Gestern haben wir ja via Twitter- und Webcam-Livestream vom 8.Symposium zur Studie “Recruiting Trends 2010″ berichtet. Heute nun eine kleine Zusammenfassung der Veranstaltung, die im Palais des Frankfurter Zoos stattfand.
Das Symposium wurde durch die Moderatorin Kerstin Graf eröffnet und begleitet. Danach hielt der Geschäftsführer von Monster, Marco Bertoli eine Ansprache, bevor Cüneyt Özcan von der E.ON AG an der Reihe war, der die Bemühungen und Erfolge im internationalen Employer Branding des Energiekonzerns, vorstellte.

Erst dann, stellte Prof. Dr. Tim Weitzel von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, die Ergebnisse der Studie “Recruiting Trends 2010″ vor. Befragt wurden in der empirischen Studie die Top 1000 Unternehmen und 300 Unternehmen aus den Branchen Automotive, Finanzdienstleistung und IT. Demnach wird trotz der Krise damit gerechnet, dass die Unternehmen zum Jahresende 2010 über mehr Mitarbeiter verfügen werden, als 12 Monate zuvor. Das spiegelt sich natürlich auch in den offenen Vakanzen wider:

Die Studie beschäftigt sich unter anderem auch mit der Frage, wo denn in der Vergangenheit die offenen Vakanzen ausgeschrieben wurden und wo die Unternehmen dies in 2010 machen werden. Demnach ist die Verteilung in den letzten 6 Jahren recht eindeutig. Nach der eigenen Website sind es die Online Stellenbörsen gewesen. Erst dann kamen die Printmedien und als Schlusslicht die Arbeitsagentur.

Was die Einstellungen angeht, so sind die meisten über das Internet erfolgt. Die Aussage ist natürlich jetzt etwas seltsam. Wird zuerst zwischen Unternehmenswebsite und Stellenbörse aufgeteilt, heißt es jetzt schlicht Web. Allerdings ist dies dadurch zu erklären, dass die Unternehmen gar nicht wissen, ob der Bewerber von der Unternehmenswebsite nicht doch von der Stellenbörse kommt. Das ist allerdings anzunehmen, da die meisten Seiten ihren Traffic, nur oder zum größten Teil, über die Stellenbörsen erhalten. Als Grafik sieht das Ergebnis so aus:

Außerdem fragte man die Unternehmen, welche Social Media Dienste und Suchmaschinen man für das Recruiting nutzt. Wie man sieht, können sich die meisten Personaler nur mit Netzwerken so richtig anfreunden. Kein Wunder, kennt man die Suche nach passenden Kandidaten doch aus den Datenbanken der Stellenbörsen. Wie man das in Diensten wie Facebook und Twitter macht, ist vielen noch unbekannt.

Wer die komplette Studie (56 Seiten) haben möchte, kann diese per EMail bei Anke Wiesner (studien@monster.de), von Monster, anfordern.
Dann kamen sie Social Mediasten
Nach der Pause, eröffnete Robindro Ullah (@DBKarriere) von der Deutschen Bahn, dem Publikum seine Erfolgsstory, die das Unternehmen auf Twitter schreibt, um Absolventen zu gewinnen. Genialer Vortrag. Robin ist anzumerken, wie begeistert er von seinem Job ist. Als Robin das Wort Hashtag in den Mund nahm, konnte man sehen, das das Publikum mit den Standartbegriffen aus der Social Media Welt, noch nichts anfangen konnte. Trotzdem, ich denke er konnte einige Zuhörer von der Wichtigkeit zur Nutzung von Twitter, überzeugen.

Danach lag es an der charmanten Sabine Hoffman (@actiongirl74), das Publikum über die Veränderungen im Recruiting und Bewerberverhalten durch Social Media aufzuklären. Sie zeigte auch, wie wichtig Monitoring, also die Überwachung der Inhalte im Web über das eigene Unternehmen, im Zeitalter des Mit-mach-web ist. Routiniert, führte die Wienerin durch den Vortrag.
Danach durfte ich mich zur Podiumsdiskussion gesellen, in der man Sabine, Robindro, Till Kästner von Monster, Prof. Dr. Tim Weitzel und eben mir, Fragen zum Thema Social Media stellte.
Interessant ist auch, wenn man auf solchen Veranstaltungen die Menschen trifft, mit denen man bisher nur auf Twitter verbunden war und sich austauschte. So war zum Beispiel Joachim Diercks (@recrutainment), aus Hamburg angereist, der natürlich fleißig twitterte. Hier im Blog und in weiteren, befreundeten Blogs, habe ich dazu einen Livestream laufen lassen. Auch die Journalistin Simone Janson (@SimoneJanson) war da, und twitterte sich die Finger wund. Letztendlich waren es nur die üblichen, neben Monster selbst, die twitterten. Die Personalbranche hat den Sprung in die neue Kommunikationswelt, noch nicht verinnerlicht.






























Dezember 10th, 2009 at 16:49
Schade, dass ich nicht “live” bei Euch dabei sein konnte :-) Tolle Studie, werde ich mir mal anfordern.
Gruss aus München.