Während in Deutschland Services wie Yasni eher die Möglichkeit bieten, an der eigenen Reputation zu arbeiten, setzt man in den USA bei der Personensuche oftmals auf Dienste die auf das Aufdecken von Heimlichkeiten zu zielen scheinen. Untereinander konkurrieren die Anbieter mit immer tiefer gehenden Suchergebnissen. Dafür werden nicht mehr nur die Suchmaschinen angezapft, sondern gezielt in Social Networks nach Beiträgen, Gruppenmitgliedschaften und Kontakten gesucht. Auch sind Forenbeiträge und Blogkommentare sehr beliebt.
Einer der neuesten Dienste ist zum Beispiel Spokeo.com, welches auf der Homepage noch damit wirbt, das man mit deren Hilfe alles über Freunde und Bekannte, Partner und Nachbarn rausbekommt. Für Personaler bietet man zum Beispiel an, unter anderem die Kandidaten innerhalb von 40 Netzwerken zu überprüfen.

Und im Netz wirbt man damit herauszufinden, welche Geheimnisse der eigene Chef hat.
Der Dienst untersucht aber nicht nur Social Networks, sondern auch Video- und Fotodienste. Dazu gehören auch Youtube und Flickr. Auch Twitter wird natürlich durchsucht. Und wer seine RSS Feeds über Bookmark Dienste wie Digg liest, muss sich nicht wundern wenn alle Welt weiß, was man liest.
Auch sollte man vielleicht darüber nachdenken mit welcher E-Mail man sich bei Bieterportalen anmeldet, bevor man auf die SM Peitsche bietet und gewinnt. Gesucht wird nicht mit dem Namen, sondern viel sinnvoller, mit den E-Mail Adressen der Person. So kann man nicht selten über die EMail Adresse den Account beim jeweiligen Dienst finden. Und so auch die Urlaubs- oder Fetenbilder. Mein Selbstversuch mit einer privaten E-Mail Adresse von mir, bringt sogar ein längst vergessenes Bild meines Hundes an den Tag. .

Andere amerikanische Dienste im Web wie zum Beispiel zabasearch, graben öffentliche Dokumente wie Geburtsdaten aber auch Verurteilungen unsw. aus. Spock ist eine Suchmaschine, die man mit Namen, E-Mail Adresse oder Wohnort füttern kann, um mehr aus dem Umfeld der Zielperson zu finden.
Gäserner Bewerber
Der Weg könnte so aussehen: Der Kandidat wird gegoogelt, danach alle Infos mittels Suchmaschinen wie Spokeo gesammelt. Inklusive Videos, Bilder, Kommentaren und vielleicht noch ein Bild aus einer Kontaktbörse. Und wenn man dann sehen will in welchem Umfeld der Bewerber lebt, nutzt man einfach Google Earth. Danach aber bitte bei rottenneighbour noch schauen, ob der Bewerber vielleicht seine Nachbarn nervt, weil der am Wochende immer feiert.
Es wird nicht lange dauern, bis Investoren von kleinen Startups auch hierzulande das Geschäft mit der Persönlichkeit ankurbeln. Also immer schön an der eigenen Online Reputation arbeiten, sich selbst prüfen und für Bewerbungen bitte immer einen eigenen E-Mail Account anlegen.





























0 Kommentare dazu:
1 Trackback für diesen Artikel
September 3rd, 2008 at 20:09
Google me…
[...]Beinahe alle Personalchefs nutzen das Internet, um zu schauen, was für ein Mensch hinter der scheinbar makellosen Bewerbung steckt. Einmal den Namen bei der größten Suchmaschine eingegeben und im Nu weiß der vermeintliche Chef alles über sein…
Schreibe Deine Meinung