Schon gewusst?

Mi, Mai 26, 2010

Job, Karriere & Recruiting

An der Universität von Florida hat man untersucht, was es mit Freundschaften am Arbeitsplatz auf sich hat. Demnach zahlt es sich für den Arbeitgeber aus, wenn Freunde am gleichen Arbeitsplatz bzw. im gleichen Büro sitzen. Angestellte teilen wichtige Informationen viel eher mit befreundeten Kollegen. Allerdings birgt das Ganze auch ein gewisses Risiko. Gerne lässt man sich verleiten über private Themen zu quatschen und verliert damit das Arbeitsziel aus den Augen.Auch fühlen sich Freunde gegenseitig zur Hilfe verpflichtet. Auch wenn eigentlich die momentane Aufgabe vorgehen sollte.

Unternehmen fördern ja gerne die Werbung neuer Mitarbeiter durch bestehende Kollegen. Da werden natürlich Freundes- und Bekanntenkreise erst mal ausgenutzt. Welche Chancen oder Risiken damit aber für den Arbeitgeber verbunden sind, ist vielen Unternehmen nicht klar. Denn läuft es mal nicht so gut, verbreitet sich miese Stimmung unter Freunden – nach meiner Meinung – viel schneller. Die emotionale Bindung ist einfach höher. Das gleiche gilt bei Kündigungen usw.  Ich denke, dass es nicht unwichtig ist zu wissen wer mit wem, auf welchem Arbeitsplatz zusammenpasst.

Suizidgefahr

Apropos Kollegen und emotionale Bindung. Jeder kann sich an die Berichte über gehäufte Selbstmorde bei France Telecom erinnern. Auch hatte ich mal über den Zusammenhang von gestiegener Suizidrate bzw. “Ansteckung zum Suizid” durch Kollegen berichtet. Die FTD schreibt heute über dei hohe Selbstmordrate unter Mitarbeitern des chinesischen Elektrokonzerns Foxconn.

Im Artikel wird auch darauf hingewiesen, dass auch in Deutschland der Arbeitsdruck zu Suizid führen könnte. Und auch hier spielen die Kollegen eine große Rolle. Unternehmen wird ans Herz gelegt sich darauf vorzubereiten. Oftmals scheint es Nachahmer zu geben und dies könne sogar in Suizidwellen gipfeln. Als Beispiel wird hier der Freitod des Torwarts Robert Enke aufgeführt. Nach dessen Tod ist die Selbstmordrate in Deutschland signifikant gestiegen.

Freier Wille ist wichtig

Jo von der Karrierebibel berichtet von einer Studie, die den Zusammenhang zwischen freiem Willen und Arbeitsleistung untersucht hat. Demnach leisten diejenigen Mitarbeiter mehr, die überzeugt sind über ihren freien Willen zu verfügen. Wer nicht frei entscheiden darf und nur Anweisungen im Job erwarten kann, der leistet weniger, ist weniger hilfsbereit aber dafür eher aggressiv.

Was verdient der Kollege?

Wenn wir beim Thema freien Willen sind, bietet sich ein Blogeintrag an, den ich heute gefunden habe.  Mittlerweile steht ja fast in jedem Arbeitsvertrag, dass man nicht mit seinen Kollegen über das Gehalt sprechen darf. Trotzdem kommt das Thema wohl in jedem Kollegenkreis auf den Tisch. Früher oder später. Und jedes mal haben alle Beteiligten ein schlechtes Gewissen oder ein mulmiges Gefühl dabei. Ist halt etwas Verbotenes, oder?

Tatsache ist, dass der Arbeitgeber es nicht verbieten kann, dass Mitarbeiter über ihr Gehalt reden. Zwei Arbeitsgerichte (Urteil vom 12.05.2009; 3 Ca 549/09 und Urteil vom 21.10.2009, 2 Sa 183/09) haben entschieden, dass eine solche „Schweigeklausel“ im Arbeitsvertrag unwirksam ist und eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers nach § 307 BGB darstellt.

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Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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