Kleine Twitterschule Teil 3 - Jobs

So, Jul 19, 2009

Ratgeber

In Teil 3 geht es darum, als Arbeitgeber Jobs zu posten und als Bewerber Jobs zu finden. Aber zunächst möchte ich mal hier auf die Bremse treten. Twitter ist für mich kein direktes Jobtool. Also nach dem Motto Job reinstellen und Bewerber meldet sich. Twitter funktioniert halt etwas anders. Wer übrigens die ersten beiden Teile noch nicht gelesen hat, kann hier Teil 1 und hier Teil 2 aufrufen.

Als Unternehmen

kann man seine Jobs einfach als Tweet mit Hinweisen erstellen, die ein Finden durch Suchmaschinen bzw. der Twitter Suche möglich macht. Im Aussehen gleicht es sich mit den Suchergebnislisten der Jobbörsen. Also Ort, Titel und einen Link. Zusätzlich sollte man das ganze mit den sogenannten Hashtags versehen. Warum, kann man hier nachlesen. Und natürlich darf der Link zur Stellenanzeige nicht fehlen, den man als Shortener URL, also einen gekürzten Link einbaut, der auf die Stellenanzeige verweist.

Ein Job-Tweet würde also so aussehen:

jobtweet2

Außerdem gibt es verschiedene Dienste, auch die gleich erwähnten, die eine Integration bzw. Schnittstelle bieten, um Jobs direkt zu indiziieren.

Als Bewerber

kann ich mir solche Jobs natürlich von meinem liebsten, potentiellen Arbeitgeber immer präsentieren lassen, wenn ich denn da Follower bin. Macht aber wohl kaum jemand. Wahrscheinlich aber ist, dass man danach suchen muss. Und dafür gibt es kleine Hilfen.

Twitter kann man mittels der Twittersuche durchforsten. Dahinter steckt Summize, welches Twitter im Juli 2008 gekauft hat. Ein kleines Unternehmen mit 6 Mitarbeitern, wovon 5 weiter bei Twitter mitmischen. Das nur am Rande. Jedenfalls kann man damit Twitter durchsuchen. Um Jobs angezeigt zu bekommen, gibt man einfach Ort und Jobtitel ein. Nur mit Leerzeichen getrennt.

twittersuche2

Auch von anderen gibt es spezielle Jobsuchmaschinen. Dazu gehört unter anderem Jobtweet.de von Alexander Fedossov und Jan Kirchner die auch eine Personalberatung namens Atenta betreiben. Auch hier wird einfach Stadt und Jobtitel eingegeben.

jobtweet1

Noch eine weitere Suchmaschine für Jobs heißt TwitterJobSearch. Macher ist das Londoner Unternehmen WorkDigital Ltd. die auch hinter der Jobsuchmaschine Workhound stecken. Neu ist hier die geographische Darstellung der möglichen Jobs in Google Maps. Außerdem kann man Ergebnisse abspeichern. Die Suche funktioniert ebenfalls so einfach wie oben beschrieben.

twitterjobsearch1

Warum das alles nicht zufriedenstellend funktioniert!

Richtig gelesen. Ich habe mir die Mühe gemacht diesen ersten Teil des Artikels zu schreiben, obwohl ich nicht daran glaube, dass es so ordentlich funktioniert. Es ist nahezu unsinnig sich darauf alleine zu verlassen.  Es ist der gleiche alte Käse des Recruitings. Ein Unternehmen postet einen Job und Bewerber müssen danach suchen. Die Firmen und Bewerber nutzen Twitter somit als 1957ste Stellenbörse die kein Mensch braucht. Und wie immer, werden nur aktiv suchende Bewerber umworben. Wer so als Personaler arbeitet, dürfte bald die Nase voll haben von Twitter. Denn  die Follower eines Firmenaccounts werden in der Regel keine Jobs Retweeten (RT) also an Ihre Follower weiterreichen. Der Job verhallt nahezu ungehört, bzw. ungelesen. (Bild zum Vergrößern anklicken)

recruiting_mit_twitter

Bewerber die über die Suchmaschinen suchen sind aber eben nur aktiv suchende Bewerber. Als Recruiter möchte ich aber gerne andere Bewerberkreise erreichen.

