Ich möchte eine Anleitung für Twitter mit Hilfe verschiedener Beiträge erstellen. Schritt für Schritt zum Twitterglück. Spaß beiseite. Twitter wird von den einen geliebt, von anderen als unnötig und überflüssig verteufelt. Oft liegt es schon an den schlechten Erfahrungen, die zu Beginn gemacht werden, wenn man nicht weiß wie man es macht. Deshalb möchte ich mit der Anleitung für Twitter, Bewerbern und Personalern die Möglichkeiten aufzeigen und passende Tipps zu Nutzung geben.
Böses Twitter - Gutes Twitter
Twitter ist in aller Munde, aber nicht immer positiv. So veröffentlichte z.B. die Tageszeitung die Zeit einen recht negativen Artikel des Redakteurs Jens Uhlecke, wo dieser unter anderem schrieb:
An der konzertierten Banalität erkennt man schnell, dass einen gewaltigen Vogel haben muss, wer da noch mitsingt. Warum das Ganze trotzdem so populär ist, ist schnell erklärt: Erstens haben Menschen einen nahezu unerschöpflichen Geltungsdrang. Und zweitens gibt es wie für Klowände keine Qualitätskontrolle, keine Mindeststandards……
……Und so hat das Unterschichten-Fernsehen endlich seine Entsprechung im Netz: Twittern ist Bloggen für Arme!
Die Zeit selbst übrigens, betreibt einen Twitter-Account und versorgt seine Twittergemeinde mit guten Infos in Form der Tweets, also Nachrichten auf Twitter. Außerdem findet man in der Zeit noch andere Artikel über Twitter, die eher Positives zu berichten haben. Aber was macht Uhlecke denn dann da? Nestbeschmutzung? Nein, er hat schlicht und ergreifend Recht. Aber eben aus seiner Sicht und Aufgrund seiner Erlebnisse bei Twitter. Und leider teilt er diese Sicht und Erfahrung mit einer Menge anderer Twitternutzer. Denn diesen hat meist eins gefehlt, der Erfolg bei Twitter. Jens Uhlecke hat sich mit dem Artikel übrigens keinen großen Gefallen getan, denn wenn man seinen Namen googelt, stösst man nun auf eine Vielzahl von Kritiken zu seinem Artikel. Aber ich komme nochmals zu Jens Uhlecke und seine Erfahrungen zurück.
Im Blindflug starten
Genau so verhält es sich meist mit Twitter. Eigentlich weiß jeder, dass dies ein Microblogging Dienst ist. Das man also kurze Nachrichten mit 140 Zeichen schreiben kann, (in der Regel, es geht nämlich auch mit mehr Zeichen) und andere die dies lesen können. That´s it. Jetzt liest Du aber auch in den Medien, dass man als Firma seine Produkte darüber verkaufen kann, als Journalist sich dort mit den frischesten Nachrichten versorgt, Bewerber den Dienst unbedingt für ihre Reputation nutzen sollten und als HR-Manager dort neues Personal finden soll. Die Frage ist aber nur: Wie?
Alles ganz einfach, oder?
Lediglich 10% der angemeldeten User sind nach Nielsen Ranking, für 90% der Nachrichten auf Twitter verantwortlich. Laut den Webevangelisten waren im April rund 62.000 Deutsche aktive Twitterer.  Aber eine viel größere Zahl an Deutschen dürfte sich angemeldet haben. Von diesen lassen allerdings viele nach ihrer Neuanmeldungen das Twittern schon nach einer Woche wieder sein. Andere kehren nochmals zurück und versuchen sich wieder. Auf jeden Fall sind aber diese 3 Dinge sicher:
- Nur wenige Twitternutzer sind für die meisten Nachrichten (Tweets) verantwortlich
- Viele User melden sich zwar an, eine große Zahl lässt das twittern aber wieder sein
- Bei vielen klappt der erste Einstieg nicht und man versucht sein Glück nochmals, weil andere ja Erfolg haben
Die Frage ist warum? Und die Antwort lautet schlicht: weil das Erfolgserlebnis schon zu Anfang fehlt. Sich bei Twitter anzumelden ist leicht, genauso leicht wie bei anderen Webdiensten. Das sollte also keine Schwierigkeit darstellen. Aber was ist dann. Als ich mich zum ersten mal (ich verfüge über mehrere Accounts) dort anmeldete, stellte sich die Frage: Und was ist nun? Wie man eine Nachricht schreibt ist sofort klar, aber ich möchte ja, dass diese von vielen Leuten gelesen wird. Und wie komme ich an die Nachrichten die mich interessieren? Und genau das ist die große Schwäche an diesem Microblogging-Dienst. Es ist nach dem Prinzip „learning by doing” und „hilf Dir selbst” aufgebaut. Twitter selbst schreibt fett in seiner Hilfe: “Please help yourself”. Alle Fragen sind also schon gestellt worden und wurden beantwortet. (Natürlich in englisch). Man muss nur danach suchen. Aber das ist mühsam und keine wirkliche Anleitung für Twitter.
