Ernst & Young haben für eine Umfrage rund 5000 Studenten befragt. Wissen wollte man, was den Nachwuchs denn in die Unternehmen lockt. Obwohl die Zukunftsaussichten für Akademiker mehr als rosig sind, haben die meisten als wichtigsten Punkt den sicheren Job genannt. Das die Berufswahl maßgeblich vom derzeitigen Arbeitsmarkt abhängt, war mir jetzt nicht neu.
Das an zweiter Stelle die Work/Life Balance steht, zeigt wieder einmal mehr, dass Unternehmen sich mit der Neustrukturierung von Arbeitsplätzen beschäftigen sollten um Fachkräfte zu bekommen und zu binden. Was ein wenig dagegen steht ist der Wunsch vieler, dass das Unternehmen auch über ein angenehmes kollegiales Umfeld und flachen Hirachien verfügt. Den Befragten war angeblich Gehalt und Karriere ebenso wie der Markterfolg, die Reputation und die Innovationsleistungen ihres künftigen Arbeitgebers nicht so wichtig.
Einige der Ideale dürften sehr schnell über Bord geworfen werden, wenn das Arbeitsleben anfängt. Dann wird Geld und Karriere meist doch etwas wichtiger als man meinte. Und siehe da, in der Mitteilung findet sich dann noch der Satz:
Im Durchschnitt erwarten die Studenten ein Einstiegsgehalt von etwas weniger als 37.000 Euro. Dabei liegt die Spannweite zwischen knapp 34.000 Euro bei den Lehramtsanwärtern und fast 41.000 Euro bei den Ingenieuren und Informatikern. Für dieses Geld sind die angehenden Akademiker dann aber bereit, Leistung zu bringen.
Darunter sitzt man also lieber seine Zeit ab und nimmt sich noch etwas vom Kuchen Freizeit oder was? Von wegen Kohle ist nicht wichtig. Unter uns, für mich hört sich das ein wenig nach Wunschkonzert an.Keine Frage, dass die Unternehmen mehr tun müssen, aber Geld ohne Arbeit, um es mal krass auszudrücken, geht nun mal auch nicht. Bestätigt aber so einige Eindrücke, die ich persönlich auf der Bonding Messe, in Gesprächen mit Absolventen sammeln konnte.





























September 8th, 2008 at 19:39
..und natürlich nette Kolleginnen :-) morgen wird ja auch einiges zu sehen sein, morgen auf der Messe in Köln.
Dort trifft sich die ja die ganze Szene! Eine super Gehalts Studie gibt es unter http://www.alma-mater.de! Gut zu wissen, wenn man verhandelt, damit man nicht “aus der reihe tanzt” mit seinen Vorstellungen!
Juni 12th, 2009 at 14:15
1) Bin selbst noch relativ frisch Absolvent und ebenfalls “scharf” auf Festanstellung und nette Kollegen (beides gefunden).
2) Welche Art von Unternehmen das ist, war mir allerdings sehr wichtig. Es musste etwas sein, dass ich für sinnvoll halte – ein Unternehmen, das etwas “tut” das ich mit großem Eigenkapital ebenfalls tun würde. (Auch gefunden.)
3) Viele (70-80%) meiner Mitabsolventen sind einfach nur auf Geld aus, können aber eigentlich nichts, was für sich von Geldwert ist (wie das nach geisteswissenschaftlichen Studien oft der Fall ist). Praktika etc. müssen sein – das sind Ausbildungsstellen und keine kapitalistischen Knochenmühlen (wie AStA etc. das zu nennen pflegen). Am meisten auf den Keks ging und geht mir, dass so viele Studis meinen, sie seien Genies, denen man allein aufgrund eines Studienabschlusses das Geld nur so hinterherwerfen würde. “Das ist unter meiner Würde” sagen sie dann zu gut bezahlten Einstiegsjobs und warten lieber weiter darauf, dass man ihnen für ihren 3,0 Germanistik-Magister den Vorstandsposten eines großen Verlages anbietet. Hört auf zu träumen und fangt an zu arbeiten! ;)