- Fit im Job -
Das Netzwerken einsam machen könnte, stünde ja im krassen Widerspruch zum eigentlichen Zweck des ganzen. Und auch noch krank? Aber was sich im ersten Moment unsinnig anhört, lässt sich bei genauerer Betrachtungsweise nachvollziehen. Jedenfalls sagt das Dr. Aric Sigman vom Londoner Institute of Biology.
Sigman hat die biologischen Auswirkungen durch Netzwerke auf den Menschen untersucht. Er kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Demnach verändert sich das kollektive Erlebnis in eine auf die einzelne Person reduzierte. Hört sich im ersten Moment gar nicht mal so wild an, ist es aber wenn man sich ein paar Gedanken dazu macht. Sigman führt hier in erster Linie die Folgen für die Gesundheit an.
Ist Du auch allein?
Zwar können durch die neuen Medien Kontakte ganz global geknüpft und gepflegt werden, aber eben nur virtuell. In der Realität entfernen sich die Menschen immer weiter voneinander. Und das hat Folgen. Zeit, die vorher in realer Interaktion mit Menschen genutzt wurde, wird nun virtuell verbracht. Diese Anonymisierung des Einzelnen hat sogar schon Auswirkungen auf das Familienleben. Die Studie wurde in U.K. erstellt. Demnach essen Kinder dort, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern mit weniger Network-Affinität, kaum noch mit ihren Eltern zusammen an einem Tisch.
Das Körpernetzwerk – Immunsystem
Physisch kann sich das ebenfalls extrem bemerkbar machen. Menschen ohne reale, zwischenmenschliche Kontakte zu anderen, schwächen ihr Immunsystem oder lösen sogar Autoimunkrankheiten aus. Und zwar in dem Maße, dass hiervon sogar das Krebswachstum betroffen ist. Einsamkeit kann Auslöser für Rheuma und Diabetes sein. Sogar der Schlaf wird davon beeinflusst. Bei Untersuchungen fand man heraus, dass einsame Menschen eine wesentlich schlechtere Tiefschlafphase besitzen als Menschen mit sozialen Kontakten.
Oxytocin
Dieses Hormon ist – wie man erst seit Kurzem weiß – auch an der Herzfrequenz beteiligt. Es hilft den Takt des Herzenz zu regulieren. Ausgeschüttet wird es, man glaubt es kaum, bei körperlicher Berührung. Unter anderem tut deswegen eine Umarmung so gut und auch eine leichte Berührung lässt das Oxytocin ins Blut schießen. Fehlt es, kann es zu kardiologischen Störungen, bis hin zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Ich denke mir, dass dies auch ein Grund sein könnte, warum Verheiratete länger leben als Singles.
Wer sich dies ohne meine Kommentare durchlesen möchte, kann das hier als pdf-file runterladen. Ich gehe jetzt mal meine Frau umarmen, ein bißchen Qxytocin für die Pumpe machen. Wer das jetzt mit der Kollegin oder Kollegen machen möchte, sollte aber vorher mal fragen. Ist denke ich besser.






























Februar 26th, 2009 at 12:19
Hi Thorsten,
schöner Beitrag. Ich hab ihn intern gleich verschickt und auf (m)ein ab sofort verändertes Begrüßungs- und Verabschiedungsverhalten hingewiesen. Mal sehen, wie lang es gut geht… ;-)
Da ich es als Neusingle als reine Lebenserhaltungsmaßnahme titulieren kann, dürfte das kaum arbeitsrechtliche Folgen nach sich ziehen. :-)
Stefan