Schon bei der zweiten, zusätzlichen Aufgabe verlängert sich die Reaktionszeit der Testpersonen. Ab der dritten Zusatzaufgabe nimmt die Reaktionszeit explosionsartig zu und es schleichen sich immer mehr Fehler ein. Wer sich damit brüstet alles gleichzeitig erledigen zu können und damit im Vorteil zu sein oder gar bessere Leistung zu erbringen scheint, widersprechen die Forscher. Prof. Iring Koch, Psychologe an der Universität Aachen hat die vermeintliche Fähigkeit Dinge gleichzeitig zu erledingen auf den Zahn gefühlt.
Wer zwei oder mehr Dinge gleichzeitig erledigt, liefert schlechtere Ergebnisse, braucht in Wirklichkeit länger für die einzelne Handlung macht mehr Fehler und setzt sich zudem noch durch Stress einem erhöhten Gesundheitsrisiko aus. Multitaskingfähig sollen wir alle sein. Man telefoniert mit dem Kunden, während man in der Datenbank dessen Historie nachliest. Dem Kollegen hilft man bei einer Angebotserstellung, während man zwischendurch noch die EMail vom Chef liest und gleichzeitig das Lieblingslied im Radio dudelt.
Nach so einem Arbeitstag ist man geschafft und meint, dass man sein Optimum gegeben hat. Dabei merken wir nicht, wie uneffektiv und kräftezehrend Multitasking ist. Die Wissenschaft spricht von der “Doppelaufgaben-Interferenz” und meint damit, das gleichzeitige Aufgaben sich eben behindern. Ob wir wollen oder nicht. Bis zu 25 Prozent mehr Zeit brauchen wir so für eine Aufgabe die wir mit einer anderen gleichzeitig erledigen, obwohl wir den subjektiven Eindruck haben, effektiver gearbeitet zu haben.
In Wirklichkeiten zappen wir im Gehirn, genau wie im Fernsehen, zwischen den Aufgaben hin und her. Das passiert im Millisekundenbereich und dadurch suggeriert es uns, dass wir diese Dinge gleichzeitig erledigen würden, obwohl wir die Entscheidungen tatsächlich nacheinander fällen. Das ist Schwerstarbeit und bedeutet Stress. Gerade in der immer schneller werdenen Informationsgesellschaft eine bedeutsame Erkenntnis. Denn nur wer lernt wirklich effektiv zu arbeiten und Hilfsmittel einzusetzen, wird seinen Job erfolgreich und auf lange Sicht gesund erledigen können. Man muss ja auch nicht jeden Tweet lesen, oder? Einen ausführlichen Bericht zum Forschungsergebnis gibt es bei der deutschen Welle und beim WDR zu lesen.





























Mai 27th, 2009 at 12:42
Es genügt schon, wenn man jeden Morgen eine viertel Stunde Zeit investiert und sich die Aufgaben für den Tag zurecht legt/aufschreibt, also einen Arbeitsplan erstellt und alles Schritt für Schritt, konsequent abarbeitet. Seit ungefähr zwei Jahren mache ich das so. Vorher herrschte bei mir das reinste Chaos, ich war mal hier mal dort zu gange und am Ende des Tages voll gestresst. Ich hab mich so sehr unter druck gesetzt, weil ich es natürlich allem und jeden recht machen wollte. Die Arbeitsqualität hatte schon darunter gelitten. Dazu kamen ständige Kopfschmerzen, was mich letzendlich auch zum Umdenken gebracht hat.
Was auch sehr wichtig ist, um die Gesundheit zu schonen:
Sich trotz der vielen Arbeit kleine Pausen schaffen. Besonders Menschen, die viel Zeit vorm PC verbringen, sollten darauf achten, dass sie in regelmäßigen Abständen eine Augenpause einlegen. Einfach mal aus dem Fenster schauen, ins Weite, damit sich die Augen entspannen können. Wer die Möglichkeit hat, sich Mittags 20-30 Minuten auf Ohr zu hauen, sollte das unbedingt tun. Man fühlt sich danach fitter und geht mit viel mehr Elan an die Arbeit. Sprüche wie, “na dir gehts ja gut, hast du nix zu tun?”, erwidere ich mit einem Lächeln. Denn mir gehts besser damit.
Ein riesengroßer Irrtum ist auch, Ziretten seien Stresskiller. So ein Quatsch. Ich habe bis vor vier Monaten selbst geraucht. Zu jeder Pause gehörte eine dieser stinkenden Glimmstengel. Vier Monate rauchfrei ist noch keine lange Zeit, aber schon nach einem Monat merkte ich, wie gut es mir ohne geht. Zudem bleibt mir jetzt mehr Zeit, für wirklich wichtigere Dinge.
Ansonsten kann ich nur empfehlen, als Ausgleich zum Berufsalltag sich regelmäßig sportlichen Aktivitäten zu widmen. Auch wenn es Überwindung kostet, es lohnt sich. Wie sagt man so schön “Wer rastet, der rostet.” Menschen die sowieso jeden Tag unterwegs sind und von einem Termin zum anderen hetzen, sehen meist nicht ein, warum sie dann noch eine Sportart betreiben sollten. Das ist aber eine völlig verkehrte Einstellung. Denn wichtig ist auch einen Ausgleich zum Arbeitsalltag zu haben. Sport wäre da eine gesunde Abwechslung.
Beste Grüße Sandra