Das Dimap-Institut hatte ja erst kürzlich eine, von der Bundesregierung in Auftrag gegebene, Studie veröffentlicht. Demnach gaben 28% der befragten Unternehmen an, Bewerberinformationen im Web zu suchen. 36% dieser Gruppe macht dies mit Hilfe von Social Networks. Alter Kaffee, steht ja überall.
Vielleicht aber eine Studie die noch nicht jeder kennt, hat CareerBuilder in den USA durchgeführt. Über 2600 HR Manager wurden befragt, ob und wie sie Bewerber im Web screenen. Herausgekommen ist:
- 45% gaben an, in Social Networks Kandidaten zu überprüfen
- 29% nutzen dafür Facebook
- 26% LinkedIn
- 21% MySpace
- 11% suchen in Blogs nach Spuren von Kandidaten
- 7% folgen den Accounts der Bewerber auf Twitter
Folgende Gründe warum gesucht wird, gaben die HR Manager an:
- 53% wegen kompromittierenden Fotos und Informationen
- 44% im Bezug auf Alkohol und Drogenkonsum
- 35% um festzustellen, ob der Bewerber über den ehemaligen Arbeitgeber negatives berichtet.
- 29% zur Überprüfung der Kommunikationsfähigkeiten
- 26% wegen diskriminierenden Aussagen
- 24% ob Bewerber falsche Qualifikationen angeben
- 20% wollen wissen, ob Kandidaten vertrauliche Informationen ihrer ehemaligen Arbeitgeber schon einmal weitergaben
- 14% schauen, ob sich Kandidaten gerne mittels Smiley´s mitteilen, was wohl nicht ankommt
Jetzt einmal etwas Positives. Die häufigsten Gründe warum nach solch einem Screening zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird:
- 50% wenn die Profile ein gutes Gefühl vermittelten über deren Person und die passenden Qualifikationen
- 39% falls die in der Bewerbung gemachten Angaben über Qualifikationen durch die Profile bestätigt wurden
- 38% wenn der Bewerber Kreativität beweist
- 35% mögen es, wenn der Kandidat gute Kommunikationseigenschaften im Web beweist
- 33% finden Vielseitigkeit, also den Allrounder interessant
- 19% schauen auf Referenzen, die andere User über den Kandidaten posten
- 15% stehen auf Auszeichnungen, die ein Kandidat vorweisen kann






























September 7th, 2009 at 14:18
ok, aber bei ein paar hundert tausend Kunden von Careerbuilder in den USA ist das leider nicht allzu valide und Myspace in Deutschland ist auch nicht der Treffpunkt der Bewerber :-) Werden mal schauen, wo hier die Reise hingeht!