Wieso, Weshalb, Warum – Wer sich fragen lässt, der ist nicht dumm

Mo, Dez 14, 2009

Job, Karriere & Recruiting

Was macht man, wenn man nicht weiter weiß? Richtig, man fragt jemanden. Das ist im Web nicht anders, wie im echten Leben. Von vielen nicht wirklich wahrgenommen, sind Ratgeber Communities auf dem Vormarsch. Eine echte Chance für Bewerber und Arbeitgeber.

frage_community2Seit einiger Zeit gibt es im Web Angebote, wo jeder Fragen stellen kann, die die anderen Nutzer beantworten können. Hört sich nicht spannend an, ist es aber. Jeder der Kinder sein Eigen nennen darf, kann ein Lied davon singen. Ab einem gewissen Alter kommt die Fragephase. Wieso sind die Blätter grün, der Himmel blau die Haare der Nachbarin weiß? Fragen sind Wissenstransfer und ein elementarer Bestandteil der Menschen.

Reputation durch kluge Antworten stärken

Zur Nutzung der Dienste meldet man sich an, und wird nach einem Nutzernamen gefragt. Diejenigen die fleißig Blogs, wie diesen hier, Klaus Eck oder Jochen Mai´s Karrierebibel lesen, wissen, dass man sich idealerweise mit seinem Namen anmeldet. Der Grund ist simpel. Wer zukünftig Fragen beantwortet, wird dort mit seinem Namen erscheinen. Und das Schönste: Diese werden von den Suchmaschinen indiziert, also auch gefunden. Wenn also zukünftig ein potentieller Arbeitgeber nach Ihrem Namen googelt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Ihre Antworten gefunden werden.

Die Ratgeber Communities bieten auch noch die Möglichkeit, dass man hinterlegt, für welche Themengebiete man Antworten geben möchte. Über neue Fragen in eben diesen Themengebieten, kann man sich dann bequem per EMail benachrichtigen lassen. So steuert man seine Reputation in den gewünschten Fachgebieten.

Als Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen

Gleiches gilt für Arbeitgeber. Als Nutzernamen kann natürlich der Firmenname genutzt werden, besser jedoch ganz klar herausstellen, dass man auch Jobs bietet und ganz simpel: Einfach eine kleine Microsite basteln, wo man seine Jobs anbietet usw. und diese dann als Namen nutzen. Also zum Beispiel “Mueller-Karriere.de”. Wer interessiert ist, wird das in den Browser eingeben und schon wieder ein Besucher mehr, der auch nioch zur Zielgruppe gehört.

Sucht man z.B. verzweifelt nach Ingenieuren, tut man nicht schlecht daran, mit der Fachabteilung zusammen zu arbeiten. Diese helfen die richtigen Themen auszusuchen, über die man sich benachrichtigen lässt. Auch die Beantwortung muss natürlich durch eigenes Fachpersonal durchgeführt werden. Auf diese Weise hat man gute Chancen auf einfachste Art, ohne großen Aufwand und Kosten, Employer Branding zu betreiben.

Kraft der Fragen

Den Skeptikern unter meinen Lesern sei an dieser Stelle gesagt, dass die Nutzung der Dienste so populär ist, dass man sie gar nicht ignorieren kann. Zur Verdeutlichung, habe ich hier mal die täglichen Besucher von gutefrage.net und wer-weiss-was gegen ein paar Stellenbörsen gestellt. Und ich finde, dass dies auch Freunde von Statistiken zum Nachdenken anregen sollte.

frage_community

Einzug  ins Social Media

Frage und Antwort sind ein Grundgerüst der Kommunikation. Da liegt es doch nahe, dies in Social Media Angebote zu integrieren. Genau dies hat sich wohl auch Ade Olonoh, der Gründer von formspring gedacht. Die sechs Männer und eine Frau aus Indianapolis haben formspring.me auf den Weg gebracht.

Hier kann man sich Fragen stellen lassen. Und zwar nicht von irgendwem, sondern von seinen Kontakten/Freunden aus bestehenden Communities. Möglich machen das die API Schnittstellen der Social Media Dienste. So kann man formspring.me mit Twitter, Facebook, Blogger und Tumblr verbinden und sich Fragen stellen lassen. Die Aufforderung sendet man einfach aus formspring.me heraus.

formspring

Nicht uninteressant ist das Widget, also ein kleines Eingabefeld, um dieses uf der eigenen Website zu integrieren. Macht nicht nur für so manchen Blogger Sinn, sondern kann natürlich auch auf die Karrierewebsite des Unternehmens integriert werden. Ich habe es mal hier in den Artikel eingebunden. Farben und Größe kann man ändern. Wer es ausprobieren möchte, soll sich keinen Zwang antun, mir eine Frage zu stellen.

Nicht vergessen, das läuft in Echtzeit. Das heißt, vorausgesetzt ich sitze am Rechner oder spiele mit dem Smartphone rum und kann Ihre Frage lesen. Vielleicht eine Alternative für das schnöde Kontaktformular auf der Karrierewebsite. Auf jeden Fall hipper.

Wie Twitter

Vielleicht ist es dem einen oder anderem aufgefallen. Mein Formspring.me Account, sieht genauso aus wie mein Twitter Account. Richtig, denn formspring sieht nicht nur genauso aus wie Twitter, sondern wird auch so bedient. Wer also einen Twitter Account besitzt, wird sich sofort zurecht finden. Dann sind es auch nur ein paar Klicks, bis man das gleiche Hintergrundbild wie bei Twitter, sein Foto wie bei Facebook, Twitter, LinkedIn usw. hochgeladen hat und voila, fertig ist wieder ein weiterer Auftritt in der eigenen Corporate Identity.

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- hat 800 Artikel geschrieben auf blogaboutjob Jobs Karriere Recruiting Arbeit.

Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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2 Kommentare dazu:

  1. Sergej Weber sagt dazu:

    Vielen Dank für den informativen Artikel und den Brückenschlag zu Online Reputation Management. Auch ich habe mich vor einigen Tagen bei Formspring.me angemeldet und ein wenig rumprobiert. Für Experten, die auf diesem Wege ihre Reputation steigern möchten, sehe ich großes Potenzial. Doch auch diejenigen, die noch keine trennscharfe Online Reputation haben, können von diesem Dienst profitieren, indem sie zum Beispiel mit interessanten Fragen auf sich aufmerksam machen! Ich bin gespannt, wie sich dieser Anbieter langfristig macht.

  2. Dashmaster sagt dazu:

    Nun, wie sich jemand im Internet gibt, muss nicht zugleich auch in der Realität so sein.
    Zwar mag das Virtuelle Heute Mode sein, denoch denke ich, machen sich viele Arbeitgeber durch Googlen nach dem Bewerber schon meist ein Vorurteil, welches zum schluss garnicht so stimmt.
    Meist kennt man diverse Leute mit denen man schreibt und gibt sich dann meist anders, als man sich anderen Personen gegenüber benimmt.

    Auch wenn es jetzt vielleicht “Altmodisch” klingen mag…
    Ich bin der Meinung, das Soziale Netzwerke überhaupt nichts mit “sozial” zu tun haben, denn früher hat man deine “Sozialen Netzwerke” in der Realität und nicht virtuell gepflegt.

2 Trackback für diesen Artikel

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