Anmeldung - Name und Username
Also beginnen wir endlich mit dem Einstieg bei Titter. Bei der Anmeldung möchte man Deinen Namen wissen. Grundsätzlich gehört hier der richtige Name hinein. Bei Firmen der entsprechende Firmenname. Bei mir geht leider nur ein T. zur Jacobsmühlen aus Platzgründen. Wenn jemand nach dem Namen auf Twitter sucht und der Username entspricht nicht dem Klarnamen, wird man trotzdem gefunden. Außerdem fließt der in die Bewertung bei Suchmaschinen ein, ebenso wie der Username, zu dem wir jetzt kommen.
Als Bewerber der um seine Reputation bedacht ist, sollte man möglichst seinen Namen auch als Usernamen wählen. Allerdings darf der nicht mehr als 15 Zeichen benötigen. Bei meinem Namen ist das natürlich schlecht. Natürlich kommt es auch oft vor, dass der eigene Name schon weg, also vergeben ist. Dann muss also ein Phantasiename ran. Da sollte man natürlich an seine Reputation denken und sich nicht DrSuff oder smchicka nennen. Es gibt wohl seriösere Namen.
Der Link zum Profil in Twitter heißt dann, wie im meinem Falle, http://www.twitter.com/jacobsmuehlen Damit besitze ich also eine Vanity URL, die auf meinem Namen ausgerichtet ist. Das ist wichtig für die Reputation, da wenn mich jemand mit meinem Namen googelt, diese URL wenn es gut läuft, irgendwann recht oben steht in den Ergebnislisten der Suchmaschinen. Gibt man nur meinen Nachnahmen ein, erscheint zur Zeit mein Twitteraccount auf Platz 3 bei Google.
Für Personaler die auf Twitter Jobs anbieten wollen ist es ratsam, dass man eine Kombination zwischen Firmennamen und einem Bezug zum Job wählt. Also z.B. Siemens-jobs. Warum? Jetzt stelle man sich vor, man nimmt nur den Firmennamen und baut sich einen funktionierenden Account auf, und dann kommt das Marketing und sagt, hey, den Firmennamen brauchen wir aber nun für die Produktvermarktung. Da ist der Ärger vorprogrammiert. Außerdem wissen so alle anderen auf Twitter, dass es sich hierbei um einen Account einer Firma handelt und der Jobs anbietet und eben nicht irgendwelche Produkte oder Dienstleistungen. Das und wie angebotene Jobs im Falle von mehreren Accounts von einer Firma nachher durch retweets multipliziert werden, um damit mehr Leser zu erreichen, erkläre ich später. Ebenso den Begriff retweet.
Anmeldung - Link setzen
Bei der Anmeldung bietet das Feld More Info URL, eine Website einzutragen. Wer eine private Website besitzt und dort einen Lebenslauf oder etwas interessantes über sich dort präsentiert, oder vielleicht sogar ein Blog sein eigen nennt, sollte hier natürlich die passende Domain eintragen. Als Personaler sollte hier natürlich die Domain zur Jobseite des Unternehmens stehen. Das bietet nicht nur die Möglichkeit für Besucher des Profils sich weiter zu informieren, sondern hat einfach einen SEO Grund. Klick hier wenn Du wissen willst was SEO ist.
