In den USA verklagt eine 33Jährige ihren alten Arbeitgeber, die Citigroup, da diese sie wegen ihres Sexappeals gekündigt hätte. Ihr Rechtsanwalt wurde 2008 selbst wegen sexueller Nötigung verklagt und der neue Arbeitgeber droht auch schon mit Kündigung.
Überall ist die Story von Debrahlee Lorenzana zu lesen. Kurz gefasst: Unglaublich lecker aussehende Amerikanerin mit puertoricanischer/italienischer Abstammung war beim Finanzunternehmen Citigroup im Vertrieb beschäftigt. Als die Citigroup der alleinerziehenden Mutter kündigt, verklagt diese wiederum den Konzern. Angeblich hat das Unternehmen die hübsche Frau gekündigt, da sie zu sexy gewesen sei.
Eine ehemalige Kollegin bestätigt auch, dass Debrahlee gar nichts dafür kann, dass die Männer sich in ihrer Gegenwart wie Idioten benehmen. Mal abgesehen davon, dass wir das in der Gegenwart von Frauen fast immer machen, ist die Meldung ja jetzt nicht weiter spektakulär aber ich schaue gerne zweimal hin. Und was die deutsche Presse nicht findet, ist meist viel interessanter.
Arbeitgeber mahnt mit falschem Datum ab
Die Citigroup begründet die Kündigung  selbst damit, dass Debbie (so wird sie auch von ihrem Anwalt genannt) einfach nicht genug geleistet hat. Ebenfalls soll eine Abmahnung wegen zu spätem Arbeitsbeginn vor der eigentlichen Kündigung erfolgt sein. Der betreffende Tag wurde allerdings mit einem Datum an einem Wochenende angegeben. Zu einem Zeitpunkt also, als die junge Dame gar nicht zur Arbeit kommen mußte. Damit dürfte die Abmahnung hinfällig sein.
Wie dem auch sei. Das amerikanische Journal The Village Voice hat zuerst über den Fall berichtet. Dort kann man auch nachlesen, dass Debbie bei ihrem früheren Arbeitgeber, Municipal Credit Union, Auszeichnungen für ihre Performance bekommen hat. Aber auch dort, wie sie sagt, schon von einem Manager, auf die Bitte hin ihre Meinung zu einem Bild abzugeben, ein Bild von dessen Penis gezeigt bekam.
Der Rechtsanwalt wurde selbst wegen sexueller Belästigung angezeigt
Für die Klage hat sich Debbie den New Yorker Rechtsanwalt Jack Tuckner genommen. Die Kanzlei, dessen Mitbegründer Jack ist, ist spezialisiert auf Frauenrechte im Arbeitsrecht. Hier ein kleines Video von Debbie und Jack zum Fall in Sachen Citigroup.
Wenn man ein wenig in alten Berichten stöbert, findet man über Jack Tuckner aber noch etwas Interessantes. 2008 hat seine damalige Büroleiterin die Kanzlei verlassen und den Rechtsanwalt ebenfalls wegen sexueller Nötigung angezeigt. Laut der ehemaligen Mitarbeiterin sprach der Anwalt gerne von seiner Vorliebe für Intimschmuck und Bondage Halsbändern. Außerdem habe er einen Desktophintergrund gehabt, auf dem er in niederwürfiger Pose vor seiner Frau dargestellt war. Wie die Klage ausgegangen ist, habe ich leider nicht in Erfahrung bringen können.
Neuer Arbeitgeber droht nun ebenfalls mit Kündigung
Der neue Arbeitgeber von Debrahlee Lorenzana, JP Morgan, hat nun auch eine Abmahnung ausgesprochen. Sollte sie weiterhin mit den Medien über alte Arbeitgeber sprechen, würde man sie kündigen. Dabei beruft man sich auf einen code of conduct, welcher besagt, dass die Mitarbeiter durch ihre Äußerungen oder Verhalten dem Unternehmen oder der Branche nicht schaden dürfen.
Ob es auf Tatsachen beruht oder nur um Geld geht. Durch den Fall wird das Arbeitgeberimage aller drei Unternehmen geschädigt werden. Wenn ein Arbeitgeber tatsächlich einen Vertriebsmitarbeiter kündigt, weil dieser zu sexy ist, weiß das Unternehmen nicht welche Verkaufsargumente man da ziehen läßt. Das hübsche Menschen mehr Erfolg im Verkauf haben als nicht so schöne, ist hinlänglich bekannt. Debbie wird, falls es keine Abfindung gibt, bestimmt genügend Angebote als Werbeikone bekommen. Denn ob die nun überall erscheinenden sexy Fotos von ihr so sinnig für eine Klageführung sind, ist fraglich. In Facebook formieren sich schon einige Fans und wer die privaten Fotos von Debbie sehen möchte kann das ja auf ihrem Facebook Account tun. Oder sich dort sogar “ihr Freund” werden.





























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1 Trackback für diesen Artikel
Juni 7th, 2010 at 18:00
[...] drüben von Blogaboutjob, hat etwas Schönes ausgegraben: Debrahlee Lorenzana, eine 33-jährige Bankangestellte, verklagt [...]
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