Willkommen zum ersten Beitrag in der neuen Rubrik bei blogaboutjob
- Fit im Job -
Er ist in aller Munde und wurde schon tausendfach diskutiert, nicht weniger darüber berichtet und es gibt eine Vielzahl von Tipps um ihn zu vermeiden – der Stress. Was aber passiert da in unserem Körper und wie kann man dagegen effektiv etwas tun?
Es gibt natürlich zwei Arten von Stress.
- Der positive Stress, der sogenannte Eustress
- Der negative Stress, den man Dysstress nennt
Während positiver Stress im Job uns beflügelt und zur Hochform auflaufen lässt, produziert unser Körper bei negativem Stress Hormone, die nicht nur das Gegenteil bewirken, sondern unseren Körper auch physisch beeinträchtigen. Unter anderem wird dann nämlich Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet.
Noradrenalin - erhöht unseren Puls, verengt die Adern und lässt dadurch den Blutdruck steigen. Außerdem hilft es tatsächlich Fett zu verbrennen. Allerdings nur, wenn mit der Ausschüttung von Noadrenalin auch Bewegung verbunden ist. Und damit ist nicht der Gang vom Schreibtisch zur Kaffeemaschine gemeint, sondern eher Flucht oder Angriff. Ein Programm aus Zeiten unserer steinzeitlichen Vorfahren. So wurden Energiereserven genutzt um vor dem Säbelzahntiger wegzulaufen oder dem Mammut hinterher zu rennen um es als Nahrung zu speeren. Wenigstens Abnehmen wenn man schon Stress hat? Wäre ja mal etwas positives, wenn da nicht das andere Hormon wäre.
Cortisol produzieren wir eigentlich im Schlaf und haben am Morgen die höchste Konzentration im Blut. Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon. Zwar ist es lebensnotwendig und muss in einer bestimmten Konzentration im Blut vorhanden sein, aber ein Dauerhoch hat einige Nebeneffekte. Denn es beauftragt die Fettzellen am Bauch, zukünftig Fett zu bunkern und gleichzeitig steigert es das Hungergefühl. Und es kommt noch schlimmer: Erleben wir negativen Stress, setzen wir mit dem Cortisol die Gluconeogenese in Gang. Der Name kommt von Glucose, also Zucker, denn der wird durch Stress verbraucht. Und dieser wird aus unserem körpereigenen Eiweiß gewonnen. Dadurch werden auch unsere Muskeln und das Gehirn angegriffen. Auch das Immunsystem leidet und noch etwas passiert: Cortisol lässt uns schneller altern und erschöpft uns. Wir alle kennen das als sogenanntes Burn Out Syndrom.
Mittel zum Stressabbau
- Keine Süßigkeiten - Auch wenn es zunächst beruhigen sollte. Zucker lässt das Insulin im Blut steigen. Und Insulin begünstigt die Ausschüttung von Cortisol. Die Schokolade als Stresshilfe ist also eher Wunschdenken. Auch wenn der Arbeitgeber einen Automat aufgestellt hat oder die Kollegen eine Runde Kekse schmeißen. Wer Stress hat, sollte besser die Finger davon lassen.
- Sport – Das Stressmittel schlechthin. Durch Bewegung wird das Cortisol im Blut abgebaut. Und da wir einen schwankenden Cortisolspiegel besitzen, halten wir diesen mit Sport niedrig und schützen uns so gegen den Stress. Man erlebt die Belastung anders und kann sie eher wegstecken. Eine halbe Stunde, mindestens 3 x in der Woche sollten drin sein. Auch ein Spaziergang oder Radfahren ist ein Anfang. Es muss nicht zwingend das Joggen sein.
- Entspannung – Muss man oftmals erst wieder erlernen. Aber es lohnt sich. Denn Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Yoga uva. beeinflussen das symphatische und parasymphatische Sytem. Haben wir Dauerstress, kommen wir in die sogenannte v egetative Dystonie. Das symphatische System hat Oberhand. Wir merken das dann schnell an der Nervosität, Herzrasen und Bluthochdruck. Mit Entspannungsübungen kann man das Gleichgewicht wieder herstellen helfen. Dazu gibt es tolle Bücher, CD´s, DVD´s oder noch besser ein Kurs bei der Krankenkasse oder der VHS.
