Sagen wir es mal so, es hat tatsächlich auch für mich ein erhebliches Suchtpotential. Der amerikanische online Marketer Retrevo wollte es genauer wissen und hat dazu eine Studie erstellen lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele sogar Nachts nicht mehr ohne Twitter und Facebook können.
Wie es aussieht, sind nicht nur Hardcore-User auf den ständigen Schuß Social Media angewiesen. Fast die Hälfte der über 1000 Befragten gab an, dass sie ihre Accounts auch im Bett, während der Nacht und sofort nach dem Aufstehen checken. Es sind vor allem die jungen User unter 25 Jahren, die während der Nacht tweeten und anderen die virtuellen Wände beschreiben.

Wie oft die Befragten Ihre Accounts bei Twitter und Facebook nach neuen Nachrichten überprüfen ist auch ganz interessant. Demnach sagen 56 Prozent, dass sie sich mindestens einmal am Tag bei Facebook einloggen um zu sehen was es Neues gibt. 12 Prozent berichten, dass sie das alle paar Stunden machen müssen.

Man erfragte auch, wobei sich denn die User durch neue, eintreffende Nachrichten stören lassen. Immerhin mögen 62 Prozent der über 25-Jährigen und 33 Prozent der Jüngeren, nicht durch neue Nachrichten gestört zu werden. Fast die Hälfte der unter 25-Jährigen lässt sich dafür aber durch neue Nachrichten vom Essen abhalten. Und selbst noch auf der Toilette sind es 11 Prozent der Jungen und 6 Prozent der Älteren, die sich dabei durch Nachrichten stören lassen. Besonders heikel ist, dass 11 Prozent der über 25-Jährigen sich in Meetings tatsächlich durch eintreffende Nachrichten stören lassen.

Die Ergebnisse im Original findet man übrigens hier bei Retrevo.
Wie dem auch sei, Social Media verändert das Nutzerverhalten erheblich. Natürlich wird sich dies auch etwas abschwächen bzw. regulieren. Keiner hält auf Dauer eine Dauernutzung aus. Wenn man von einem Hype spricht, dann sollte man das allerdings nur im Bezug auf das momentane Userverhalten beziehen. Die Dienste selbst, die “neue” Art der Kommunikation wird sich aber weiter etablieren. Hier von einem Hype zu sprechen wäre gänzlich falsch. Der Erfolg des Social Media ist nicht nur der, dass jedermann selbst Inhalte schaffen kann, sondern dass jeder der Inhalte schafft auch Reaktionen hervorruft. Und sei es nur die, gelesen zu werden. Und genau das ist es, was süchtig macht. Die Befriedigung eines ganz tiefen sozialen Bedürfnisses. Zu Kommunizieren.





























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März 24th, 2010 at 13:10
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Michael Reuter, Marcus Schuler, T. zur Jacobsmühlen, lenerl Lombegrott, Jörn Hendrik Ast und anderen erwähnt. Jörn Hendrik Ast sagte: RT @jacobsmuehlen: Macht Social Media süchtig? Ja, sagt eine neue Studie & zeigt wann & wo. 48% machen die Nacht zum Tag http://ow.ly/1pIc9 [...]
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