo man doch bei StudiVZ damit sogar per digitaler Anzeige in Echtzeit auf Messen geworben hat. Von BusinessLive kam schlicht diese Antwort:
Wir veröffentlichen keine Zugriffszahlen und können Ihnen diese deshalb leider auch nicht zukommen lassen.
Finde ich seltsam. Alleine schon deswegen, da man verstärkt auf den Verkauf von Recruiting Maßnahmen setzt. Seit November gibt es bei BusinessLive ein neues Angebot für Unternehmen und Headhunter. Sogar eine eigene Verwaltungsmaske wird angeboten, mittels der man Stellenanzeigen schalten und ebenso auch Kandidaten verwalten kann. Das ist etwas, was bei XING noch komplett fehlt. Sehr zum Ärger der Recruiter, da man schnell den Überblick verliert. Aber was nutzen die schönsten Tools, wenn man noch nicht mal erfährt wie viele von welcher Zielgruppe überhaupt auf der Plattform sind und wie die Besuchszahlen aussehen?
Ja wo laufen sie denn?
Ich sehe auf jeden Fall nicht viel, wenn ich mir das Rating auf Alexa anschaue. Hier die Pageviews laut Alexa bei BusinessLive:
Heftig wird es aber erst recht, wenn ich den einstmals als XING-Killer geltendenden, gegen XING selbst anzeigen lasse. Rot sind die Pageviews von XING, die blaue Linie unten die von BusinessLive im Verhältnis dazu:
Das Holtzbrinck nun den Verantwortlichen Feuer unterm Hintern macht, ist mehr als verständlich. Schließlich stecken hier Millionen von Euros drin, die eigentlich mal irgendwann so etwas wie, wenn nicht Gewinn, dann doch einen hohen Umsatz erzielen sollten um dann die Gewächse mal für richtig gutes Geld zu verkaufen.
Bildquelle: Die Logos sind dem öffentlichen Pressebereich von StudiVZ.de bzw. BusinessLive.de entnommen































Dezember 17th, 2008 at 14:07
Oh oh Thorsten,
BL scheint ja wirklich nen richtiges Problem zu haben… Ob es daran liegt, daß ich mich ausgetragen habe??
Tja und StudiVZ scheint wohl das zu machen, was Facebook wohl auch machen wird. Frage mich nur, ob die user mitziehen? xing hatte ja so seine probleme und studivz wohl auch, als es zur Reklame kam…
beste grüße aus Stuttgart
Alma
Januar 13th, 2009 at 19:24
Eines ist sicher, Holtzbrinck kennt die Medien und hat als “traditionell geführtes” Haus auch den langen Atem – Themen zum Erfolg zu führen!