Die Bundesagentur für Arbeit wappnet sich für den Ansturm der Arbeitslosen, die erwartet werden. Meine Prognose lautet ja, dass man ab September bzw. Oktober die Arbeitsämter stürmt. Die Bundesagentur für Arbeit sieht es wohl auch so. Jedenfalls sucht man alleine für dieses Jahr 5000 Mitarbeiter und für 2010 sind ebenfalls Einstellungen eingeplant.
Ja wo sind sie denn?
5000 neue Mitarbeiter. Das ist eine Menge. Ich habe mich gefragt welche Anforderungen wohl gestellt werden und wie die Ausschreibungen aussehen. Flux auf die neue Website der Arbeitsagentur und dort in die Stellenbörse.
Aber was musste ich feststellen? Immer noch nicht kann man nach Arbeitgebern, also Firmennamen suchen. Ein bißchen mit Volltextsuche gespielt, aber kein Ergebnis. Na, wenn alle Radio- und Nachrichtensender darüber berichten, muss doch ein Verweis auf die offenen Stellen auf der Presseseite stehen - wenigstens dort muss doch ein Hinweis, ein Link zu finden sein. Aber wie der feine Spanier sagt: Nada.
So blöd, dass es wieder lustig ist
Wer mir das Folgende nicht glaubt, dem verzeihe ich gerne. Weil es tatsächlich unglaublich klingt. Also, ich rufe die Pressestelle der Agentur für Arbeit in Nürnberg an. Hier eine Zusammenfassung unseres Gesprächs:
Ich: Guten Tag Frau XXX, Thorsten zur Jacobsmühlen von blogaboutjob. Ich würde gerne über die 5000 offenen Stellen in der BA sprechen, für die Ihre Behörde nun geeignete Bewerber sucht.
Pressestelle: Guten Tag Herr zur Jacobsmühlen. Gerne, was wollen Sie denn wissen?
Ich: Wenn ich darüber schreibe, fragt sich doch jeder, wo man die Stellen findet. Das habe ich mich auch gefragt. Nun habe ich in Ihrer Stellenbörse geschaut aber feststellen müssen, dass ich da nicht nach dem Arbeitgeber suchen kann. Wie kann ich denn da Ihre Stellen finden?
Pressestelle: Das man nicht nach Arbeitgebern suchen kann, hat ja seinen Sinn. Die wollen ja nicht, dass sich da jeder bewirbt. Da würden die Leute ja nur nach den Firmen suchen wo sie gerne arbeiten wollen.
Ich: Lachend: Das ist wirklich interessant. Wie sollen denn dann die Leute die Jobs finden? Ich meine, alle Welt berichtet darüber. Was wird wohl passieren? Die Leute die Interesse haben, würden halt gerne wissen wo man die Jobs findet und sich vielleicht auch bewerben.
Pressestelle: Das ist ja das Problem, dann würden sich zu viele Unqualifizierte bewerben.
Ich: Das Problem haben alle Firmen die eine Stellenausschreibung tätigen. Das nennt man Bewerberauswahl und macht durchaus Sinn. Wie wollen Sie denn dann die Bewerber für die Stellen finden?
Pressestelle: Wir suchen selbst die Passenden. Es werden ja auch verschiedene Qualifikationen benötigt. Da passt halt nicht jeder.
Ich denke die letzte Aussage bezieht sich auf die hauseigene Datenbank. Ich würde mich wirklich tot lachen, wenn es nicht so unglaublich traurig wäre. Die Bundesagentur für Arbeit rührt in allen Medien die Werbetrommel für 5000 Jobs und da gibt es keine Suchfunktion nach Arbeitgeber in der Stellenbörse, keine extra Website für diese Aktion oder wenigstens ein paar Qualifikationsprofile und Bewerbungsmöglichkeit die per Pressemitteilung raus geht. Die Jobs sind schlichtweg nicht zu finden! Dazu noch diese unfassbaren Begründungen. Wer bitteschön hat diese unglaublich dumme Aktion zu verantworten?






























August 27th, 2009 at 14:34
Das sind dieselben Leute, die mich 1998 gezwungen haben, mich 3 Tage vor dem Beginn der von ihnen genehmigten Weiterbildung in Vollzeit zum Maschinenbautechniker, bei einem Arbeitgeber wegen eines Jobs vorzustellen.
Ich war dafür über 5h unterwegs und der Personaler hat mich angeschaut, als ob er mich einweisen lassen wollte, als ich ihm sagte, daß ich nur aus formalen Gründen vorstellig geworden sei.
Aber wenn ich mich geweigert hätte, wollten die Leute von der Arge mir die Unterstützung für die Weiterbildung streichen….
August 27th, 2009 at 15:30
…spaetestens nach diesem prima Artikel ueber die skurrile Bundesagentur fuer Arbeit weiss jetzt jeder, wo Nuernberg liegt: die Hauptstadt von Absurdistan.
Mai 1st, 2010 at 00:22
Hallo Thorsten,
die Suchfunktion gibt es schon, doch den Zugang dazu erhalten außerhalb der Agentur nur private Arbeitsvermittler.
Mai 20th, 2010 at 18:01
“Schreibe Deine Meinung”
Sind die noch eine Meinung wert? Dann folgendes.
