Diesmal geht es bei der kleinen Twitterschule, die eigentlich eine Anleitung für Twitter in Teilen ist, um praktische Dinge wie dem Erstellen von Beiträgen bzw. den Content dazu finden. Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, sollte dies hier nachholen. Diese Anleitung soll Anfängern den erfolgreichen Start erleichtern.
Nachdem wir also einen hoffentlich attraktiven Account in Twitter erstellt haben, ist es an der Zeit dem ganzen Leben einzuhauchen. Und Odem hauche ich mit Content, also Inhalten ein. Futter für die hoffentlich bald zahlreichen Leser. Nur, was schreibe ich und woher kommen die Inhalte? Vor dem ersten Schritt gilt es also die Marschrichtung festzulegen.
Als Bewerber
Da wir hier von online Reputation reden, sollte es also dazu passen welches Bild wir von uns vermitteln wollen. Dazu muss also eine Art Schwerpunkthema her. Dies muss nicht zwangsläufig mit dem Beruf oder dem Studienfach zu tun haben, sondern etwas von dem man auch ein wenig Ahnung besitzt und bestenfalls auch Leidenschaft mitschwingt. Denn das twittern sollte ja nicht als Kurzauftritt sondern langfristig betrieben werden. Es muss also auch Spass machen.
Als Unternehmen
Firmen sollten erst gar nicht mit dem Gedanken spielen lediglich Pressemitteilungen oder andersartige interne Nachrichten zu twittern. Das kann man mal machen. Mal heißt nicht jeden oder jeden 3 Tweet! Also auch hier gilt es eine Grundthema zu finden um Leser mit wirklichem Mehrwert zu versorgen. Die Jobs werden dann zwischendurch eingestreut. Wie man diese ordentlich unter die Menge bringt, kommt in Teil 3.
Wie oft sollte man twittern?
Man sollte regelmäßig twittern. Jeden Arbeitstag zu twittern ist gut, mehrmals am Tag ist besser. Warum? Ganz einfach:
- Nicht jeder schaut ständig in Twitter. Durch zeitliche Streuung von Informationen erreicht man potentiell mehr User
- Leute die einem später folgen, fällt man durch moderate Wiederholung eher auf. Zuviel ist wiederum nur nervig
- Potentielle Follower entschließen sich eher zu folgen wenn Thema passt und auch Aktualität gewährleistet wird. Dämmert der Account so vor sich hin, wird es uninteressant
Was?
Selbst wenn man überquillt vor guten Ideen. Die Sache hat einen kleinen Haken bei Twitter und macht es ein wenig komplizierter. Die Leser/Follower erwarten mittlerweile ein Ereignis im Zusammenhang mit einem Tweet. Die eigene Meinung oder der Ausspruch das man den ersten Platz als Arbeitgeber des Jahrhunderts gewonnen hat, interessiert quasi nicht. Ein Tweet sollte immer mit einem Link versehen sein, der eine Aktion des Lesers ermöglicht. Es gibt auch die Ausnahme bei Konversationen untereinander, aber das kommt später. Wer also Arbeitgeber des Jahrhunderts geworden ist, kann auf Bilder der Preisverleihung oder auf ein Video des siegestrunkenen Chefs verlinken. Ja, in Zukunft heißt es mitdenken und Kamera immer dabei zu haben. Es gibt so vieles was man später twittern kann.
Aber so oft wird man nichts zu feiern haben. Also muss man sich Hilfsmitteln im Web bedienen, die einem die nötigen, interessanten Nachrichten liefern, auf die ich dann mit meinen Tweets hinweise. Dazu kann man einfach Nachrichtendienste durchsuchen oder automatisiert durchsuchen lassen und sich eventuell passende Nachrichten zusenden lassen. Hier nur mal 3 kleine Hilfen.
1. Google News
Da die meisten sowieso täglich Google nutzen, sollte man ruhig mal einen Blick auf die News werfen. Einfach Google.de aufrufen und oben in der Leiste News anklicken oder einfach mal hier klicken. Die kann man nämlich schön durchsuchen nach dem eigenen Schwerpunktthema oder passenden Schlagwörtern. (Bild zum Vergrößern anklicken)
- Suchwort eingeben
- Per Mail über neue passende News benachrichtigen lassen
- RSS Feed buchen und immer auf dem laufenden bleiben
2. Google Blog-Suche
Ja, schon wieder Google. Während Google News eher die offiziellen Medien auflistet, sucht Google Blog-Suche, wie der Name schon sagt, die sogenannte Blogosphäre ab. Also Weblogs.
