Viele Personalabteilungen erweisen sich als resistent, wenn es um bekannte Erfahrungen bei der Umsetzung von Social-Media-Maßnahmen geht. Auch große Unternehmen verfallen anfänglich sehr gerne in alte Verhaltensmuster und posten vermehrt Jobofferten über diese Kanäle. Dabei sollten HR Verantwortliche ruhig mal einen Blick in die Abteilung der Kollegen im Marketing werfen.
Dort beschäftigt man sich in der Regel wesentlich ausführlicher damit, was die Nutzer annehmen und was nicht. Wohlgemerkt, die User die dort im Idealfall und am Ende der Marketingkette Kunde des Unternehmens werden sollen, sind die gleichen, die wir als Bewerber ansprechen.
Die Fittkau & Maaß Consulting GmbH hat von Anfang Oktober bis Mitte November 2009 die inzwischen 29. W3B Umfrage durchgeführt, um zu erfahren, welche Produktwerbung wirklich beim Internetkunden ankommt. Und hier kann man sich ruhig mal ein paar Denkanstöße holen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen unter anderem, dass der gemeine User nicht direkt beworben werden möchte. Auch nicht durch personalisierte Werbung.

Stumpfes Jobsposting ist noch nicht mal das, sondern wird lediglich mit der Hoffnung rausgesendet, dass jemand der genau danach sucht, just diesen Post liest. Des Weiteren bleibt nur die Hoffnung, dass jemand über die mittlerweile existierenden Suchmaschinen in den Social-Media-Diensten, nach diesem Job sucht. Das aber, ist kein wirklicher Mehrwert, sondern man hat es sich schlicht einfach gemacht, wusste es nicht besser oder pflegt alte Gewohnheiten. Die Zeiten sind aber vorbei.
Also nochmals zurück zur W3B Umfrage. Im Umkehrschluss sagen die User, dass empfohlene Werbung sehr wohl willkommen ist und wahrgenommen wird. Die einfachste Art dies für das Social Recruiting umzusetzen heißt, offene Positionen nicht mit Titel, Ort blabla auszugeben, sondern sein Netzwerk zu involvieren. Fragen Sie doch einfach mal Ihre Follower/Freunde und verbinden das mit einer Belohnung:
Belohnung! Wir suchen einen IT Consultant für Köln. Für erfolgreiche Empfehlung gibt es € 1000 an Tippgeber & Bewerber (linkzurlandingpage)
Die Linkadresse sollte im Idealfall nicht auf die Jobanzeige verweisen, sondern auf eine Unterseite Ihrer Karrierewebsite, wo man mehr über die Aktion erfahren kann und Empfehlungen abgegeben werden können. Das kann man wunderschön ausbauen, mit weiteren Maßnahmen. Alles auf Basis von Empfehlungen.
Und schon stoßen Sie die Empfehlung durch monetäre Anreize an. Das bringt Bewegung ins stille Wasserglas. Und das kann man messen. Die Klickrate, Reaktionen durch Weiterverbreitung der Nachricht usw. Für das alles gibt es Tools. Sogar kostenlos. Und das sollten Sie auch messen und vergleichen. Einmal Ihren tristen, 0815 getwitterten Jobtweet z.B. mit dem von mir vorgeschlagenen Versuch. Denn der Versuch macht klug.





























Juni 6th, 2011 at 10:21
Ja, das kann ich nur unterschreiben. Die div. Web 2.0 Kanäle müssen sicher anders “bespielt” werden als traditionelle Internetangebote. Auch die Idee mit der Belohnung für Tippgeber finde ich gut.
Trotz allem denke ich aber, dass es wichtig ist, auch z.B. auf der Facebook-Seite des Unternehmens eine Übersicht über die aktuellen Jobangebote mit direkter Verlinkung zum Jobportal mit Online-Bewerbungsmöglichkeit zu schaffen. Denn wenn der Bewerber einmal auf einen Job aufmerksam geworden ist, sollte er sich ohne viel Aufwand und langem Suchen auch bewerben können.
Wir bieten dafür jetzt seit kurzem auch eine eigene Facebook App (“rexx FaceJobs” – http://www.rexx-systems.com/news/103-jobs-auf-facebook-mit-rexx-facejobs.php) an, die eine automatisierte Schaltung der Stelleninserate im Corporate Design auf der Facebook-Seite des Unternehmens ermöglicht. Bin schon gespannt, was die ersten Auswertungen der Klicks für ein Bild vom Nutzerverhalten vermitteln!