Die Frage lautet also:

Wie erreiche ich dann potentielle Bewerber?

Zunächst einmal muss man sich von alten Handlungsweisen lösen. War das Recruiting bislang mehr oder weniger reine Sache der Personalabteilung, fordert Social Media im Idealfall die Integration der eigenen Mitarbeiter und fremder Menschen. Erst diese machen es möglich, dass die Jobs bei potentiellen Bewerbern ankommen, die selbst nicht explizit auf Jobsuche sind. (Bild zum Vergrößern anklicken)

recruiting-mit-twitter2

Ich denke das beide Grafiken ziemlich verständlich darstellen, was ich meine. Bei der ersten Grafik werden die eigenen Follower über einen neuen Job informiert. Man muss dazu schon eine Menge Follower haben um mal einen Treffer zu erzielen der passt. Also ein Follower der überhaupt für den momentan zu besetztenden Job in Frage kommt. Wenn er darüber hinaus Follower geworden ist, weil er sich für das Unternehmen als Arbeitgeber interessiert, frage ich mich, was bitteschön sollte den Follower bewegen diese Stelle an seine Follower wiederum weiterzuleiten? Und das trifft sowohl auf eine auf ihn passende, wie auch unpassende zu. Es gibt schlichtweg keinen trifftigen. Nur wenige Jobs werden so also über die ersten Follower hinaus kommen.

Wie denn dann?

Wenn ich ein Produkt über Twitter an den Käufer bringen will, muss ich Multiplikatoren nutzen. Denn in der Regel kennt ja keiner das Angebot. Wie soll er also dorthin finden? Bei den Jobs ist es im Grunde nicht anders. Einen günstigen und effektiven Multiplikator für solche Ziele, besitzt jedes Unternehmen: Die eigenen Mitarbeiter!

Jeder von uns weiß, das eine Vielzahl von offenen Positionen durch private Kontakte vermittelt werden. Offiziell sagt man etwas über 50% aller offenen Positionen. Egal ob die Zahl stimmt oder nicht, es birgt ein riesiges Potential. Wenn ein Mitarbeiter twittert, dann baut er sich ein virtuelles privates Netzwerk auf. Ob man auf einer Party nun von den offenen Jobs beim Brötchengeber spricht, oder dies virtuell über Twitter an seine Follower tut, macht keinen so großen Unterschied mehr.

Mitarbeiter ins Boot holen

Wer nun als Personalchef meint, das man nur alle Personalreferenten nun zum twittern bringen muss um die Jobs an die Leute zu bringen, sollte vorsichtig sein. Es geht ja um verschiedenste Zielgruppen und größtmögliche Streuung. Also gilt es weitere Mitarbeiter ins Boot zu holen, die privat oder auch beruflich, also mit Schwerpunktthema twittern.

Wie man das anstellt? Man mache sich das bitte nicht zu kompliziert, wenn es auch einfach geht. Man bittet einfach um Mithilfe und bezahlt dafür. Schlicht und ergreifend. Wenn ein Personaler der Meinung ist, dass die eigenen Mitarbeiter doch bestimmt aus Loyaliät die Jobs twittern würden, dem sei gesagt, er sollte sich fragen warum die das denn bis heute nicht getan haben.

Man motiviert seine Mitarbeiter also mit einer Bezahlung, um ab und zu für das Unternehmen zu twittern. Es muss nicht immer Geld sein. Auch ein Fahrsicherheitstraining oder ein Gutschein für ein Wellnesswochende mit dem Partner sind was tolles. Bitte nicht aufstöhnen als Personaler an dieser Stelle. Wir beide wissen für was, wieviel im Recruiting ausgegeben wird. Da sind ein Gutschein im Quartal für twitternde Mitarbeiter ein Fliegendreck und hat dabei auch noch den tollen Nebeneffekt, dass es die Mitarbeiter motiviert und ans Unternehmen bindet.

