Google Deutschland hat nun auch “Vince” eingeführt. Hierbei werden bei den Keywords auch die Markennamen mit einbezogen. Dies hängt aber davon ab, wie die User ihre Suchanfragen eingeben. Marcus hat darüber einen Artikel geschrieben, da ihm aufgefallen ist, dass neuerdings die Arbeitsagentur auf Platz 4 in der Google Suche rankt. Und das beim hart umkämpften Keyword “Jobs”, obwohl für die Seiten der Behörde keine SEO betrieben wird.
Neugierig durch den Artikel von Marcus geworden, habe ich es natürlich auch getestet. Und was sehe ich da? Die Arbeitsagentur ist plötzlich nicht mehr in den Suchergebnissen beim Keyword “Jobs” vertreten. Dafür aber, eine sauber bezahlte Anzeige in den Adwords.

Diese Platzierung kostet so richtig Geld. Jeder einzelne Klick. Und bei dem hart umkämpften Keyword reden wir nicht mehr von Cent´s, sondern Euro pro Klick. An sich kein Thema für eine Unternehmung. Aber macht es Sinn und ist es legitim für die Arbeitsagentur, die Steuergelder in Adwords zu stecken?
Das dürfte für ziemlichen Ärger sorgen. Da reden wir von Staatsverschuldung und gleichzeitig bezahlt die Arbeitsagentur, für Werbeplätze auf Google um mehr Besucher auf ihre Seiten zu bekommen. Das kann es doch nicht sein. Mich würde interessieren, was Frau von der Leyen dazu sagen wird, wenn Sie erfährt, das man Google dafür bezahlt.





























Dezember 22nd, 2009 at 11:05
Hi Thorsten. Habs gerade über unseren Alma Meise Twitter Account erfahren und natürlich gleich selbst mal gegoogelt. Eben stand die Arbeitsagentur nicht auf der 3, sondern auf Position 6, aber immer noch auf der ersten Suchseite.
Ich finde das eine Sauerei. Nicht nur, dass mit Millionen an Steuergeldern und Versicherungsbeiträgen vor einigen Jahren diese umständliche Monstrums-Jobbörse gepusht wurde und etablierten, privaten Anbietern Geschäft weggenommen wurde. Jetzt machen die Herrn und Damen in Nürnberg noch einen auf große SEO. Alma mater würde sich die Keyword-Preise bei “Jobs” niemals leisten.
Wir sollten das im Auge behalten. Wenn das eine mehrmonatige Kampagne der Arbeitsagentur werden soll, müssten wir reagieren. Erst heute kam in den Radionachrichten, dass erwogen wird, die Arbeitslosenversicherungsbeiträge zu erhöhen.
Dir Thorsten wünsche ich noch frohe Weihnachten und bleib wie gewohnt am Ball :-)
Gruß
Jürgen
Dezember 29th, 2009 at 13:09
Gut recherchiert, Thorsten!
Aber das ganze ist ja nur ein Tropfen auf den heißen Stein – die Bundesagentur für Arbeit hat ja auch die Werbeagentur Fischer Appelt beauftragt, eine Kampagne zu kreeiren – herausgekommen ist eine aufklappbare Kokusnuss und ein Hummer mit Reißverschluss um Benutzerfreundlichkeit bildlich darzustellen. Wer sich aber über die Werbeausgaben der BA-Jobbörse aufregt, sollte auch konsequenterweise über andere Beispiele nachdenken – die Gebühreneinzugszentrale kassiert ja jeden Bundesbürger ab. Und das für ein eher unterdurchschnittliches Öffentlich-Rechtliches Fernsehen. …und angesichts der ICE-Winterpannen und dem Berliner S-Bahn-Chaos dürfte die Bahn eigentlich keine Bezahlt-Reklame mehr machen. Wie können die Steuerzahler Frau zur Leyen oder Herrn Ramsauer überzeugen?
Guten Rutsch, Thorsten – weiter so.
Gruß Gerhard