Zunächst einmal muss ich dem lieben Marcus vom JoBlog zum Geburtstag gratulieren. Herzlichen Glückwunsch mein Lieber! Das nicht zu vergessen fällt mir leicht, da wir beide heute Geburtstag haben. Mit dem leichten Unterschied, dass ich nun doch schon 40 Lenze zähle.
Bleiben wir bei Marcus. Er las letzte Woche beim Personalmarketingblog von humancaps einen Artikel, der ihm sauer aufstieß. Es geht um die Studie “Personalmarketing-Fachdialog 2.0″ die von der complexium GmbH durchgeführt wurde. Die Einwände von Marcus betrafen die Wertungskriterien wie Google Pagerank und das Alexa Ranking. Martin Grothe von complexium hat dann auf dem Personalberaterblog Stellung zum Thema genommen. Martin Grothe hat mit der Studie versucht herauszufinden, wie das Thema Personalmarketing durch die Blogs besetzt ist.
Ich habe mich diesmal ganz bewusst heraus gehalten. Mein Blog liegt in dieser Studie auf Platz 1. Da habe ich mich doch mal zurück gelehnt und zugeschaut. Aber nun will ich mit meiner Meinung auch nicht hinter dem Berg halten. Zu schauen, wie heiß ein Thema in verschiedenen Medien diskutiert wird, kann durchaus sinnvoll und interessant sein. Ein Ranking der einzelnen Blogs zu dem Thema zu erstellen dagegen weniger. Marcus hat absolut Recht. Man kann solche Kriterien wie Google PR und Alexa nicht als Wertung nehmen. Ebenso wenig eine Followerzahl bei Twitter. Sorry, auch wenn ich als “Sieger” in der Studie dastehe, sehe ich das nicht so. Abgesehen von ungenauen und auch zu beeinflussenden Faktoren, gibt es noch weitere Tatsachen, die solch ein Vergleich unmöglich machen.
Blogs spiegeln in der Regel die eigene Meinung des Autors, also Blogbetreibers wider. Während Online-Nachrichten-Portale wie Spiegel, FAZ oder Focus, tagesaktuelle Themen behandeln, ist das in unseren Blogs nicht der Fall. Selten das mal ein Event, ein Thema in verschiedenen Joblogs gleichzeitig behandelt wird. Jedes Blog ist also höchst individuell. Gerade auch deswegen, da einige von uns Bloggern gerne mal gegen den Strom schwimmen. Vor allem aber sind einige von uns Trendsetter. Viele Themen die heute erst Einzug in die Branche oder in die breiten Medien finden, wurden hier als erstes behandelt, zur Sprache und zur Diskussion gebracht.
Dabei ist es sogar recht zu vernachlässigen, wie viele Leser, Pagerank, Twitterfollower, Facebookfreunde oder sonstiges ein Blog aufzuweisen hat. Unter Bloggern wird ein Thema angestossen und falls es interessant ist – immer wieder eingeworfen und auf praktische Funktionalität überprüft. Auß diesem Austausch entwickeln sich sogar Trends. Welches Blog da wichtiger oder besser ist, ist in meinen Augen müßig.
Ich sehe es so: Joblogger sind der Gegenpol zu den Personalzeitschriften. Letztere sind oft gleichgeschaltet. Trauen sich keine Kritik zu platzieren, da die Branche klein ist und der Anzeigenkunde von dem man lebt, nicht vergräzt werden darf. Wir Blogger kommen meist aus der Branche. Wir bringen unsere berufliche Erfahrung aus der Praxis mit ein und wir sind frei. Außerdem betrachten wir die Themen zumeist aus anderen Blickwinkeln und oft haben wir sogar eine unterschiedliche Leserschaft untereinander, als Zielgruppe. Leser der Karrierebibel (die übrigens nicht gelistet war) , können mit meinen Betrachtungsweisen nicht immer etwas anfangen, da diese oft auf die Personaler abzielen. Trotzdem ergänzen sich die Artikel zueinander und sind thematisch passend.
Diese Individualität und Vielfalt kann man nicht in Rankings messen. Wir befruchten uns gegenseitig und deshalb ist jeder von uns gleich wichtig. Vor allem für das Platzieren von neuen Ideen und Themen. Was die anderen Blogger zu dem Thema sagen, kann man hier bei Wollmilchsau, der lieben Eva, bei Marcus Reif, Spirofrog oder auch auf dem Multimediablog lesen.





























Juli 20th, 2010 at 14:12
Ich glaube, die Überschrift “Welches Blog ist besser?” stellt die klassische Fehlinterpretation von Rankings dar. Wie will man zwei Blog ranken, die zwar über vergleichbare Themen schreiben, jedoch unterschiedlich gewichtet und aus unterschiedlichen Perspektiven. Das ist so wie bei Magazinen Verkaufszahlen vergleichen: Der Spiegel verkauft am Kiosk weit mehr Hefte als die WirtschaftsWoche. Aber ist er deswegen besser? Er ist breiter aufgestellt, deshalb verkauft er auch mehr. Die Wiwo liefert jede Woche über 100 Seiten mit dem Fokus Wirtschaft – im Spiegel ist das nur ein Ressort!
Entsprechend stellen Rankings (von der Methodik spreche ich jetzt mal nicht) auch nur Momentaufnahmen dar. Sie können den Gerankten Aufschluss darüber geben, wie sie von außen wahrgenommen werden – jedoch in einem Umfeld, dass der Untersuchende artifiziell erschaffen hat. Gleichwohl weiß ich natürlich, dass alle Ranglisten lieben und sie sich deshalb gut verbreiten (lassen). Nur blenden lassen sollte man sich von bloßen Zahlen nicht.
Insofern ist das auch kein Widerspruch zu obigem Artikel, sondern eine Ergänzung.
Juli 21st, 2010 at 13:41
Sehr geehrter Herr zur Jacobsmühlen,
auf diesem Wege alles Gute zu Ihrem Geburtstag!
Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Massinger
Human Resources
LKW WALTER
Internationale Transportorganisation AG
Juli 21st, 2010 at 19:29
Hehe, dank Dir für die Glückwünsche Thorsten!
Meine Glückwünsche via eMail kamen hoffentlich an, oder?
40 Jahre… nice :-)
Cheerio!
August 19th, 2010 at 11:50
Alles gute auch von mir nachträglich zum Geburtstag!
September 12th, 2010 at 14:16
Die besten Blog ist der die die meisten Kommentare bekommt?