Careerbuilder angeblich mit Facebook ins Geschäft gekommen

Do, Mrz 20, 2008

Stellenbörsen & Networks

++++Gerüchteküche++++ Wie schon berichtet, haben auch die Big Player der careerbuilder_facebookStellenbörsen mitbekommen, dass man um die Social Networks nicht rumkommt. Und da die eigene Technik nicht mal eben umgestrickt werden kann, bieten sich Kooperationen als nahe liegende Möglichkeit an. Wie es aussieht hat sich Careerbuilder in den USA, ins Lager der Netzwerker und Kontaktverwalter aufgemacht.

Jetzt sagen einige wieder: “Uh, der wieder mit seinen USA – was interessiert es mich in Deutschland?” Ganz einfach, diesmal kann es auch sehr schnell für unsere Breitengrade zutreffen. Angeblich ist am Montag ein Deal zwischen Careerbuilder und Facebook abgeschlossen worden. Wie der genau aussieht, weiß allerdings – außer den Involvierten selber – noch keiner. ”

“Was ist dann daran so spannend das es eine Meldung wert ist?” höre ich Sie sagen. Ganz einfach, es gibt zwei Möglichkeiten. Da von einem exklusiven Vertrag die Rede ist, kann es folgendes bedeuten:

  • Entweder, und das wäre die zugegebnermaßen etwas langweiligere Version, Careebuilder wird der exklusive Werbepartner und alle Facebook Nutzer bekommen die Jobs jetzt ausschließlich von CB präsentiert.
  • Oder, und das wäre schon bemerkenswerter, dass Careerbuilder nun auch eine Kontaktoption zwischen den jobsuchenden Facebook-Mitgliedern und der Firma, die die Anzeige schaltet, herstellt. Im Klartext: Sie suchen in Careerbuilder nach einem Job und bekommen bei den Treffern, gleichzeitig mögliche Firmenkontakte die auch bei Facebook registriert sind, angezeigt. Also eine übergreifende Funktion zwischen den Suchsystemen.

Facebook hat mehr als 64 Millionen aktive Nutzer, und die Seite kommt auf mehr als 65 Milliarden Aufrufe pro Monat. Holla, was glauben Sie welchen Traffic das erzeugen kann.

Und nun die Frage…wenn das zweite Szenario eintritt, dann ist ja eins zu erwarten: Facebook ist nun in good old Germany angekommen, dem größten Internetmarkt Europas und Careerbuilder, oder eben die paar Leute in Deutschland die das darstellen, sind halt auch hier. Wenn auch kaum spürbar und nach dem ersten missratenen Versuch ist der Diesmalige ja auch still und heimlich zur Hintertür hereingekommen. Aber, da kann was gehen. Na klingelt es?

Unter dieser Prämisse, sähe das nämlich schon ganz anders aus. Da kann man schon ein bisschen mehr in die Waagschale schmeißen als eine Kooperation mit Focus, Spiegel, Brigitte unsw. wenn jemand anderer eine Kooperation mit Facebook bastelt. Auf jeden Fall dürfte dies ganz schön mächtig Traffic bringen.

Aber wie ich schon sagte…alles nur Gerüchte…..

 
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Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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3 Kommentare dazu:

  1. Eva | Online-Recruiting.net sagt dazu:

    Joel Cheesman hat bereits Anfang Januar diesen Gerücht-Gedanken geäussert (http://www.cheezhead.com/2008/01/11/careerbuilder-facebook/) und gestern eine Nachricht gepostet, die in der US-Recruitment Ad Welt herumgeht (http://www.cheezhead.com/2008/03/18/careerbuilder-deal-facebook/)

    Ob dieser Deal, sollte er sich bewahrheiten, für den deutschen Anzeigenmarkt tatsächlich interessant ist, möchte ich momentan aus folgenden Gründen bezweifeln:

    1) Careerbuilder wird Schwierigkeiten haben, sich am deutschen Jobbörsenmarkt zu etablieren. Dies liegt vor allem an der amerikanischen Funktionsweise der Seite (z.B. Fliesstextanzeigen) und der Mentalität (one model fits all) der Betreiber. Das hat damals bei Monster schon nicht funktioniert – weshalb 2004 Jobpilot aufgekauft wurde. Wenn hier mehr nationale Flexibilität geschaffen würde, hätte CB sehr gute Chancen.
    2) Facebook wird von den meisten Nutzern eher zum Spass haben und weniger zum Job suchen genutzt. Das deutsche Facebook-Netzwerk hat momentan gerade einmal 370.000 Mitglieder (im Vergleich dazu: Frankreich hat über 1 Million Facebook Nutzer und das, obwohl der französische Internetmarkt mit knapp 35 Mio Nutzern nur zwei Dritte des deutschen Marktes ausmacht).

