Monster launcht die neue semantische Suche namens Monster DNA. Die Integration der Suchtechnologie des gekauften Unternehmens Trovix, hat damit rund ein Jahr gedauert. Zeit sich das mal anzuschauen, denn die Mutter in den USA hofft auf den großen Vorsprung und das big Business durch die semantische Suche.
Viel Geld für die Suche
72,5 Millionen Dollar - inoffiziell bis zu 100 Millionen - hat der Kauf von Trovix gekostet. Da darf man ja mal gespannt sein, was es für das Geld gibt. Ich hatte mich allerdings ordentlich getäuscht, was die Integration angeht. So wartete ich immer darauf, dass die Suche für die Bewerber damit ausgerüstet wird. Ich hätte wissen müssen, dass damit die Stellengesuchedatenbank getunt wird.
Klar, in den USA läuft das Business ein wenig anders. Hier sind die Datenbanken viel stärker im Recruiting gewichtet und werden vom Heer der Headhunter genutzt. Und die warten auf eine Anwendung die es erlaubt, mit ein paar Klicks den absolut passenden Kandidaten zu bekommen. Man kann den Service schon mal kostenlos testen, natürlich ohne die Daten komplett einsehen zu können, bevor man sich entschließt einen 3tägigen Testzugang für 260 Dollar oder 14 Tage für 845 Dollar zu buchen.
Kleiner Test
So weit die Theorie, jetzt ab zur Praxis. Wer wie ich jetzt gehofft hat, endlich ganze Sätze einzugeben, aus denen dann ein Zusammenhang gebildet werden kann, wird enttäuscht werden. Ich habe das Thema, was ich unter Semantik verstehe ja schon hier erklärt. Tatsächlich handelt es sich bei Monster´s DNA lediglich um eine Stichworteingabe. Ich probiere es mal mit einem Ingenieur der mindestens 5 Jahre Berufserfahrung haben sollte in den Bereichen CAD und Schweißtechnik und sich im Bereich Gas auskennt. Natürlich in englisch, da es die Suche noch nicht für die deutsche Datenbank gibt.

Und siehe da, die Treffer sind auf den ersten Blick wirklich hervorragend. Die gefundenen Kandidaten bringen laut der Kurzübersicht die angeforderten Erfahrungen mit. Halt Stopp - nicht ganz. Tatsächlich steht bei den Top Platzierten Bewerbern CAD, aber mit 0,0 Jahren Erfahrung. Da ist wohl noch ein dicker Bug drin. Die Treffer danach sind aber wirklich hervorragend. Zumal die Ergebnisliste ohne Probleme die Kernpunkte übersichtlich darstellt. Wie man unten im Bild sieht, alle gesuchten Attribute werden mit der Zeit aufgelistet, die der Kandidat als Erfahrung vorzuweisen hat. Bequem! (Zum Vergrößern anklicken)

Zusätzlich kann man die Suche noch verfeinern. In den USA ist es oft so, dass angestellte Headhunter nur ein Gebiet zugewiesen bekommen, wo sie auf die “Kopfjagd” gehen. Denen wird die Umkreis, bzw. Gebietssuche angeboten. Ansonsten kann man nach Kriterien wie Schule (gezielte Namenseingabe) Ausbildung, Firmenname, Anstellungsart usw. noch matchen. Wer es selber mal ausprobieren möchte, kann hier klicken.
Fazit
Sagen wir mal ein erstes Fazit, da ich nicht so viel Zeit hatte zum Testen und auch keine freie Testversion mit echten CV´s zur Verfügung steht. Die Treffer sind wirklich gut. Mir gefällt, dass die Trefferliste alle relevanten Kerndaten zeigt. Somit entfällt zeitraubendes Vorselektieren. Wie ich gelesen habe, werden bei der Suche nach einem CFO der Berufserfahrung im Billing haben sollte, keine Buchhalter aufgelistet.
Die Prioritäten sind da wohl im Thesaurus in einer Art Berufsmatrix hinterlegt. Wer also einen VP Sales sucht, belommt keinen Account Manager präsentiert, auch wenn beide über die gleiche Verkaufserfahrung verfügen. Wie gesagt, hatte ich mir unter dem Thema semantische Suche etwas anderes vorgestellt. Ich finde die Suchqualität aber besser als alles was ich im Bereich Bewerbersuche bis jetzt gesehen habe. Andere wiederum finden es den großen Wurf.
Was in den USA ein wirklicher Erfolg werden kann, dürfte sich auf dem europäischen Festland allerdings recht schleppend verkaufen. Hier läuft das Recruiting Business eben anders. Nicht Datenbank getrieben. Dazu kommt, dass die Networks eine zunehmende Rolle bei der Suche nach Kandidaten spielen werden. In den USA, aber auch hierzulande.
Das die Suche auch in Deutschland eingeführt wird, aber dies noch dauern kann, zeigt, dass man einen passenden Mitarbeiter sucht, der dies umsetzt.






























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3 Trackback für diesen Artikel
November 24th, 2009 at 12:59
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von T. zur Jacobsmühlen, T. zur Jacobsmühlen erwähnt. T. zur Jacobsmühlen sagte: Jobbörse Monster führt neue, semantische Suche ein. Ein erster Test. Ist es wirklich der große Wurd? http://bit.ly/6aBeKK #li #recruiting [...]
November 26th, 2009 at 20:46
[...] Des Monster´s neue semantische Suche Thorsten wagt den Test, und prüft die neue Monster Suche auf Herz und Nieren. Immerhin soll die neue Suchtechnologie ja 72,5 Millionen Dollar gekostet haben - da kann man schon mal genauer hinschauen… [...]
Januar 22nd, 2010 at 20:29
[...] der Tat ist sie eine der besten Matching-Technologien im Recruiting-Bereich, die wir kennen (auch Thorsten zur Jacobsmühlen fand die Ergebnisqualität nicht schlecht). Das sagt aber mehr über den Markt als über Monster [...]
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