Vorweg sei aber gesagt: Finger weg von der Kontrolle. Das ganze ist ein Deal auf Vertrauen. Wenn die Mitarbeiter merken, dass die Personalabteilung die Tweets kontrolliert, wird man sich sperren. Man muss einfach froh sein, dass man die Follower erreicht. Was der Mitarbeiter privat tzwitschert hat tabu zu bleiben. Am besten vorher schon klarstellen.

Andere Distributoren

Nicht einfach, aber ein Versuch ist es allemal wert. Gekaufte Tweets. Wer seinen Job so richtig unter die Leute bringen will, sollte für entsprechende Jobs mal darüber nachdenken. Im idealen Fall findet sich jemand mit großer Zahl an Followern, der bereit ist den Job zu tweeten. Muss nicht aussehen wie Standart, sondern eher wie nebenher.

Aber Achtung: Nicht die Quantität an Followern zählt, sondern die Qualität. Mittels diverser Twittertools kann man sich nämlich mehrere tausend Follower besorgen, die dann allerdings keine Zielgruppe für den Personaler sind.

Alle Wege nutzen

Im Klartext heißt es also, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und dabei mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Dann ist Twitter nicht nur ein Recruiting Tool, sondern auch für das Employer Branding, Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung gut. So also könnte ein ganzheitliches Twitcruiting aussehen. (Bild zum Vergrößern anklicken)

twitcruiting2

Die anderen Teile der Twitterschule finden sich hier:

  • Teil 1 - Richtig starten bei Twitter
  • Teil 2 - Tweetfutter
  • Teil 4 - Pimp Deinen Twitter Account. Apps & Tools
  • Teil 5 - Liste und Tipps mit Twitter Apps
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Thorsten - hat 685 Artikel geschrieben auf blogaboutjob Jobs Karriere Recruiting Arbeit.

Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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14 Kommentare dazu:

  1. Thomas Schulze sagt dazu:

    Chapeau, mein Lieber
    das könnte auch eine Dokttorarbeit werden :-)

    Fazit, bei twitter muss man irgendwie dabei sein, aber auf verschiedenen kreativen Kanälen.

    Zum Thema Jobs und Twitter, bei uns wird das posten der Jobs für Kunden so oder so von uns als Service mitgeliefert und dann ist die Quelle Spirofrog ! >Das kommt sehr gut an!

  2. Manuel sagt dazu:

    Sehr guter Beitrag! Zwei Anmerkungen:

    1. Das Gleiche gilt wohl auch für Plattformen wie Facebook oder Xing. Da dort bereits viele Mitarbeiter eingetragen sind, ist der Effekt aktuell dort sicherlich größer. Problematisch wird es bei einer Verwässerung von privatem und beruflichen Account. Viele Mitarbeiter - so zumindest meine Erfahrung - wollen das (bisher) gerne trennen.

    2. Wenn Social Networks, Twitter & Co. ein Instrument für Unternehmenskommunikation, Recruiting und vielleicht sogar Marketing werden soll, dann müssen die Unternehmen diese Nutzung am Arbeitsplatz zulassen bzw. fördern. Aktuell erlebe ich bei der Mehrheit der Unternehmen immer noch eine eher restriktive Haltung.

  3. Ralph Meinhold sagt dazu:

    Eine sehr gute Darstellung über die Möglichkeiten, wie man Twitter nutzen kann. Wir nutzen Twitter (@MMKpersonal) auch zur Veröffentlichung unserer Stellenanzeigen. Selbstverständlich nutzen wir auch die von Ihnen beschriebenen Multiplikatoren. Sehr zu unserer Freude haben wir auch schon Bewerber über Twitter gefunden. Ich kann also sagen, für uns ist Twitter ein Erfolgsmodell.

  4. Thorsten sagt dazu:

    @Manuel ich kann da nur zustimmen. Beide Seiten sind noch lange nicht so weit. Im Allgemeinen. Aber das ist es ja gerade, wer den Mut aufbringt es zu versuchen, wird auch Erfolge einfahren können. Auch ich erlebe im Moment fast nur Ablehnung durch die Unternehmen. Fast, den die, die nun anfangen sich damit auseinander zu setzen merken, dass dies ungleibliche Power besitzt. Personaler sperren sich gerne bei neuen Dingen. Vorteil für die, die es als Chance begreifen.