Die Ergebnisse kann man nach Tagen, Wochen oder Monate sortieren. Außerdem gibt es hier auch einen RSS Feed zu buchen.
3. Digg.com
Der englischsprachige Dienst wird durch dieser gefüttert. Wenn also ein Nutzer von Digg einen Artikel, irgendwo im Web gut findet, kann er ihn bei digg der Allgemeinheit sozusagen zur Verfügung stellen und sorgt damit für mehr Aufmerksamkeit für den Artikel, Bil oder Video. Auch in solchen Diensten, kann man natürlich nach Stichworten suchen.
Auch hier kann man einen RSS Feed zu den eigenen Suchergebnissen buchen. Übrigens, wer nun immer noch nicht weiß was ein RSS Feed ist und wie man ihn nutzt, klickt mal hier. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an solchen Diensten im Web. Aber es geht ja auch darum, erste Schritte zu machen.
Wie man es anwendet
Mit solchen Diensten bekomme ich nicht nur Text geliefert, sondern gleich auch das Ziel für die dringend benötigte Aktion in meinem späteren Tweet. Denn auf diese gefundenen Berichte, Bilder oder Videos verlinke ich. Und je mehr interessante, mehrwertige Links ich biete, desto interessanter wird auch mein Twitter Account.
Wenn man dann eine Nachricht gefunden hat, schreibt man den Tweet und fügt die vorher gekürzte URL ein. Wie das geht, steht im ersten Teil, ganz unten. Aber es kommt natürlich auf den Text an. Ich bin jetzt nicht der geborene Texter, aber was klar sein sollte: Der Tweet muss Interesse wecken. So ein Teaser sollte also kurz, knackig und vor allem nach mehr klingen.
Hashtag
Die sogenannten Hashtags sind nichts anderes als Wörter, mit denen ich den Tweet kategorisiere. Mittels dem Rautezeichen und dem ohne Leerzeichen folgenden Wort, wird dieses in die Twittersuche einbezogen. Damit kann ich den Tweet kategorisieren, ohne das der eigentliche Text dies erkennen lassen würde. Beispiel:
Vorstand verliert Job wegen seiner Frau http://blabla.ff #Rosenkrieg
Der Hashtag Rosenkrieg ordnet den Inhalt klar zu, während der eigentliche Text des Twweets dies nicht erkennen lässt, wenn eine Suchmaschine danach suchen würde. Den Hashtag kann man allerdings überall im Text einsetzen und ihn so zum Bestandteil machen:
Vorstand verliert Job durch #Rosenkrieg mit Frau http://blabla.ff
Ist halt immer auch eine Frage der Lesbarkeit und ob es passt. Vorteil: Man macht eventuell auch Leser auf sich aufmerksam, die sonst so nicht zum Profil gefunden hätten. So, nun aber los und Leben in den Account hauchen, mit den ersten Tweets.
Die anderen Teile der Twitterschule finden sich hier:
- Teil 1 - Richtig starten bei Twitter
- Teil 3 - Personal- und Jobsuche mit Twitter
- Teil 4 - Pimp Deinen Twitter Account. Apps & Tools
- Teil 5 - Liste und Tipps mit Twitter Apps































Juli 13th, 2009 at 11:13
Hi Thorsten,
ein guter Artikel, der Anfängern auch gleich aufzeigt, welche Möglichkeiten zur Verknüpfung mit anderen Social Diensten wir Digg u.a. bestehen.
Zwei Dinge finde ich immer wieder wichtig und sollten betont werden:
Wer sich auf Twitter einläßt und beginnt, damit zu arbeiten - sei es als Unternehmen oder Privatperson - muß sich darüber im Klaren sein, daß jeder die Aktivitäten bei Twitter verfolgen kann, getreu dem Motto: Das Internet vergisst nicht!
Zweitens leben Twitter und die anderen einschlägigen Social Media Dienste vom direkten Kontakt! Damit wird reines pushen von Meldungen, Links oder auch die unkoordinierte Erhöhung der Followerzahl langfristig bestraft. Der Dialog und das Teilen von Wissen steht im Vordergrund und das sollte auch so bleiben!
Beste Grüße aus Stuttgart
Johannes
September 4th, 2009 at 08:31
Hab privat auch einen Account und vor ner Woche den Username geändert. Gibt man meinen vollständigen Namen bei Google ein, kommen nur die alten Kommentare, die ich getwittert hab, die neuen nicht. Weiß jemand woran das liegt?