    Ich denke, die CB-Facebook Partnerschaft wird hauptsächlich für diejenigen interessant sein, die in den USA nach Arbeit suchen. Und selbst hierfür würde ich als Bewerber eher ein professionelles Netzwerk wie LinkedIn benutzen…

  2. Thorsten sagt dazu:

    Hallo Eva,

    keine Frage das CB ein Riesenproblem am deutschen Markt hat. Das hängt nicht nur mit der fehlenden Ausrichtung, gerade auf die europäischen Bedürfnisse, zusammen. Das liegt auch am Marketing und nicht zuletzt am Vertrieb. Es scheint bis heute ja so, dass der deutsche CB eine Versuchsblase am Markt ist. Apropos Versuchsblase: Im Quelltext der Anzeigen ist nun auch schon für die CB-Suche ein Careerbuilder Österreich eingegeben..aha..gerade entdeckt.

    The American Style der Anzeigen ist natürlich nicht in Deutschland umsetzbar. Allerdings ist das bei Careerbuilder auch nicht mehr der Fall. Wenn Du reinschaust, wirst Du sehen das es zum Teil gewohnte CI Anzeigen sind. Da CB Deutschland von England aus gesteuert, kontrolliert wird oder wie immer man das nennen will, wird man den Festlandmarkt wohl schon etwas anders einschätzen, als die Amis. Die anderen Börsen betrachten CB nicht als Konkurrent im direkten Sinne, aber als potentieller und man wäre doch froh, wenn die so wieder vom Markt gehen würden, wie sie gekommen sind: still und leise.

    Übrigens, dass Monster jobpilot von Adecco abgekauft hat, liegt nicht am damaligen Anzeigenmodell, sondern schlicht daran, dass man richtigerweise den Marktführer im wichtigsten europäischen Land aufgekauft hat um die User und die Kunden zu bekommen. Zu dem Zeitpunkt bot Monster schon selbst, längst die personalisierte Anzeige im Kunden CI an. Aber im Zuge der Selbstregulierung des Marktes, musste man handeln um nicht einer anderen Stellenbörse mit dicker Kriegskasse die Möglichkeit zu geben, schneller zu sein.

    Was die Zahlen von Facebook betrifft, so hast Du Recht, das die deutsche Gruppe gerademal 373.000 Mitglieder hat. Allerdings muss man dazu sagen, das man nicht als angemeldete(r) Deutsche(r)dieser Gruppe beitreten muss. Bevor Facebook die deutsche Seite eröffnet hat, waren nämlich schon über 600.000 deutsche Mitglieder über die .com Seite eingetragen. Somit dürfte sich der Anteil an deutschen Usern bei 700.000 – 1. Mio User belaufen. Es werden ja auch viele der deutschen Gruppe beigetreten sein, die vorher schon angemeldet waren und die will ich nicht doppelt zählen. Und das darf man nicht vergessen: Facebook ist ja gerade mal seit 18 Tagen auf dem deutschen Markt.

    Aber ich gebe Dir Recht, das es andere, bessere Konstellationen gibt als CB mit Facebook. Allerdings wird es trotzdem den anderen Börsen nicht schmecken, wenn das besagte Gerücht eintreten sollte.

  3. Eva | Online-Recruiting.net sagt dazu:

    Hallo Thorsten,

    stimmt, natürlich wurde Jobpilot nicht durch Monster aufgekauft, weil die Amis keine CI-Anzeigen angeboten haben. Vor 2005 gab es jedoch wirklich keine gestalteten Anzeigen auf Monster. Ich war damals sogar “live” mit dabei und habe für unseren Newsletter recherchiert ;-) Dennoch hatte diese Tatsache eine Auswirkung auf den Kunden- und Nutzerstamm, die in Zentral- und Osteuropa einfach kaum vorhanden waren.

    Die “gebrandeten” Anzeigen auf CB sind lediglich teilweise im CI. Ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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