    Das gleiche gilt für die Nutzung. Es gibt ein reines Unternehmnens-Microblogging-System. (Werde ich noch drüber berichten) Genau wie Twitter aber nur für das Unternehmen. Alle die es nutzen sind begeistert, wie dies die Produktivität steigert. Wenn Unternehmen die Nutzung von Social Media noch untersagen, darf man das nicht überbewerten. Als das Web kam, durften die Mitarbeiter nicht surfen oder EMail benutzen. Heute alles alte Kamellen. Aber, Du hast Recht, im Moment liegen wir da noch im Dunkeln.

  5. Lutz Altmann sagt dazu:

    Klasse Artikel! Hervorragende Abschlussgraphik!

    Ja, das sehe ich auch so. Bei Twitter findet man kaum die direkten Bewerber mit einem Tweet. Die Multiplikatoren sind entscheidend.

    Darüberhinaus kann ich es als HR-Abteilung erreichen, immer vorausgesetzt ich kann frei und offen sowie vor allem in Echtzeit kommunizieren, dass ich ich eine direkte Kommunikation zuerst mit Multiplikatoren und dann mit im zweiten Schritt mit Bewerben aufbauen kann. So entwickelt ein Unternehmen ein authentisches Arbeitgeberimage.

    Wir bleiben im Austausch!

    Sonnige Grüße aus dem Rheinland

    Lutz Altmann

  6. Manuel sagt dazu:

    @Thorsten: Für unser unternehmensinternes Microblogging benutzen wir Socialcast (ist mittlerweile - im Gegensatz zu Yammer - kostenlos). Kann ich nur empfehlen. Es ist aber wie mit jedem Tool: Die Art der Nutzung bestimmt darüber, ob es ein Produktivitätsgewinn ist. Wir sind damit aber sehr zufrieden. Insbesondere für virtuelle Arbeitsstrukturen (Home Office etc.) ist es SEHR nützlich.

    Ich bin gespannt auf Deinen Artikel dazu…

  7. Andreas sagt dazu:

    Sehr gut zusammengefasst und verständlich aufbereitet! Danke.

    Wir twittern seit längerer Zeit die Jobs unserer Kunden und haben mittlerweile mehr als 5.000 Follower in Deutschland über verschiedene reine JobTweet Accounts:

    http://www.careerbuilder.de/de/jobseeker/jspage.aspx?pagever=twitter

    Zur Qualität kann ich leider nicht viel sagen, allerdings haben wir keine weiteren Maßnahmen zur “künstlichen” Erhöhung genutzt und ich nehme an, dass bis auf typische Spam-Follower (netteSie23..) alle auch Interesse an Jobs in der Region haben.

    Wir messen den meisten Traffic von mobilen Browsern(iphone, opera, blackberry etc.) und gehen davon aus (!) dass Nutzer auf die Jobs klicken wenn Sie z.B. auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn sind. In den Staaten verfolgen wir ein anderes Konzept mit personalisierbaren JobTweets, halten unser Konzept für den deutschen Markt aber für passend.

    Grundsätzlich bin ich allerdings absolut der Meinung, dass man mit dem richtigen Ansatz passive Kandidaten auf Twitter ansprechen kann, stimme aber zu, dass Twitter natürlich nur ein Kanal im Personalmarketing-Mix sein kann. Die tatsächliche Nutzerzahl von Twitter wird einfach oft überschätzt.

  8. Thomas Schulze sagt dazu:

    Zu den Anmerkungen,
    in vielen grossen “Corporates” sind Websites wie Twitter, facebook und co. und auch Xing gesperrt, und das ist auch gut so.

    Wenn einzelne Abteilungen, auch Markting und HR “Twitter als Tool” anerkennen und nutzen so ist das sinnvoll und kann von der internen IT “freigeschaltet” werden.

    Denke gerade der Mix macht es, wie die Vorredner sagten, und manche gerade passive Bewerber wird man aktuell noch nicht ganz auf Twitter finden, ausser es geht Jobs in einem medialen / IT - Umfeld. Ist aber auch klar bei aktuell nur ca. 100.000 aktiven in D.

