Nun ist es da, das neue Jahr. Und damit für viele Menschen auch der Erfüllungszeitpunkt der guten Vorsätze, die man sich selbst auferlegt hat. Leider stellt sich das in der Regel, doch als nicht so haltbar und einfach heraus, wie man sich das dachte. Wieso es besser ist, sich nicht zu viel vorzunehmen.
Was hat man sich nicht alles vorgenommen. Neben den Klassikern, wie dem freiwilligen Verzicht auf das weltweit am schnellsten wirkende Nervengift, auch Nikotin genannt, oder dem gewollten Teilverlust des eigenen Körpers, welches man landläufig als Diät bezeichnet, sind es auch oft Dinge die Job und Karriere betreffen. Sei es die Suche nach dem neuen Job, endlich das begleitende Studium anzufangen oder den Fremdsprachenkurs zu belegen, der einem in Spanien nicht nur Urlaubsvorteile, sondern in der Firma auch Karriereschritte ermöglicht.
Das Gehirn ist schuld
Das Problem ist oftmals nur, dass häufig nicht viel oder gar nichts von den guten Vorsätzen übrig bleibt. Tatsächlich liegt es bei vielen wohl daran, dass man sich einfach zu viel auf einmal vornimmt. Was uns Menschen da an der Umsetzung hindert, mag der eine als inneren Schweinehund zu bezeichnen, der andere als Komfortzone, die man ungern verlässt. Tatsächlich aber, können wir aus biologischer Sicht wohl nicht anders.
Der Präfrontale Cortex ist ein Bereich des Frontallappens Ihrer Großhirnrinde. Dieser Teil des Gehirns, befindet sich genau hinter Ihrer Stirn. Dieses Areal ist unter anderem zuständig für Ihr Kurzzeitgedächtnis und kommt richtig in Schwung, wenn Sie abstrakte Probleme lösen möchten. Aber noch etwas verbirgt sich da hinter Ihrer Stirn. Ihr Wille.
Prof. Baba Shiv von der Stanford University hat einmal ein Experiment mit Studenten durchgeführt. Er hat diese in zwei Gruppen geteilt. Die einen bekamen eine zweistellige Zahl genannt, die sie sich merken sollten. Die andere Gruppe jeweils eine siebenstellige. Anschließend sollte jede Person über einen Gang gehen, wo sich ein Kuchen und eine Obstschale befanden. Ich bringe es mal auf den Punkt. Die mit den sieben Zahlen griffen doppelt so oft zum Kuchen wie die mit den zwei Zahlen.
Weniger ist oft mehr
Wie Prof. Shiv annimmt, reichen fünf zusätzliche Teile, Aufgaben oder eben Vorsätze, um unseren Hirnlappen hinter der Denkerstirn so zu überlasten, dass wir eher schwach werden. Auch eine Reizüberflutung, z.B. durch einen Spaziergang in einer hektischen Fußgängerzone kann dazu führen, dass wir die Selbstkontrolle über unsere Vorsätze verlieren.
Für nicht durch und durch Willensstarke gilt also, was die guten Vorsätze angeht, lieber einen in Angriff nehmen und sich darauf konzentrieren, als mehrere gleichzeitig. Ist das eine Ziel erreicht, steht dem nächsten guten Vorsatz nichts im Wege.





























März 30th, 2010 at 17:30
Bei dem guten Vorsatz für das neue Jahr bleibt es auch meist, diese Annahme bestätigt mir Ihr Artikel. Vielen Dank für die zum Schluss erwähnten Gegenmaßnahmen, diese könnten sehr hilfreich sein, damit man seine neuen Ziele konsequent verfolgen kann.
August 26th, 2010 at 14:00
Wir haben jetzt Mitte August und ich denke es wäre interessant mal eine Umfrage zu starten, was aus den guten Vorsätzen vom Jahreswechsel geworden ist und ob die leser gute Strategien entwicklelt haben, ihre Ziele zu verfolgen.