Suchmaschinen wie Google gewichten eine Website unter anderem auch nach der Anzahl und Qualität der eingehenden Links. Dein Account bei Twitter bildet da keine Ausnahme. Das katapultiert eine Website nicht nach oben, ist aber ein wichtiger Baustein für die Optimierung von Seiten. Und auch hier gilt, Du verlinkst in Foren, auf einem Blog, auf Deiner eigenen Website oder sonst wo im Web wieder auf Deinen Twitter Account. Damit unterstützt Du wiederum die bessere Platzierung Deiner Twitterseite in den Suchergebnissen. Das nützt dann auch wieder, wenn jemand nach einer Person googelt. Die Chance, dass gewünschte Ergebnisse auftauchen steigt damit wieder ein kleines Stückchen. Ach ja, wer über keinerlei Website, Blog usw. verfügt. Sollte sich dann z.B. bei XING, Facebook oder LinkedIn einen Account anlegen und diesen dann hier bei Twitter verlinken und in diesen Accounts wiederum auf seinen Twitter-Account. Das steigert dann nämlich auch wieder den Effekt, dass das gefunden wird, was man finden lassen möchte.
Anmeldung - Etwas über Dich
Bei der Anmeldung wird auch ein Feld namens One Line Bio angeboten. Das ist nichts anderes als eine Kurzberscheibung die man über sich abgeben kann. Das vernachlässigen eine Menge Leute. Dabei sprechen 3 wichtige und nicht zu vernachlässigende Gründe dafür, dieses Feld in jedem Falle auszufüllen. Und das sinnvoll.
- Als Info Klingt banal ist aber wichtig um Follower, also Kontakte und damit Leser, zu bekommen. Denn wenn später jemand Dein Bild mit Usernamen findet, ist das zunächst mal alles was der potentielle Follower/Kontakt sieht. Woher soll er also wissen, ob Du interessant genug bist, um Dir zu folgen.
- Für Twitter-Suchmaschinen Es gibt spezielle Suchmaschinen, die helfen Twitter zu durchsuchen. Unter anderem eben auch die Selbstbeschreibung. Wenn ich also nach HR Managern suche, mache ich das unter anderem genau so. So finde ich Leute die mich interessieren könnten und animiere wiederum diese dazu, mir zu folgen. (Wie das geht, kommt in einer der nächsten Folgen)
- Als Reputationshilfe Man stelle sich vor, jemand googelt nach mir und bekommt als Ergebnis meinen Namen inklusive ein paar Stichworten geliefert, die beschreiben was ich mache und ich möchte, dass die Leute das von mir denken.Die Kurzbeschreibung lässt übrigens nur Raum für 160 Zeichen. Wenn ich also ein Ingenieur wäre, könnte die Kurzbeschreibung z.B. so aussehen:
Ingenieur für Abgastechnik, schreibt über Technik-News und Erfahrungen im Automobilbau.
Jemand der das liest und sich dafür interessiert, kann sich entscheiden ob er dem folgt auf Twitter. Steht da nichts, kauft man die Katze im Sack und lässt es dann lieber oftmals bleiben. Aber noch wichtiger ist das Ergebnis in den Suchmaschinen. Hier z.B. das Ergebnis bei Googel mit meiner Bio:
Dies zeigt, dass Twitter schon an dieser Stelle etwas, wenn auch Kleines, für die Reputation, die SEO und für den zukünftigen Gewinn von Followern getan hat.
Woher kommst Du?
Ebenfalls angeboten wird ein Feld namens Location, wo man , wie der Name schon sagt, seinen Herkunfts- bzw. Standort eingeben kann. Das kann und soll ursprünglich eigentlich als Info für die Besucher dienen. Aber dank anderer Dienste die Twitter erweitern oder nutzen, hat es eine andere Bedeutung bekommen.