    Das wird die Zeit weisen, wohin sich Twitter und Co. entwickeln. Bei Facebook kann man schon langsam von “mainstream” sprechen bei 250 Mio weltweiten Nutzer. Wobei man StudiVZ und MeinVZ etc. nicht unterschätzen sollte. Die sind immer noch der Platzhirsch in Deutschland.

  9. Alexander Fedossov sagt dazu:

    Guter Artikel. Die Bedeutung des Multiplikatoreffekts ist in der Tat entscheidend für die Reichweite. Den Vorteil von Twitterjobsuchmaschinen sehe ich in der Tatsache, dass man als jobsuchender Twitternutzer von Jobs erfährt, auch wenn man nicht zu einem Distributorennetzwerk gehört (nicht entsprechenden Channels folgt). Weiterhin ermöglichen sie auch den Nicht-Twitterern, von Twitter zu profitieren.

    Aufgrund des Echtzeitcharakters,der Offenheit für Suchmaschinen, der geringen Kosten und der rapide steigenden Popularität des Microbloggings werden mittelfristig massenweise Jobs von den zig klassischen Jobbörsen zu Twitter und ähnlichen Diensten abwandern.

    Auch für die aktive Kandidatensuche lässt sich Twitter nutzen, unter http://jobtweet.de/recruiter haben wir begonnen, damit zu experimentieren.

  10. Johannes Lenz sagt dazu:

    Hi Thorsten,

    nun, ich hatte es ja schon getwittert und Dir gesagt: Schlägt ein wie ne Bombe!

    Da sich hier wieder einmal eine Diskussion entwickelt, die an die Grundfesten von Twitter geht, möchte ich ein paar Aspekte beleuchten und Erfahrungswerte einbringen.

    alma mater nutzt via http://www.twitter.com/almameise twitter seit Sept./Okt. 2008. Inzwischen stelle ich fest, daß wir mit unserem Netzwerk wunderbare Mehrwerteffekte erzielen, worüber ich mich sehr freue (an dieser Stelle DANK an (Follower & Friends). Aber das braucht Zeit.

    Und das kommt mir inzwischen einfach zu kurz. Immer häufiger wird mit 300 oder 1000 followern per Day geworben, kostenlos und sofort. Schwachsinn, zumindest, was das Corporate bzw. Recruting-Twittern betrifft.

    Gerade Unternehmen wie alma mater können Twitter & Co. zum Ausbau ihrer Marke bzw. Online Präsenz nutzen und dabei zugleich weiteren Nutzen erlangen: News von der Webseite melden, Empfehlungen abgeben, die eigene Expertise unterstreichen, Employyer/Personal Branding betreiben usw. Kontakt aufnehmen usw.

    Schließlich kommt die Power von twitter über seine Schnelligkeit sowie über seine Informalität trotz Openess und seinen Vernetzungsgrad. Der rasche Informationsaustausch ist grandios, die Kontaktaufnahme ist deutlich entspannter und die Verknüpfung mit Facebook usw. ist inzwischen ja Standard.

    Hinzu kommt noch etwas, was man auch im Hinblick auf das Recruiting nicht vergessen darf: Die immer größer werdende Dichte an Entwicklungen von kleinen zumeist kostenlosen Apps rund um Twitter (Bsp. jobtweet, twitcharts usw.)

    Fazit: Die Energie, die auch schon vor dem Medienhype um Twitter kreiste, ist wunderbar und bleibt hoffentlich bestehen.

    Als Recruiting-Tool ist es eines von vielen, auch was die Jobsuche anbetrifft. Hierbei ist es vielleicht in der Tat so, daß man z.Z. qualitativ hochwertigere Jobs als in den Jobbörsen findet… müßte man mal prüfen.

    Übrigens twittert almameise nur sehr unregelmäßig Jobs, die wir vermitteln. In erster Linie nutzen wir twitter als Kontakt- und Austauschmedium. Daß wir dabei deutlich machen, daß wir eine langjährige Expertise im Recruiting sowie in der Karriereberatung von Akademikern besitzen, ist ok. Bewerber und Kunden können mit uns Kontakt
    aufnehmen oder umgekehrt.

