Die Society of Corporate Compliance and Ethics und die Health Care Compliance Association besitzen nicht nur einen ziemlich langen Namen, sondern auch eine neue Umfrage zum Thema Umgang der Unternehmen mit den Social Networks.
Ob die Unternehmen Richtlinien zur Nutzung von Twitter, Facebook, LinkedIn & Co für ihre Mitarbeiter besitzen, wurde folgendermaßen beantwortet:
- 50% haben keine Policy
- 34% haben ungefähre Anweisungen für die berufliche und private Nutzung
- 10% haben extra eine Richtlinie für die Nutzung der Social Networks
Wie es denn mit der Überwachung steht im Bezug auf das, was die Mitarbeiter in den Networks so schreiben, ist recht interessant.
- 2% lassen dies durch eine Ethik Abteilung kontrollieren
- 23% lassen durch die Sicherheitsabteilung kontrollieren
- 32% handeln nur wenn etwas bekannt wird
- 21% überwachen es nicht
- 14% haben keine Ahnung ob überwacht wird
- 8% haben eine lockere Überwachung
Die Frage ob der Arbeitgeber schon einmal einen Arbeitnehmer wegen einer Äußerung bzw. seines Handelns auf Twitter, Facebook oder LinkedIn ermahnt hätte, wurde so beantwortet:
- 24% mit Ja
- 39% mit Nein
- 37% wussten es nicht
Für diese Erhebung wurden im August 2009, Compliance undEthics Professionals aus amerikanischen Unternehmen befragt. 798 haben daran teilgenommen. Wer die Umfrage in englisch lesen möchte, kann diese hier anfordern. Mich würde interessieren wie solch eine Umfrage in Deutschland aussehen würde.
Praktisches Beispiel
Übrigens, passend dazu ist jetzt die Social Media Guideline der Washington Post publik geworden. Im Vorfeld gab es dazu sogar eine kleine Story. Raju Narisetti ist einer der wichtigen Redakteure der WaPo. In seinem privaten Twitter Account hat er seine persönliche Meinung zum Sturz (im Sinne von Hinfallen) des ältesten, amtierenden Senators der USA, Sen. Robert Byrd, abgegeben. Näheres dazu hier.
Narisetti twitterte seinen 90 Followern:
Wie wäre es mit einer begrenzten Amtszeit. Oder einem Rentenalter. Oder wenn die Vernunft die Oberhand gewinnen würde?
Das fanden die Herausgeber wohl zu politisch. Nun haben sich die Journalisten der Washington Post, einer Guideline zur beruflichen und privaten Nutzung zu unterwerfen. Neben nützlichen Richtlinien was die Integrität angeht, ist so manches aber diskutabel. Einer der fragwürdigen Sätze:
All Washington Post journalists relinquish some of the personal privileges of private citizens.
Narisetti hat übrigens seinen privaten Twitter-Account wieder gelöscht. Andere spekulieren, dass man als WaPo Journalist wohl außer Kochrezepten nichts mehr an Infos austauschen darf. Die ganze Story kann man hier verfolgen.






























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