Da bringt Twitter nun Frankreich zum twitschen und alle Welt spricht vom Börsengang und dann so etwas. Ein Rauschen geht durch den medialen Blätterwald, seit Nielsen seine gemessenen Twitterzugriffe veröffentlichte. Demnach liegen die Besucherzahlen des Oktobers um 22,1 Prozent unter denen des Vormonats. Spiegel und n-tv fragen sich, ob der Hype vorbei ist. Nein, nur die Nutzung hat sich geändert.
Die verminderten Zugriffe auf twitter.com, sind meines Erachtens schlicht dem geänderten Nutzerverhalten geschuldet. Immer mehr User nutzen Apps um von ihrem Smartphone zu twittern. Fremde Dienste die das Einstellen von Tweets auch parallel auf anderen Angeboten wie Facebook zulassen und dabei noch wesentlich bessere Funktionen bieten, werden immer stärker genutzt. Das sieht man nicht nur in der eigenen Timeline, sondern lässt sich doch ganz simpel nachvollziehen.
Viele Tweets enthalten Links. Und dafür werden natürlich URL Shortener genutzt. Also Dienste, die aus einer langen URL eine kurze machen. Bei Multifunktionsanwendungen wie Tweetdeck funktioniert dies automtisch. Hier wird der wohl meist genutzte Shortener bit.ly genutzt. Twitter selbst arbeitet auch mit dem Dienst, und bietet es auch standartmäßig in der Android App für Smartphones an. Wenn ich mir die Entwicklung von bit.ly nun in Google Trends anschaue, ziehe ich den Rückschluß, dass die Nutzung von Twitter sogar weiter zugenommen hat.

Interessanter finde ich nicht die Frage wie sich Twitter entwickelt, sondern wie sich das Microblogging weiter etablieren wird. Twitter selbst hat die Monetarisierung bis heute schlicht verschlafen, während andere wie Facebook, von den integrierten Tweets auch indirekt finanziell profitieren dürfte, da man Werbung auf dieser Plattform verkauft. Tatsächlich sehe ich Twitter als First Mover aber nicht als allein seeligmachend. Wahrscheinlicher ist die Etablierung der Kurznachrichten in allen möglichen Diensten. Mit Content gefüttert, den man da eingibt wo es einem gerade passt. Oder interessiert es heute noch jemanden, mit welchem Telefonanbieter man telefoniert. Wohl kaum.





























November 25th, 2009 at 14:50
Danke für Deine Beratung Thorsten, sehr nett! Werde mal gerne die Autorenseite mal durchschauen…
November 25th, 2009 at 20:55
Toller Artikel von @jacobsmuehlen über #Twitter :-) Denke es werden bald die company accounts kommen und bei einem Preis in Höhe von 100 – 1000 € pro Jahr lohnt sich das schnell für twitter!
Was denkt Ihr wieviel Firmen auf twitter sind und das als marketing Plattform nutzen? Mit Sicherheit zwischen 500.000 und einer Million – weltweit! Von jedem 100 € im Jahr wäre dann schon ganz schön Umsatz und auf twitter verzichten will und wird auch keiner. Da der Kanal einfach und leicht zu bedienen ist und auch für suchmaschinen relevant!
Just my 5 cents!
November 25th, 2009 at 21:08
Hallo Thorsten,
zuerst einmal ein Lob, ein guter Artikel. Ich stimme dir dem Punkt bzw. den Grund für die sinkenden Besucherzahlen zu. Ich persönliche nutze zum Twittern selber eine App, sowohl auf dem iPhone als auch am Computer. Diese Apps bieten mir viel mehr Möglichkeiten als das Interface von Twitter.com.
Ich denke dieses Web-Interface hat sich in den letzten Monaten gut entwickelt, jedoch kann es mit den Apps nicht mithalten. Ich denke in Zukunft werden die Besucherzahlen weiter sinken und die Leute werden weiterhin mehr Apps nutzen.
Hierbei muss sich Twitter etwas einfallen lassen, Werbung auf der twitter.com Domain wird nicht viel bringen. Dort sinken die Besucherzahlen. Ich bin sehr gespannt wie Twitter das Problem der Monetarisierung lösen möchte. Twitter wächst schnell und stark, jedoch bringt dies alles nichts wenn das Unternehmen am Ende kein Gewinn macht.
Grüße,
Justin
November 25th, 2009 at 21:10
heißt natürlich “in dem Punkt” :-)
November 26th, 2009 at 13:01
Moment … ist das nicht so das sich Twitter die Live-Integration in Bing und Google teuer vergüten lässt?
Was mich mal interessieren würde wäre eine Statistik über API-Requests, da könnte man viel mehr rauslesen als aus der Website-Statistik.
Lg
November 26th, 2009 at 13:32
Offiziell werden keinerlei Zahlen genannt. Anzunehmen ist jedoch, das Twitter an Werbeeinnahmen beteiligt wird. So geht jedenfalls das Gerücht. Ja, eine API Statistik wäre etwas feines um zu erfahren wie viele Requests im Monat/Tag so anfallen. Da hätte man was valides.