Stellenbörsentest

Mo, Apr 12, 2010

Stellenbörsen & Networks

Das Internetportal getestet.de macht natürlich genau das, was der Name verspricht. Diesmal hat man sich die online Stellenbörsen vorgeknöpft und bewertet. So etwas ist natürlich immer ein Blick wert. In dem Fall sogar ein zweiter.

Zunächst einmal überrascht die geringe Anzahl von Stellenbörsen. Nur sechs sind aufgeführt. An sich nicht schlimm, allerdings bin ich doch etwas überrascht, was die Auswahl der jeweiligen Stellenmärkte angeht und die Testkriterien. Was macht bitteschön ein Dienst wie Experteer, mit einem völlig anderen Geschäftskonzept in diesem Ranking? Zumal wenn der Preis ein Bewertungskriterium ist und alle anderen Börsen natürlich das Prinzip der Kostenfreiheit für die User fährt.

Hier die Bewertungsliste. (Zum Vergrößern anklicken)

stellenboersentest

Ich sehe ein, dass die Arbeitsagentur aus Sicht der Bewerber sehr wohl einen Platz im Test verdient. Allerdings finde ich die Ergebnisse recht erstaunlich und nicht gut recherchiert. So wird bemängelt, dass es kein Datum bei den Anzeigen in der Stellenbörse der Arbeitsagentur gibt. Dies ist aber schlichtweg falsch. Es gibt sehr wohl ein Datum der Veröffentlichung. Nur nennt das der Staatsbetrieb eben anders. Hier heißt es nämlich Bewerbungszeitraum. Und dann steht dort: “seit..Datum” Und auch bei der Suche, kann man sich die Anzeigen nach Erscheinungszeiträumen anzeigen lassen. Und das ist auch das wichtigste Kriterium in dieser Börse. Denn nirgendwo sonst schwimmen nach meiner Meinung so viele Karteileichen herum wie dort. Ich weiß wovon ich rede, denn ein Anzeige von mir stand 1 Jahr online, obwohl ich paar mal eine Löschung veranlasst hatte. Irgendwann habe ich es aufgegeben.

Monster ist Gewinner, knapp vor StepStone. Naja, die Großen halt. Monster hat dazu übrigens eine Meldung herausgegeben. Diese scheint aber wieder zurück gezogen worden zu sein. Jedenfalls erschien diese in einem Pressedienst, und nun kann ich sie nirgends mehr finden. Der Grund dafür und warum StepStone dies ebenfalls nicht bewirbt wird klar, wenn man sich das Fazit durchliest. Dort steht:

User, die nichts zahlen, sind aber klar im Nachteil gegenüber zahlenden Premium-Mitgliedern. Denn sie haben nur zu einem Viertel der veröffentlichten Stellenangebote Zugang und die sind nicht einmal aktuell, sondern schon 14 Tage alt.

Diese beiden Sätze beziehen sich, so hoffe ich doch, lediglich auf Experteer. Allerdings sind sie im Fazit gelandet. Und dort erwecken diese Worte natürlich einen ganz anderen Eindruck. Dort bezieht es sich auf alle gestesteten Stellenbörsen. Und der Leser bekommt den Eindruck vermittelt, dass die kostenlosen Stellenbörsen nichts taugen. Übler Schnitzer.

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Der Artikel wurde geschrieben von:

- hat 800 Artikel geschrieben auf blogaboutjob Jobs Karriere Recruiting Arbeit.

Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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4 Kommentare dazu:

  1. Thomas sagt dazu:

    Sehr gut Thorsten, dein Ergebnis erinnert mich ein wenig an
    ” Sammelportale ” wie gutefrage.net, dort werden auch so ” intelligente Fragen zum Thema Karriere ” gestellt, wie :

    “muss ich bei bewerbungen die ich persönlich abgebe auch ein bild von mir mit rauf machen??”

    Testseiten und Vergleichsportale sind mit Ausnahme von Check24 und Stiftung Warentest kaum in der Lage – ” insights” zu allen Themen zu liefern, die Sie testen, so mein Eindruck.

    Denke hier sollte ( von Seiten der Betreiber ) noch mehr Know – How aufgebaut werden, anstatt nur SEO zu machen mit Keywords!

  2. Strangerli sagt dazu:

    Vielleicht haben die Reaktionen von Foren und anderen Seiten auf dieses Ergebnis Monster dazu veranlasst ihre Meldung wieder zurückzuziehen. Man kann schlecht sich mit Ruhm schmücken wenn das Ergebnis bei vielen Usern komisch vorkommt.

  3. Gerhard sagt dazu:

    Thorsten, weil das “Internet” nichts vergisst füge ich hier für alle Interessierten nochmals die oben erwähnte Meldung von Monster Deutschland bei. Dabei stellen aufmerksame Leser fest, daß die Monster-Meldung als “Media-Alert” tituliert wird, also keine echte originäre Pressemitteilung von Monster sondern ein Hinweis an die Medien (auch die HR-Blogger), dass Monster etwas “berichtenswertes” bei einer anderen Quelle gefunden hat.

    Monster schreibt an ihren alle Empfänger ihrer Pressemeldungen:
    “Sehr geehrte Damen und Herren,

    immer mehr Firmen inserieren ihre Stellenangebote auf Jobportalen im Internet – dabei können sich das Angebot und die Leistungen deutlich unterscheiden. Das unabhängige Vergleichsportal getestet.de hat sechs deutschlandweit bekannte Online-Jobportale unter die Lupe genommen. Das Karriereportal Monster.de erhält den ersten Platz mit der Gesamtnote 1,2. Der Internetauftritt und die Verwaltung des eigenen User-Accounts werden als sehr übersichtlich bewertet. Relevante Stellenangebote können gespeichert und komplette Lebensläufe direkt im Profil hinterlegt werden. Neben dem Internetauftritt floss zudem der Service in die Bewertung mit ein. Die kostenlose Service-Hotline sowie ein umfangreiches Karriereberatungsangebot von Monster haben im Test überzeugt. Den vollständigen Bericht mit Ranking aller Teilnehmer finden Sie unter http://www.getestet.de/jobboersen-test

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihre Monster Pressestelle
    Ansprechpartner für die Medien:
    Monster Worldwide Deutschland GmbH
    Anne Rösch
    Tel.: 06196.99 92 -626; Fax: 06196.99 92 -922
    E-Mail: alexandra.guentzer@monster.de

    PR-Agentur:
    Weber Shandwick Deutschland GmbH
    Caroline Schiller / Silke Müller
    Tel.: 089.380179-51/-42; Fax: 089.380179-11
    E-Mail: cschiller@webershandwick.com
    smueller@webershandwick.com
    +++ Ende edes Media-Alerts+++”

  4. Thorsten sagt dazu:

    Danke lieber Gerhard!!!!

1 Trackback für diesen Artikel

  1. Mit rechtlichem Beistand zu besseren Noten | JOBlog - der Job & Karriere Blog sagt dazu:

    [...] und nochwas -> Thorsten hat sich den Jobbörsen-Test mal etwas genauer angeschaut, den Monster letzte Woche PR-mässig verwurstet hat. Laut einem Linkfängerischen Portal landeten [...]

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