Was viele nicht wissen: Es gibt Dienste, die nach dieser Angabe suchen. So existieren z.B. Twitterlisten, die grafisch darstellen, wer gerade twittert oder am meisten getwittert hat usw. Belanglos und uninteressant? Egal! Wenn man dort gelistet ist, hat man automatisch wieder einen Link auf seine Twitterseite mehr und Suchmaschinen haben diese wieder etwas mehr lieb. Kleinvieh macht auch Mist. Immer daran denken. Gilt auch für das Web und gerade hier. Außerdem kann sich immer mal ein interessanter Follower dorthin verirren und entscheiden mir zu folgen. Da sage ich doch nicht nein und fülle brav aus. Übrigens, das Land sollte immer dabei stehen, egal ob in englisch oder deutsch.
Geschlossene Gesellschaft
Weiter unten in der Anmeldung gibt es ein Auswahlkästchen. Dort steht: Protect my updates und bedeutet nichts anderes, dass nur Menschen Deine Tweets lesen können, die sich als Deine Follower anmelden (obwohl sie vorher nichts von Dir lesen können) und Du diese zunächst einmal freischaltest, damit sie Deine Nachrichten/Tweets lesen können. Interessant für Leute die sich mit ihrem, und nur mit ihrem, Freundeskreis unterhalten wollen. Wir aber wollen twittern weil es Spaß macht und vor allem weil wir etwas für unsere Reputation tun wollen und/oder unsere Jobs an die potentiellen Bewerber bringen möchten. Also Finger weg von dem Kästchen!
Anmeldung -Das Bild
Wie immer, sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Ich habe selber rumprobiert mit einem schlechten, einem es geht so, und einem - in meinen Augen - guten Bild. Es ist erstaunlich wie groß der Unterschied ist und das es solche Auswirkungen auf die Bereitschaft der anderen hat, zu folgen. Man sollte zum Thema Bild, den man Avatar in Blogs, Foren und eben auch bei Twitter so nennt, ein par Dinge beachten. Es geht auch ohne Bild. Ist aber in keinem Falle zu empfehlen. Ich persönlich folge fast keinem Account ohne Bild. Ich brauche einen Anhaltspunkt. Warum wird später ersichtlich, wenn es mehr Follower werden.
Das Bild sollte das Gesicht zeigen oder das Firmenlogo
da die Aufnahme im Maß von 73pixel x 73pixel angezeigt wird und man sonst nicht erkannt wird, macht das Sinn. Außerdem ist das viel sinnvoller für die eigene Reputation. Bei Firmen sollte das Logo genommen werden, da hier der Auftritt nicht an einzelnen Personen festgemacht werden sollte. Verlässt der Personaler dessen Foto man genommen hat nämlich das Unternehmen eines Tages, steht man ziemlich dumm da.
- Ein größeres Bild hochladen Das Bild selber sollte in einem größeren Maßstab hochgeladen werden. Meins ist z.B. 150 pixel x 150 pixel groß. Der Grund ist einfach: Twitter verkleinert das Bild automatisch. Allerdings kann jeder das kleine Bild später anklicken und voilá, schon wird dem Neugierigen das große Bild angezeigt. Das wird erwartet und sollte erfüllt werden.
- Der Hintergrund Eigentlich sollte man immer einen hellen Hintergrund wählen. Allerdings finde ich persönlich auch dunkle oder schwarze attraktiv. Auf jeden Fall eignen sich vor allem einfarbige Hintergründe immer am Besten.
- Richtungsweisend Twitter präsentiert das kleine Bild immer oben Links. Die Leserichtung ist in westlichen Ländern, egal ob Print oder Web, immer von Links oben nach rechts unten. Ablichtungen von Gesichtern sollten dieser Richtung folgen um die Harmonie nicht zu stören. Das stößt unbewusst sauer auf und hindert manchen an der fließenden Betrachtung. Für das Bild heißt das entweder frontal oder noch viel besser, das Profil leicht nach rechts gewendet.
Anmeldung - Backround anpassen
Für den Twitter-Anfänger nicht unbedingt einer der ersten Schritte, aber wer seinen Auftritt interessant gestalten und sich ein wenig individualisieren möchte, oder sein Corporate Design auch auf Twitter präsentieren will, ein wichtiger Punkt.