Verträge sind einzuhalten - selbst im Befinden sittenwidriger Aufgabenzuweisungen.
Vom Arbeitsamt missbraucht. Dann von meiner hiesigen SPD verraten. Mit der Prozedur einer Arbeitsgruppe des rechtschaffenen Deutschen Parlamentes die mir aufgelasteten zum Eingriff verpflichtenden staatlichen Daueraufgaben in eine Ausnahme zur Regel des Funktionsvorbehaltes definiert und mich damit wohl zum Besten gehalten, weil es zur Gewährleistung innerer Sicherheit und zur Kosteneinsparung im Staat so viel günstiger kommt und man keine Fürsorge und Verantwortung zu pflegen hat. Und zur Krönung dieser Zote, muss man sich (nach Drs. 13/5498 des DB) in diesem Verhältnis auch noch als “Prüfbeamter” betiteln lassen.
Hat mich mein Arbeitgeber Arbeitsamt (hier als Verfolgungsbehörde) für eingriffsbefugte Aufgaben zur Bekämpfung illegaler Ausländerbeschäftigung selbst sitten- und grundrechtswidrig beschäftigt? Denn über die Anforderungen und Aufgaben der Verfolgung von Straftaten wurde ich bei Vertragsabschluss nicht unterrichtet bzw. wurden mir diese nicht offenbart.
Das/die Arbeitsamt/-agentur soll Maßnahmen durchführen um einen hohen Beschäftigungsstand zu erzielen, Strukturen verbessern um Arbeitslosigkeit zu senken, legale sozialversicherungspflichtige Arbeit vermitteln und durch Eingliederung in Arbeit Hilfebedürftigkeit beenden, um so mit Sozialleistungen Maß zu halten und das Steueraufkommen zu entlasten.
Für diese Aufgaben stellt mich das Arbeitsamt aushilfsweise 2 Jahre b e f r i s t e t ein, überträgt mir im privaten Rechtsverhältnis ohne meine Zustimmung Befugnisse aus der Eingriffsverwaltung des öffentlichen Rechts (im Konnex OWIG/Strafgesetz) und schickt mich zu Arbeitgebern die illegal Ausländer für sich arbeiten lassen und diese möglichst noch an andere Subunternehmer weiter verleihen, um dem Staat Sozialabgaben und Steuern zu hinterziehen.
Von den verbalen und versuchten tätlichen Angriffen, denen ich mich bei Kontrollmaßnahmen auf Baustellen, in Gaststätten, etc. auszusetzen hatte mal abgesehen, freuen sich die vielen betroffenen und von mir auch ohne Verdacht zu prüfenden Arbeitgeber natürlich nicht über mein unangekündigtes Erscheinen und meine präventiven und repressiven Kontrollaufgaben in ihren Betriebsbereichen.
Nach Ende meiner Befristungen und den von mir korrekt ausgeführten Diensten für das Arbeitsamt, bekomme ich diese Aufgaben der Verfolgung illegaler Ausländerbeschäftigung durch Einzel- und Gruppenermittlungen als wohlwollende Förderung meines weiteren beruflichen Weges schriftlich bestätigt. Nun darf, will und muss ich mich ebenfalls bei den von mir geprüften und angezeigten Arbeitgebern neu um Jobs bewerben, um meinen Lebensunterhalt weiter verdienen zu können und mein persönliches Fortkommen zu realisieren. Verständlicherweise stellt mich jetzt kein Arbeitgeber mehr ein und behält mich, mein Gesicht und meine vom Arbeitsamt für zukünftige Bewerbungsinitiativen bestätigten Ermittlungsaktionen gegen Arbeitgeber in missfälliger Erinnerung.
Durch diesen Missbrauch des Arbeitsamtes für teils unbegleitete leitende Betriebsprüfungen bin ich jetzt auf Dauer arbeitslos geworden und belaste so nun meinerseits zwanghaft auch wieder die Sozialkassen und Steuerzahler, für deren Entlastung ich doch einst vom Arbeitsamt eingesetzt und mit dieser staatlichen Daueraufgabe beauftragt bzw. ausgestattet wurde.
Also Aufgaben und Befugnisse wie etwa: Für eine mittelbare Staatsdienststelle/Bundesverwaltung u.a.
Vorinformationen über Wirtschaftsstraftaten zwecks öffentlicher Anklage zur Strafverhängung, aushilfsweise auf privatrechtlicher Grundlage, befristet zu beschaffen und zu sichern.
Wer hat hier diese Einschränkung verfassungsmäßiger Grundrechte zu verantworten?
Warum um Gottes Willen müssen solche eingriffsbedingte Aufgaben der Ermittlung unternehmerischer Straftaten von in privatrechtlich befristeten Verhältnissen stehenden Aushilfsangestellten durchgeführt werden, die nach ihrer Befristung auf diesen Arbeitsmarkt wieder angewiesen sind?
Eine widersinnige schmutzige Abfolge der Ausübung staatlicher Gewalt in XL-Strukturen. Und übrigens, vergangene Jahre über dieses Problem können nicht heilen, erhärten indes diese deliktbehaftete Situation.
Viele Grüße
JoBe Kraus E-Mail: aob@1email.eu