Gerade lese ich eine Studie von PewInternet, die seit 2006 aufgelegt wird. Dort geht es darum zu erfahren, welche Altersgruppe, wie das Internet nutzt. Überraschend ist nicht, dass es sich verändert. Vor allem die Jugend ist schwer zu erreichen, obwohl fast alle online sind.
Laut der Studie bloggten 2006 noch ganze 28% der Teens in den USA. Heute sind es “nur” noch 14%. Also die Hälfte. Auch die Nutzung von Facebook oder gar Twitter sieht eher mager aus. Laut der Studie nutzen 73% der Jugendlichen Social Networks aber nur 8% Twitter. Gleichzeitig liegt der Anteil derer die online gehen, bei Jugendlichen 93%. Wo sind all die Jungen hin?

Ob USA oder Europa, gerade Schüler haben ein anderes Kommunikationsverhalten als ältere Gruppen. Vorrangig geht es bei Schülern darum, bestehende Freunde virtuell zu treffen. Man kennt das noch von sich selbst. Der Freundeskreis war meist lokal und wurde durch Klassenkameraden und Nachbarn geprägt. Mit den Augen eines Schülers ist das schon die ziemlich große Welt. Erst der Wandel durch den Eintritt ins Studium und letztlich in die Arbeitswelt, öffnet bei den meisten die Grenzen im sozialen Umfeld.
Junge Schüler jedoch, leben einfach die reale Welt im online Netzwerk. Da werden Bilder für die Kumpels hochgeladen, deren Nachricht kommentiert usw. Die meisten können gar keinen Sinn darin erkennen, sich auf Twitter oder Facebook oder via einem eigenen Blog einer breiten Öffentlichkeit zu stellen. Warum auch? Man möchte weder Produkte, noch Dienste oder gar seine Arbeitskraft anbieten. Und Reputation ist ein Wort, mit dem die meisten in dem Alter noch nichts anfangen können.
Wenn Unternehmen Jugendliche erreichen möchten, heißt dies aber nicht, dass jetzt gar nichts auf Facebook & Co geht. Aber eben nicht wie in anderen Altersgruppen. Dafür sollte man sich getrost mal die Schülernetzwerke zu Gemüte führen. Denn deren Erfolg besteht darin, dass es letztendlich die virtuelle Schule mimt. Und dies wiederum passt ins Nutzerverhalten der ganz Jungen. Zusammengefasst behaupte ich mal, dass die Formel der Jugend so lautet: Je jünger die Zielgruppe, desto wichtiger ist der aktive und persönlichere Kontakt durch die Personaler. Wer lediglich Ausbildungsplätze im Angebot hat und die streut, kommt nicht weit.





























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Februar 8th, 2010 at 10:07
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von T. zur Jacobsmühlen, Manuela Kohl erwähnt. Manuela Kohl sagte: Zielgruppe Kinder & Teens Internetnutzung | http://bit.ly/aMqdkp | ##user #marketing #kids #jugendliche [...]
Februar 13th, 2010 at 11:52
[...] Blogger bloggen – oder es wieder sein lassen Vor einigen Tagen berichtete das US-Marktforschungsunternehmen Pew, dass immer weniger Jugendliche in den USA ein Blog [...]
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