Man findet diese Möglichkeit unter dem Menüpunkt Settings (das Navigationsmenü befindet sich oben als graue Leiste). Nachdem man Settings angeklickt hat, zeigt sich das Untermenü. Dort kann auch zukünftig Username, Passwort, Bild usw. geändert werden. Dort gibt es aber auch den Reiter „Design”. Und um den geht es jetzt.
Dort gibt es verschiedene, so genannte Themes. Das sind nichts anderes als Bildhintergründe, die man austauschen kann. Man kann unter den oberen, zugegebenermaßen nicht gerade einfallsreichen, Hintergründen wählen. Anklicken und anschließend unten auf “save changes” klicken. Das Ergebnis kann man dann in seiner Twitterseite betrachten. Ein einfaches und häufig genutztes Mittel, ist ein individuelles Foto hoch zu laden. (Bitte auf die Größe achten, wie unten beschrieben). Für Personaler bietet es sich an, ein paar happy Mitarbeiter in hipper Arbeitsumgebung zu zeigen. Habt Ihr nicht? Na ja, dann muss es wohl das Firmengebäude als Bild auch tun.
Es gibt weitere, fertige Vorlagen im Internet, die man dann bei Twitter hoch laden kann. Dazu zählt z.B. Twittergallery.com oder Twitbacks.com. Und es gibt so genannte Theme Generatoren. Dort stellt man mit einem Editor ein eigenes Design nach Vorlage zusammen. Zwei solcher Dienste sind zum Beispiel: Prettytweet.com und Mytweetspace.com
Aber man kann natürlich auch einen eigenen Hintergrund mittels Bildbearbeitungsprogramm wie Ulead oder einem Grafikprogramm wie Photoshop erstellen. Wer kein solches Programm besitzt, der kann auch eine kostenfreie Software nutzen. Einfach mal googeln. Das Hintergrundbild kann man sich so wie gewünscht zusammenstellen. Als Hintergrundgröße eignet sich in meinen Augen 1750 pixel x 1050 pixel, da doch einige mit der Auflösung unterwegs sind. Nimmt man ein kleineres Hintergrundbild, sehen die User mit so einer hohen Auflösung nämlich Schatten und Ränder.
Und bitte nicht wundern, wenn es nicht sofort klappt mit dem ändern des Hintergrundes, der Farben etc. Gerade zu unserer Abendzeit sind die Amis fleißig am twittern. Da gehen die Server in den USA in die Knie und so mancher Upload bricht ab.
Es geht los
Jetzt können wir anfangen zu twittern, aber richtig. Ich werde die nächsten Schritte in den nächsten Folgen besprechen, allerdings beginnen wir nun schon mal mit unseren ersten Tweets und den ersten Kontakten. Man ist ja neugierig.
Twitter war ja eigentlich als Angebot für Jugendliche gedacht. Die sollten sich eben kurze Mitteilungen nach dem Motto: Habe gerade Mathe, was machst Du? schicken. Bis heute wirbt Twitter mit dem Slogan What are you doing? Erste Regel: Das darf man niemals wörtlich nehmen. Twitter hat sich zu etwas anderem entwickelt, obwohl es solche belanglosen Twitterer natürlich durchaus gibt.
Also, es gilt Mehrwert zu bieten. Dazu sollte man sich im Vorfeld die Frage stellen, was und worüber möchte man twittern. Nehmen wir unseren Ingenieur von obigem Beispiel. Der gab ja an vorzuhaben, über Technik zu twittern. Was mache ich nun, wenn ich noch gar keine Neuigkeiten habe? Ich suche danach. Nach Themen googeln, Fachzeitung (online) im In- und Ausland nach Schlagworten durchsuchen und vor allem Blogs finden, die über dieses Thema berichten, Dort kann man sich Infos holen bzw. über RSS Feeds zukünftig zusenden lassen.
Deine potentiellen Leser/Follower erwarten Links. Nichts ist in Twitter langweiliger als einfache Textnachrichten. Man kürzt also einen Beitrag den man irgendwo gefunden hat in maximal ca. 114 bis 119 Zeichen zusammen. Und zwar wie eine Headline. Kurz und prägnant. Moment, warum nur 114 bis 119 Zeichen? War da nicht die Rede von 140 Zeichen? Stimmt, aber der Link zur Website, wo sich der geneigte Leser weiter informieren kann, muss noch rein.
