Das Produktmarketing zeigt mal wieder den Personalabteilungen wie es läuft mit dem Marketing via Social Media. Red Bull sucht Social Media Reporter für das Red Bull Air Race. Air Race kennen Sie. Mit einmotorigen Propellermaschinen fliegen die Piloten ein sogenanntes Luftrennen auf einem abgesteckten Kurs in niedriger Höhe. Ich liebe es! Wer einen Eindruck braucht, einfach das Video anschauen.
Nun kann sich jeder als Reporter für die anstehenden Rennen bewerben. Dazu hat man eine Stellenanzeige bei Monster geschaltet. Die Bewerbungen laufen aber über den Firmenaccount von Red Bull bei StudiVZ. Was die Bewerber mitbringen sollen, ist vor allem Kompetenz in Social Media. Klar, je größer das Netzwerk desto mehr Werbedruck. Für den bzw. die Jobs, gibt es allerdings kein Geld, sondern Flug und Unterkunft. Und auch nur, wenn man das Bewerbungsgespräch im Hause Red Bull gemeistert hat. Dafür gibt es natürlich einen tiefen Einblick hinter die Kulissen. Und für Air Race Fans wie mich, ist so etwas natürlich Lohn genug. Aber kommen wir mal zu den Fakten.
Die Idee sorgt natürlich für ordentlich Mediendruck. Wenn alles klappt. Ich bin ja auch just in dem Moment eines der Glieder in dieser Kette. Trotz guter Idee, hätte man aber noch mehr aus der Sache gewinnen können. Die Anzeige vermittelt ganz klar und offen, dass es sich letztlich um eine Werbeaktion handelt, bei der die Akteure, also die späteren Reporter, ein Mittel zum Zweck sind. Danach ist es vorbei mit der Zusammenarbeit. Wie schön aber hätte man das Arbeitgeberimage polieren können, wenn man in Aussicht gestellt hätte, dass wirklich pfiffige Bewerber eine Chance im Marketing oder Vertrieb des Unternehmens hätten? Dafür hätte man nur einen Satz mehr schreiben müssen und die ganze Aktion würde auch noch wunderbar in das Personalmarketing passen. Vielleicht wollte man es auch nicht. Wer weiß?
Wenn auch die Personalabteilungen mehr von den Erfahrungen der Kollegen im Produktmarketing lernen sollten, gilt dies nicht weniger anders herum. Wenn das Produktmarketing -wie in diesem Falle- Recruiting Kanäle nutzt, sollten auch diese mal nachfragen, wie man das macht. Wäre das der Fall, hätten die Kollegen von der Anforderung: “Sie sind Fan der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft” in der Stellenanzeige garantiert aufgrund des AGG abgeraten ;-)
Das Supertalent bei Heineken
Für alle männlichen Leser habe ich noch etwas. Wer es nicht schafft als Red Bull Reporter berühmt zu werden, der sollte sich mal an Heineken wenden. Nach dem genialen, begehbaren Kühlschrank, hat man wieder mal die Frauen auf´s Korn genommen. Schauen Sie sich doch mal das Video zur etwas anderen Talentshow an. Wäre so etwas nicht der sympathische Aufmerksamkeitsgarant für das Personalmarketing?





























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April 28th, 2010 at 09:32
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von T. zur Jacobsmühlen, Britta Lübcke und Astrid Zölfel, Karriere News erwähnt. Karriere News sagte: Social Media Reporter für Red Bull Air Race gesucht http://bit.ly/942lC9 [...]
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