Twitter wird in Kürze mit @anywhere eine neue Platform anbieten, die es teilnehmende Websiteanbietern wie z.B. Tageszeitungen ermöglicht, Twitter in ihre Website zu integrieren. Besucher der Website können dann, ohne Twitter selbst zu besuchen, dort direkt folgen und an Diskussionen teil nehmen.
@anywhere kann man als einfaches Javascript in die Website einbauen. Vorher war so etwas nur mit einer API Schnittstelle möglich. Wohlgemerkt, wir reden hier nicht davon, dass lediglich der eigene Twitterfeed auf die Website gebracht wird. Jeder Besucher der Website die @anywhere einsetzt, kann auf der Website dem Account folgen und/oder von dort eigene Nachrichten schreiben. Er kann sich sogar auf der jeweiligen Website mit seinem Account einloggen und muss dazu nicht extra bei Twitter angemeldet sein.
Twitter möchte mit dieser Maßnahme mehr User gewinnen, die sich bis jetzt noch nicht mit Twitter anfreunden konnten. Medien die @anywhere auf ihren Websites anbieten, könnten davon profitieren, dass man mit der Methode mehr Follower sammelt die sich für einen interessieren. Zunächst startet @anywhere mit großen Partnern die über viel Traffic verfügen. Man startet in den USA also mit ordentlich Reichweite.

Ob es zukünftig auch für Unternehmen möglich sein wird @anywhere zu integrieren ist unklar, aber eigentlich wahrscheinlich. Twitter selbst schreibt in seinem Blog auch davon es Websitebesitzern zu ermöglichen es zu nutzen. Das wären dann alle. Denn hier könnte Twitter auch Geld verdienen. Sinn macht dies aber wohl eher nur für große Unternehmen, die über genug Besucher verfügen. Denn hat man erst die Unternehmenswebsite bzw. die Karrieresparte mit @anywhere bestückt, hat man gute Chancen mehr Interessierte als Follower zu gewinnen und diese somit an das Unternehmen zu binden. Als kleines Unternehmen mit wenig Traffic auf der Seite dürfte es nur Sinn machen, wenn der Service nichts kosten würde. Aber davon ist wohl nicht auszugehen.
Auf jeden Fall zeigt @anywhere, dass Microblogging immer mehr zu einem festen Bestandteil der Online Kommunikation wird. Die Plattform Twitter selbst, rückt dabei immer weiter in den Hintergrund und ist “nur” noch für die technische Abwicklung zuständig. Die User nutzen Twitter verstärkt über Drittanbieter.






























März 16th, 2010 at 15:50
Hallo Thorsten,
das war ja lange überfällig! Für Medien die von Werbung und damit von den Zugriffszahlen auf ihre Seiten leben, ist das doch DER Durchbruch… weil bisher musste man immer überlegen: Wie zieht man die Leute auf seine Seite. Mit mehr Integrationsmöglichkeiten könnte man Twitter noch ganz anders nutzen.
Simone
PS: Sorry fürs noch-nicht-über-deine-Studie-Schreiben - keine böse Absicht, nur sehr viel Stress. Dafür empfehle ich ihn fleißig weiter!
März 16th, 2010 at 16:19
Ich finde dieses Tool super.