Die Krise hat auch die Jobsuche verändert. Suchwörter wie Jobbörse haben Hochkonjunktur. Gleichzeitig ist im gleichen Zeitraum die Zahl an einzelnen Besuchern auf einigen Jobbörsen rückläufig. Vor allem scheint die Arbeitsagentur hiervon betroffen zu sein.
Widersprüchliche Aussagen
Laut einem Artikel in der OTZ (Ostthüringer Zeitung) ist die Jobbörse der Arbeitsagentur mit 3,8 Millionen hinterlegten Profilen der Marktführer im Internet. Kein Wunder, nimmt doch der Berater der Arbeitsagentur diese Arbeit des Einstellens auf Wunsch ab. Interessant ist aber, dass der Sprechesprecher der Arbeitsagentur in Gera sich auf die Bitkom Studie beruft:
…Studie des Branchenverbandes Bitkom haben die Jobbörsen im Internet im 3. Quartal 2009 23 Millionen Besuche registriert – 28 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Richtig ist, dass die Arbeitsagentur wesentlich mehr Zugriffe als die kommerziellen Jobbörsen verzeichnen kann. Allerdings zeigt Google Trends auch auf, dass die Unique Visitors während der Krise weniger wurden.
Den Rückgängen bei den Besuchern steht die Zunahme oder Stagnation von von relevanten Keywords entgegen, wie:

“Es ist jetzt für alle einfach”
Die SERPS (Search Engine Result Pages) beim Suchwort Jobbörse zeigen, dass die Arbeitsagentur auf Platz 1 liegt. Ursache und Wirkung lassen für mich den Schluss zu, dass die Suchenden den Platz 1, also die Arbeitsagentur schon kennen und eben genau dort nicht hin wollen. Profitieren dürften davon in gewisser Weise die kommerziellen Stellenbörsen. Die sind ebenfalls auf der ersten Ergebnisseite bei Google zu finden.
Wie in dem Artikel der OTZ zu lesen ist, ist man bei der Arbeitsagentur stolz die Jobbörse für noch stolzere 15 Millionen Euro “saniert” zu haben und es nun für alle einfach sein soll. So wie es aussieht teilen die Nutzer diese Meinung nicht.





























Dezember 5th, 2009 at 02:24
Hi Thorsten,
hatte meinen Post wohl ausversehen dem falschen Artikel angehangen.
Zwei Anmerkungen nun zu deinem BA Beitrag:
1. Obwohl die Überholung der BA Jobbörse auf jedenfall die Usability und vorallen die Zugänglichkeit zu Stellenangeboten verbessert hat, kann eine Jobsuche auf der neuen Seite sehr frustrierend sein. Als Nutzer muss man sich erst durch alle Jobangebote klicken bevor man wieder zur Suchergebnisliste zurück kommt was ich schon ewig nicht mehr auf irgend einer Stellenbörse oder Metasuchmaschine gesehen habe. Normalerweise kommt man in einem Klick wieder auf die Suchergebnisseite zurück.
2. Ich glaube, der Rückgang der Unique Visitor Numbers für die BA ist damit zu erklären, dass kaum BA Links in Suchmaschinenergebnissen auftauchen für relevante Jobsuchen. Zum Beispiel, wenn ich nach Verkauf Jobs suche finde ich nicht einen Link zur BA. Genau das Gleiche Problem tritt auf bei vielen anderen spezifischen Jobsuchen. Die einzigen Links von der BA für spezifische Jobtitel, Jobkategorien tauchen lediglich in den Google Ads auf.
Grüße,
Caroline
Januar 22nd, 2010 at 15:02
Mit ihrem zweiten Punkt hat caroline völlig Recht – die Webseite der BA ist für sehr viele relevante keywords nicht besonders gut für Suchmaschinen optimiert.