Das sich Arbeitslosigkeit auch auf den Kinderwunsch auswirkt, gab gestern das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bekannt. Demnach reagieren Menschen je Geschlechtzugehörigkeit, Land und Bildungsstand sehr unterschiedlich in Sachen Kinderwunsch bei drohenden finanziellen Einbußen durch Arbeitslosigkeit. Der Kinderwunsch wird laut der Studie bei Frauen auch durch den Bildungsstand beeinflusst.
- Demnach entscheiden sich arbeitslose Frauen mit geringem Bildungsstand eher zum Kinderkriegen. Vor allem diejenigen, die für sich selber schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehen.
- Bei Frauen mit hohem Bildungsstand die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, steht die Jobsuche im Fordergrund. Hier wird dieGgeburt eines Kindes eher als Komplettausstieg aus dem Berufsleben angesehen.
- Arbeitslose Männer dagegen, entscheiden sich, ungeachtet ihres Bildungsniveaus, gegen die Vaterschaft.
Der DIW-Familienexperte Christian Schmitt hat für diese Studie, neben Deutschland, auch andere, sogenannte Wohlfahrtsstaaten hinzugezogen. Darunter Frankreich, Finnland und UK.
Interessant ist dabei, das gerade in Deutschland und UK die Wahrscheinlichkeit, im Falle von Arbeitslosigkeit ein Kind zu bekommen, höher ist. Als Grund gibt Schmitt an, dass hier die Kinderbetreuung und Familie noch stärker als weibliche Pflichten angesehen würde. Vor diesem Hintergrund tendierten deutsche und britische Frauen mit niedrigen Bildungsabschlüssen und langen Phasen ohne Job besonders dazu, ein Kind zu bekommen.
Quelle: DIW (Disussionspapier 841) download als pdf





























Januar 20th, 2009 at 13:42
Mehr arbeitslose Frauen – mehr Kinder ===> mehr Sex! Das ist eine gute NAchricht für die Männer! :))
Januar 22nd, 2009 at 09:58
@Markus: seit wann gibt’s Sex “nur” um Kinder zu zeugen ;-) ?
Des Weiteren denke ich nicht, dass in Deutschland und Grossbritannien die Rollenverteilung (Mütter bleiben zu Hause und Väter arbeiten) klassischer als beispielsweise in Frankreich ist. Ganz im Gegenteil.
Die französischen Mütter haben oftmals einfach eine andere Einstellung zur Kindererziehung als ihre Nachbarn und sind eher bereit, ihre Kinder zu Tagesmüttern zu geben, um wieder arbeiten zu gehen und sich darin selbst zu verwirklichen. In vielen Fällen ist das für die Familie finanziell sogar interessanter, da die Tagesmutter im Vergleich zum Gehalt weniger kostet.