14.000 Kilometer Arbeitsweg (einfach) und bis auf wenige Austritte ein ständiger Aufenthalt am Arbeitsplatz, da es draußen bis zu -50 Grad werden kann. Kein Job für nervende Ferienanlagen-Animateure, sondern der Arbeitsplatz von Forschern in der Antarktis. Viele werden in der Presse die Eröffnung der Forschungsstation Neumayer III verfolgt haben.
Bei den eisigen Temperaturen müssen die Montagearbeiten ein reiner Knochenjob gewesen sein. Bei den eisigen Temperaturen bricht Metall schon mal einfach. Die Station wird nun von den Forschern bezogen, die auch dort überwintern. 9 bis 10 Frauen und Männer bleiben dann 14 bis 15 Monate dort. In der Zeit sind die Forscher alleine 9 Monate lang nur per Funk mit der Aussenwelt verbunden.
Während des arktischen Sommers, sind Versorgungsschiffe und ein Flugzeug als Transportmittel für Lasten und Menschen vorgesehen. Allerdings ist die Anlegestelle des Schiffes in 10 Kilometer Entfernung. Da soll sich nochmal einer über schlechte Bus- und Bahnverbindungen in Mörfelden Walldorf beklagen.
Die Einsamkeit ist bestimmt nur für die Wenigsten etwas. Nun hat Phoenix der Station ein eigenes Weblog eingerichtet, auf dem bis jetzt über den Fortgangs des Baus berichtet wurde. Die Überwinterer werden weiterbloggen und man ist live dabei. Wer also gerne mehr über diesen extrem coolen Job wissen möchte, kann das Blog hier besuchen.





























Februar 24th, 2009 at 12:54
Ja da kann man ja nur hoffen, dass die Heizung gut funktioniert ;)
Aber mal ernsthaft, von welchen Geldern wird sowas bitte finanziert?
Und wie schafft man es Lebensmittel und andere Dinge des Alltages für 9 Monate zu lagern?
Februar 24th, 2009 at 13:59
Was die Lebensmittel angeht, so wird das einfrieren ja keine Probleme bereiten ;-))Strom und Wärme werden mittels Dieselaggregate produziert. Wegen den Umweltschutzbedingungen am Südpol muss auch hier einiges erfüllt werden. Die Aggregate stehen in Wannen (wie die Tanks) falls was ausläuft. Die Abgase werden mittels Katalysator so gut es geht gereinigt. Mit der Wärme wird geheizt und Eis zum schmelzen gebracht um es als Trinkwasser zu verwenden. Der Müll wird fleißig gesammelt – natürlich getrennt – und einmal im Jahr abgeholt und in Deutschland entsorgt. Die Finanzierung erfolgt zu 90% über das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die betreiben einige Stationen und beraten andere Expeditionen und Forschungen und auch unsere Regierung. Mehr Infos unter: http://www.awi.de/de/institut/
Februar 24th, 2009 at 14:44
Hallo??? Ich friere ja jetzt schon wenn ich das nur lese. Ganz ehrlich nichts für mich. Was machst du denn wenn du ernsthaft krank wirst? Wohl eher was für Abenteurer.
Februar 24th, 2009 at 15:23
Hi Thorsten,
hab es auch aus den Medien gehört…die alten “Neumeyers” sind ja wohl nach und nach eingesackt, aber Neumeyer III steht ja auf Stelzen. Coole Sache! Wollen wir hoffen, daß die Hydraulik nicht so drauf ist, wie die damals bei der Bahn in den ICEs oder den Pendolinos…
Das ist glaub ich schon nen schöner Arbeitsplatz, aber wenn es da drei viert Tage windet und schneit, daß es einem beim Zuschauen schon gefrieren läßt, na ich weiß nicht.
Beste Grüße aus einem warmen Büro in Stuttgart
Johannes
Februar 25th, 2009 at 10:38
@Thorsten:
Schönen Dank für die Informationen.
Sehr interessant, was alles mit unseren Steuergeldern finanziert wird, wo man einfach nie was drüber erfährt. Glaube wenn solche Projekte mehr in die Öffentlichkeit getragen würden, wäre die Einstellung vieler auch ein wenig anders.