    Schließlich: Wenn ich mir ansehe, wieviele Unternehmen (aus Deutschland und der Welt) Alma Meise folgen und umgekehrt, ist das schon echt beachtlich und zeigt, das die awareness im Corporate Bereich steigt und sich verstetigt.

    Thats it.

    Mit besten Grüßen aus Stuttgart

    Johannes

  11. Stefan Noa sagt dazu:

    Mal wieder großartige Arbeit - eine (im besten Wortsinnne) inspirierende Artikelserie auf höchstem Niveau - ich freue mich auf Mehr zum Thema.

  12. Thorsten sagt dazu:

    Vielen Dank. Das freut und motiviert mich.

  13. Bernd Holthaus sagt dazu:

    Super Artikel.
    Wieder etwas über Twitter dazu gelernt.

  14. Torben Rick sagt dazu:

    Super Artikel - Danke

    Am besten Twitter kombinieren mit eine eigene Web Seite und dann eine Verlinkung machen: http://www.torbenrick.eu

    @torbenrick

9 Trackback für diesen Artikel

  1. Jobsuche mit Twitter « MMK Personalberatung Blog sagt dazu:

    [...] von Twitter bei der Stellensuche, aber auch bei der Platzierung von Stellenangeboten finden Sie hier. Außerdem finden Sie in dem Blog eine sehr gute Anleitung über die allgemeine Nutzung von [...]

  2. Job- und Personalsuche via Twitter » markus-arlt.de sagt dazu:

    [...] Nun ist Teil 3 erschienen, der das Recruiting der Unternehmen auf den Kopf stellen könnte. Nähere Infos gibt es hier. [...]

  3. JobTweet.de ermöglicht Kandidatenrecherche bei Twitter | Wollmilchsau - Das Personalberater Blog sagt dazu:

    [...] Community nicht aus den Augen lassen. Die Vorteile eines ganzheitlichen Konzepts hatte Thorsten zu Jacobsmühlen gestern in seinem Artikel anschaulich [...]

  4. Employer Brands bei Twitter - 5 Steps zum Aufbau | sagt dazu:

    [...] Ihre Positionen bekannter machen. Hier hat schon blogaboutjob in einem interessanten Artikel zur Twitterschule – Jobs eindrucksvoll [...]

  5. Job via Twitter? | Online Marketing Extra sagt dazu:

    [...] ich mag http://www.blogaboutjob.de ! Thorsten zur Jacobsmühlen liefert auf seiner Website einen sehr interessanten Artikel, wie man Twitter sinnvoll für die Stellenausschreibung einsetzen kann - wenn man es richtig macht:  http://www.blogaboutjob.de/2945/kleine-twitterschule-teil-3-jobs/ [...]

  6. Jobsuche via Twitter : Bewerberblog.de sagt dazu:

    [...] von blogaboutjob hat sich in seiner Twitterschule auch eingehend mit dem Thema Jobsuche auseinander gesetzt und steht dem Ganzen etwas kritisch gegenüber: Er ist der Meinung, dass man [...]

  7. Prospective » Blog Archive » Twitter im Recruiting Prozess sagt dazu:

    [...] verbreitet wird und irgendwann von einer Person gelesen wird die eine entsprechende Stelle sucht. Quelle der Grafik Fazit: Twitter im Recruiting einzusetzen kann durchaus Sinn machen. Dabei kommt es vor allem darauf [...]

  8. Was war, was wird… | Life 2.0 Blog sagt dazu:

    [...] via Twitter diskutiert (z.B. bei Süddeutsche, Talential,  praktika.de, personalberater-blog.de, blogaboutjob.de, u.v.a.). Auch ich habe u.a. eine “Stellenausschreibung” bei Twitter gesehen, worauf [...]

  9. Followme und verlier den Job | sagt dazu:

    [...] können, so geschehen  bei Otto „otto_jobs. Kleine Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter zu  Distributoren machen, um über deren Follower neue Nutzergruppen zu erschließen. Aber das setzt immer echten [...]

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