
Auch in den Staaten fehlt es den Jobbörsen an wirklich innovativen Neuerungen. Trotz den großen Platzhirschen, allen voran CareerBuilder, versuchen sich neue Jobbörsen auf dem Markt. Klar, denn wann haben jemals so viele Menschen einen Job gesucht und versprechen damit so hohe Zugriffszahlen?
UpMo.com setzt auf die Bewerber als zahlenden Kunden. Dafür verspricht man nicht nur innovative Technologie, sondern auch das man innerhalb von 100 Tagen auf dem passenden Stuhl beim neuen Arbeitgeber sitzt. Schaffen möchte man das mit einem “neuen” Matching. Die Algorithmen greifen dabei auf die Erfahrungen der Kandidaten und auf die zukünftig angestrebte Karriere des Kandidaten zurück. Ähnlich des deutschen Pedanten laufbahner.de.

UpMo.com bietet dazu noch Beispiele von Karrieristen an, die ähnliche oder gleiche Ausgangssituationen hatten. Die eigenen Eingaben werden dazu genutzt, um darzustellen, was man verdienen kann. Auch zukünftig. Außerdem gibt es einen Karriereplan, mit dessen Hilfe man auch per Mail erinnert wird, wann man welche Dinge machen muss, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Nutzer sollen für den Dienst 6,99 Dollar pro Monat zahlen. Längere Laufzeiten werden etwas günstiger. Ich bin gespannt wie schnell die Monatsbeiträge sinken werden, denn ich glaube nicht daran, dass Bewerber für den Dienst in der Höhe bezahlen werden. Techcrunch findet den Dienst übrigens sehr innovativ, sagt aber auch, dass es sich erst beweisen müsste. Ich finde es schon witzig, dass man von den Bewerbern immer detailiertere Angaben aufbereitet. Dagegen stehen dann die offenen Job Beschreibungen der Unternehmen mit den üblichen, schmalen Angaben, die sich ewig gleichen.
Urgent Career ist seit einem Jahr auf dem Markt und hat das wohl im Moment ungewöhnlichste System. Die auf Vertriebsmitarbeiter spezialisierte Jobbörse, kann man sich wohl eher als verlängerten Arm einer Personalberatung vorstellen. Unternehmen zahlen an Urgent Career eine Vermittlungsgebühr bei erfolgter Einstellung.

Allerdings ist es der Weg für die Bewerber, der etwas, sagen wir mal ungewöhnlich ist. Das Matching läuft hier über ein automatisiertes Telefongespräch ab. Der Bewerber ruft also einen Automaten an und wird durch eine Konversation geführt. Dabei macht er Angaben über sich. Daraus läuft per Algorithmus das automatisierte Matching. Ich stell mir das ganz lustig vor, wenn der Automat mal was anderes versteht und dem Bewerber es wie bei einer Kundenhotline ergeht.
Hinter der neuen Matchingtechnologie dürfte sich allerdings eine Sprachsoftware und eine darüber laufende Volltextsuche verstecken. Auf jeden Fall begeistert es die Investoren, die alle auf der Suche nach Neuem im dümpelnden Jobbörsen Markt sind. Kann man doch funktionierende Tools später für teuer Geld an die großen old Jobboards verkaufen. (via Cheezhead)





























August 24th, 2009 at 10:15
Tolle Recherche mal wieder :-) Also ich denke, dass ein Experteer Modell, wie oben dargestellt auch in den USA funktionieren kann, da es ja auch in UK wohl sehr gut läuft.
Urgentcareer erinnert ein wenig an “flirtruf” das ist eine Partner Börse hier aus Bayern, die per Radio und dann auch Automaten abläuft und die grossen Zulauf hat. Der Mensch ist halt für Audio Signale doch sehr gut aufnahmefähig :-)
Schöne Woche noch
Thomas