Ups, die Links sind aber ellenlang und würden schon ohne Text die 140 Zeichen verbrauchen. Lange URL´s sind also gar nicht möglich. Um diese einzubringen, nutzt man wiederum Dienste, in denen man die lange Adresse einfügt und dann als kurzen Schnippsel präsentiert bekommt. Diesen kopiert man dann einfach und fügt ihn in den Tweet ein. Dazu gehören Dienste wie Tiny.cc oder safeurl.to. Diese verkürzen die URL auf 20 bis 25 Zeichen.     Â
Man kann auch über Dienste Twittern, wo man direkt seinen Tweettext eingeben kann und auch sofort die kurze URL bekommt, ohne auf Twitter selbst zu sein. Aber das kommt in den nächsten Beiträgen zur Anleitung für Twitter. Wir wollen es ja zum Anfang nicht übertreiben. Es gilt ja erst mal 5 oder 6 Tweets einzustellen, um Futter zu haben.
Wenn ich diesen Tweet absende, erscheint er auf meiner öffentlichen Seite. Wenn ich jetzt viel Glück habe, erscheint eben dieser Tweet irgendwo in einem Dienst der frische Tweets präsentiert und irgendwer liest diesen und sagt, ja, das ist interessant. Dann wird er vielleicht Dein erster Follower. Vielleicht hast Du auch ein bestimmtes Schlüsselwort benutzt, wonach jemand mittels einer für Twitter spezialisierten Suchmaschine gesucht hat und er so den Tweet findet. Wahrscheinlich ist aber, dass dein erster Tweet kein Mensch lesen wird.
Aktiv nach Followern suchen
Du solltest Dir nach den ersten Tweets erst einmal ein paar Follower suchen, die dann Dein Bild und Deine Selbstbeschreibung neugierig macht und daraufhin Deine ersten Tweets durchliest. Wenn es gefällt und interessant genug ist, werden sich schnell die ersten Follower einstellen. Übrigens, in Amerika wundert man sich, dass nur in Deutschland die Accounts über mehr Follower verfügen als man selber anderen folgt. In Amerika ist das eigentlich anders herum. Das Wissen sollte man nutzen und selber anderen folgen, die dann wiederum einem selbst folgen. So baut sich das Netzwerk langsam aus.
Um die ersten Follower zu bekommen, kannst Du erst einmal die Accounts von anderen aufsuchen, um deren Follower Liste aufzumachen und selbst einigen ( den ersten am besten, da diese meist auch aktiv sind) folgen. Du wirst feststellen, dass mit der Zeit Deine Followerzahl auch zunimmt.
Wenn das Profil aufgerufen ist, klickt man einfach auf followers. In der Liste kann man nun einfach mit dem Cursor auf einen Namen zeigen, und wenn die Person dann eine Bio, also Selbstbeschreibung hinterlegt hat, kann man entscheiden ob das ein passender Follower wäre, den man in Zukunft lesen möchte.
Jedes mal wenn sich dann jemand entschließt auch Dir zu folgen, wird eine Email gesendet. So kann man sich auch bedanken. Wenn Du Deinen Account aufrufst, bekommst Du nun Deine Nachrichten und die derer präsentiert, denen Du folgst.
Hier ein paar Accounts, wo man auf die Jagd nach den ersten Followern gehen kann.
Und nun komme ich nochmals auf Jens Uehlecke zurück. Der Journalist mit der negativen Erfahrung und ebenso negativem Zeit-Artikel. Ich habe mir seinen Account bei Twitter einmal angeschaut und festgestellt, dass sein Twitter Einstieg wohl ohne halbwegs vernünftige Twitter Anleitung gelaufen ist. Also unter die Rubrik “so wird das nie etwas” fallen dürfte und es somit vielleicht kein Wunder ist, dass er solch einen Eindruck bekommen hat.
