Zu Besuch bei StepStone

Do, Sep 18, 2008

Stellenbörsen & Networks

Heute bin ich einer Einladung zu StepStone gefolgt. Um genau zu sein zu StepStone Solution, da die Stoner ja über zwei Büros in Düsseldorf verfügen. StepStone Solution residiert in einem echt schicken Gebäude mit direktem Anschluss an die Autobahn und Innenstadt. Auch Gerhard Kenk von Crosswater-Systems und Andreas Dietz von Competence waren der Einladung zu einem Frühstück und anschließendem Mittagessen mit dem CEO der StepStone ASA, Colin Tenwick gefolgt. So wird das nie etwas mit meinem Abnehmen.

In lockerer Runde beantwortete Colin in erster Linie die Fragen von Andreas, der diese vorbereitet und schon zugesendet hatte. Also was zeichnet es aus und wo geht es hin, Erfolge unsw. Sorry, aber dafür gibt es Prospekte. Umso schöner war es, als Colin sich warmgeredet hatte und schnell durchblicken lies, das hier einer sitzt, der sowohl vom Recruiting-, als auch vom Softwaremarkt verdammt viel Ahnung hat. Kein Wunder mit dem Hintergrund. War er doch vorher Vice President und General Manager der Softwareschmieden Red Hat Europe und VP European Marketing und diverse andere Managementpositionen bei Sybase Corporation.

Ein paar Impressionen:

Richtig interessant wurde es erst als Gerhard Fragen zur Entwicklung des Aktienkurses stellte und Colin sich ebenfalls am Flipchart betätigte. So erfuhren wir, das man StepStone an der Börse in Kategorien gewichtet, die eigentlich nichts mit dem Business zu tun haben. Interessant war auch zu erfahren, dass er ebenfalls den Markt so einschätzt, dass viele Unternehmen gerade erst beginnen über wichtige Dinge wie Employer Branding und Talent Management zu diskutieren, aber viele einfach noch zögerlich sind. Der Markt dafür steht erst am Anfang.

Auch weiß er das neue Tools zur Kommunikation zwischen Bewerber und Unternehmen immer wichtiger werden. Was nutzt das beste Branding, wenn man den Bewerbern mit einer Absage vor den Kopf stößt und diese mittels negativer Mund zu Mund Propaganda meine Bemühungen zu Nichte machen? Das gleiche gilt für zu kalkulierende Größen, wie zum Beispiel die demographische Entwicklung und die Entwicklung der Mitarbeiter. Hier hat man erste Lösungen bzw.arbeitet an Zusatzmodulen, die je nach Bedarf in die Solution Lösung integriert werden können. Über die einzelnen Möglichkeiten werde ich nächste Woche aber noch etwas posten, da ich jetzt mal so ein User Meeting besuchen werde, um mir selbst mal ein praktisches Bild zu verschaffen und mit Anwendern zu sprechen.

Der schönste Teil war dann eigentlich das Mittagessen. Colin erzählte uns seine Sicht des Marktes und es war schön zu hören, dass es CEO´s gibt, die mal nichts schönreden. Auch er weiß das aufgrund der weltwirtschaftlichen Lage im Bereich Stellenmarkt nun der Abwärtstrend kommt. Gleichzeitig profitiert er jedoch von der weiterhin steigenden Nachfrage in Sachen Fach- und Führungskräften und der demographischen Entwicklung. Ohne ordentliches Talent Management und Branding, werden Unternehmen nicht mehr auskommen. Egal wie der allgemeine Bewerbermarkt aussieht. Und als führender Anbieter dieser Softwarelösung, blickt man bei StepStone optimistisch in die Zukunft.

Beim Mittagessen beim Italiener kam der StepStone Chef unter anderm mit einer Anekdote. 2001 sprach er mit Roland Metzger, meinem ehemaligen Chef und Gründer von jobpilot. Damals hat jobpilot mit der Workflowsoftware eben auch so eine Lösung wie StepStone Solution angeboten. Colin hatte zu Roland gesagt, dass der Markt noch nicht so weit wäre. Die Kunden wissen noch nichts damit anzufangen. Wie recht er hatte. Die anderen Stellenbörsen haben ihre Programme mittlerweile eigentlich auf Halde gelegt. Wer weiß wie es gekommen wäre, wenn man noch etwas gewartet hätte?

Ein toller Tag mit einem CEO zum Anfassen und der sagt was er denkt oder jedenfalls soviel wie er vertreten kann. Wie es sich gehört wird der Wettbewerb gelobt aber Colin Tenwick weiß auch wie das Business läuft und ist Realist. Als die großen Shareholder ihn 2001 an Bord holten, ging es StepStone richtig mies. Man hatte mit der Stellenbörse ziemlich viel Geld rausgeblasen und man munkelte es hätte nicht viel gefehlt bis zum Kollaps. Als Colin einstieg hat er den Laden nicht nur umgekrempelt, sondern auch neue Investoren an Land gezogen. Natürlich hat mich aufgrund der immer wieder aufkommenden Gerüchte interessiert, was passieren würde, wenn Axel Springer seine 49% an der StepStone Deutschland AG verkauft. Mit seinem gewissen Anthony Hopkins Lächeln, was den smarten Manager verrät, sagt er: ” Wenn Axel Springer verkauft, müssen sie zunächst uns die Anteile anbieten”

In meinen Augen hätte man wohl keinen besseren an Bord holen können.

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Der Artikel wurde geschrieben von:

- hat 800 Artikel geschrieben auf blogaboutjob Jobs Karriere Recruiting Arbeit.

Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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1 Trackback für diesen Artikel

  1. …Verliebt – verlobt – verheiratet: Axel Springer buhlt erfolgreich um StepStone | Crosswater Job Guide sagt dazu:

    [...] http://www.blogaboutjob.de/453/zu-besuch-bei-stepstone/ [...]

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