So banal diese Tipps klingen, so wirkunsvoll sind sie. Unser Körper funktioniert heute noch so, wie vor vielen tausend Jahren. Allerdings hat sich unser Job geändert. Vom Jäger und Sammler zum sitzenden Bürohengst oder zum CNC Dreher der sich auf seiner 3qm Matte bewegt. Wer dem Stress begegnen möchte, muss sich eben ein wenig an alte Lebensformen anlehnen. Back to the roots heißt die Devise.
Stress lässt sich in keinem Unternehmen vermeiden. Aber als Unternehmen sollte man dafür sorgen, dass die Mitarbeiter lernen damit umzugehen. Warum also nicht Entspannungs- und Ernährungskurse anbieten? Auch ausgehandelte, günstigere Mitgliedsbeiträge in Fitnessstudios über den Arbeitgeber oder firmeneigene Sportgruppen können ein Schritt in die richtige Richtung sein. So haben alle etwas davon. Als Mitarbeiter provitiere ich von der Gesundheit und habe mehr Freude im Job. Als Arbeitgeber kann ich mich über weniger Krankheitstage, motiviertere und damit erfolgreichere Mitarbeiter freuen, die dann vielleicht auch gerne länger im Unternehmen bleiben.
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+ Ich bin kein Mediziner und somit kann ich für medizinische Aussagen keine Gewähr geben +





























Januar 22nd, 2009 at 14:51
hi thorsten,
sag mal, beherzigst du die tipps denn selbst…vorsätze fürs neue jahr dabei???
also ich muß da, wenn das alles so stimmt, wie du schreibst, noch ein wenig dran arbeiten. beispielsweise an den süßigkeiten, liegt doch just in diesem moment ein leckeres und schmackhaftes snickers neben mir..:)
und thorsten, ich werde es gleich verspeisen! wenn ich das nämlich liegen klasse, löst es sich in luft auf…oder bekommt beine und rennt mir davon!
ansonsten finde ich deinen artikel wirklich interessant und versteh ihn als anregung, mal wieder was zu tun. was du vielleicht vergessen hast, ist das liebe gute alte obst. ist lecker, gesund und könnte anstelle meines süßen snickers hier liegen. stimmt. da liegt noch nen runzliger apfel herum… den lasse ich aber heute einfach mal da, wo er ist…am äußersten ende des schreibtischs!
beste grüße aus stuttgart
johannes
Januar 22nd, 2009 at 15:44
Auf den Schock hol ich mir gleich mal ein Stück Kuchen vom Bäcker…
Im Ernst: Schöne Serie, bin gespannt, wie es weitergeht.
Januar 26th, 2009 at 09:19
Sport hat bei mir den doppelt positiven Effekt gezeigt, zum einen hat sich mein Gewicht verringert minus 10kg in 6 Monaten und mein Blutdruck, sowie meine Herzstiche sind komplett wieder verschwunden und zum anderen wird man mit einem kleinen Lauf wieder klar im Kopf – dem Sauerstoff sei dank.
Laufen in der Mittagspause ist der Hit und sollte in kreativen Berufen unbedingt zur Pflicht werden.
Januar 29th, 2009 at 18:57
Ich votiere definitiv für Sport! Es muss gar nicht immer eine halbe Stunde am Stück sein. Einfach alle 60 Minuten die Arbeit am PC unterbrechen (ist sowieso besser für Augen und Konzentration) und xx Liegestütze machen (je nach Fitness und Tagesform). Danach fühlt mich sich direkt erfrischt und energiegeladen.
August 27th, 2010 at 11:28
Ob diese Hilfsmittel auf dauer helfen – da habe ich meine Zweifel – ich denke die verschieben das Problem nur.