Spaß macht Twitter nur dann, wenn man erfolgreich dabei ist. Vielleicht versucht es Uehlecke nochmals und findet dann doch Gefallen an Twitter.
Die anderen Teile der Twitterschule finden sich hier:
- Teil 2 - Tweetfutter
- Teil 3 - Personal- und Jobsuche mit Twitter
- Teil 4 - Pimp Deinen Twitter Account. Apps & Tools
- Teil 5 - Liste und Tipps mit Twitter Apps
So, und wer mir bis jetzt noch nicht gefolgt ist auf Twitter, der sollte dies nun hier tun.






































Juni 18th, 2009 at 10:28
Hi Thorsten,
sehr gut geschrieben, übersichtlicher Aufbau und für Anfänger m.E. sehr gut geeignet! Werde ich auf Twitter doch gleich mal retweeten…:)
Beste Grüße aus Stuttgart
Johannes
Juni 18th, 2009 at 15:16
Interessanter Artikel!
Juni 23rd, 2009 at 10:22
Vielen Dank für diesen sehr guten Basisartikel! Ich werde ihn gleich einmal retweeten.
Juni 23rd, 2009 at 10:59
Danke @Anja_Beckmann für den RT!
August 25th, 2009 at 14:30
Ich hab fürs Geschäft auch ne Seite eingerichtet (twitter.com/Zollernalb), leider wird diese nicht angezeigt, wenn ich bei der suchfunktion “Zollernalb” eingebe. Kann mir jemand helfen warum das so ist?
Dankeschön!
August 25th, 2009 at 16:39
@Jasmin, doch ist zu finden :-)) Der Account wurde ja gerade erst angelegt. Da Twitter ziemlich oft in die Knie geht, kann die Indizierung schon mal dauern. Aber in der Twittersuchmaschine ist der Account auf jeden Fall drin. Nun aber schnell paar interessante Posts, einer alleine ist zu wenig um Interesse zu wecken.
August 27th, 2009 at 18:30
Danke für diese “Schule” - ich habe mich nun auch auf den Weg gemacht und ohne diese Hilfe wäre ich wohl in die Sackgasse gelaufen.
August 27th, 2009 at 19:03
@Verena vielen Dank für die Blumen. Sowas motiviert mich. Viel, viel Erfolg mit Twitter!
September 4th, 2009 at 08:28
@Thorsten
Super, vielen Dank!
November 2nd, 2009 at 16:28
Sehr hilfreich…..allerdings habe ich nach wie vor ein Problem. Ich habe ein Account für die Firma eingerichtet und wenn ich über meinem privaten Account den Firmen account suche, finde ich ihn nicht. Egal ob ich Name, Username eingebe. Woran kann das liegen?! Wir wollen ja auch gefunden werden.
November 2nd, 2009 at 20:41
Hallo,
ich würde mir das selber gerne mal anschauen. Können Sie mir bitte Ihren Accountnamen und den Ihres Unternehmens an kontakt (ät) blogaboutjob.de zusenden? Bitte geben Sie im Betreff “Usernamen finden” an. Ich werde mir das mal anschauen.
November 16th, 2009 at 12:04
Danke für das Twitter für Dummies. Vielleicht klappt es diesmal mit Hilfe deiner Anleitung ;)
Dezember 12th, 2009 at 20:28
Die Beschreibung finde ich sehr gut… hat mir leider trotzdem nicht weitergeholfen, da ich mich schon selbst durchgewurschtelt hatte.
März 13th, 2010 at 18:22
Hallo Thorsten,
anhand deines klasse Ratgebers habe ich unseren Twitter-Account eingerichtet. Herzlichen Dank für deine hervorragende Arbeit!
Viele Grüße
Tanja :-)
http://twitter.com/optimal_banking
April 11th, 2010 at 10:49
Danke für die kleine Twitter Einführung, wollte mir erst ein Buch zu Twitter kaufen, aber hier habe ich alle wichtigen Infos gefunden
Danke
August 31st, 2010 at 01:47
Kann mich Torsten nur anschließen! Super Artikel!