Monitoring wird immer wichtiger

Mo, Aug 23, 2010

Job, Karriere & Recruiting

Zeiten wo nur Early Adopter, oder spezielle Berufs- bzw. Interessengruppen ihre Meinung im Web kund taten sind längst vorbei. Mittlerweile stellen die Dienste als Massenmedium ein Spiegelbild der Gesellschaft dar. In erster Linie geht es hier um Informationsaustausch. Einer der Unterschiede beim Meinungsaustausch im Social Web ist aber der, dass hier jedermann diese Infos abgreifen und wiederum verbreiten kann. Da kann der Segen für das Marketing auch schnell zum Fluch werden, wenn es auf einmal Kritik hagelt.

Monitoring in der Techbranche

Als Monitoring bezeichnet man (grob gesagt) die (automatische) Suche nach Stichwörtern oder Phrasen. Für die meisten der wenigen Firmen die dies durchführen bedeutet es, nach firmeneigenen Produktnamen oder eben dem Unternehmensnamen suchen zu lassen, um schnell genug auf Kritik reagieren zu können. Wie wichtig Monitoring geworden ist und welche Größenverhältnisse dies bei bekannten Namen der Techbranche annehmen kann, zeigt der aktuelle Digital Brand Index der Edelman Digital APAC und von Brandtology, der vor einigen Tagen veröffentlicht wurde.

Diese Auswertung findet regelmäßig, in einem Quartalsturnus statt. Überprüft wurde, wie oft und wo, User über die bekanntesten Marken aus dem Bereich Internet und Software, Consumer Electronics, Mobile und Telekommunikation, Business und Consulting und IT und Technologie gesprochen haben.  Ausgewertet wurde dies für Australien, China, Hong Kong, Indien, Indonesien, Malaysia, Taiwan und Singapur, also dem Asia-Pazifik Raum. Als Quelle dienten populäre Webdienste (Social Media), Blogs, Foren und Newsdienste. Einfach die Präsentation durchschauen.

Twitter hat sich tatsächlich auch im Asia-Pazifik-Raum als Nachrichtentauschbörse Nr. 1 etabliert. Dort werden die Top10 Marken am häufigsten erwähnt. Allerdings gibt es eine große Ausnahme. In China ist das Microbloggingprojekt des Nachrichtendienstes Sina noch viel populärer. Sina Weibo heißt der Dienst. Dort haben so manche User über 1 Millionen Follower.

sina

Solche Ergebnisse stehen natürlich in keinem Verhältnis zu den meisten Unternehmen. Aber sie zeigen, wie sich das Diskussionsvolumen insgesamt entwickelt. Im 3. Quartal 2009 waren es gerade mal 800.000 Nachrichten, die man in diesem Gebiet zu diesem Thema bzw. Brands fand. Nun, lediglich 3 Quartale später, sind es 2 Millionen. In dieser Entwicklung stecken 3 Dinge, die man sich zu Herzen nehmen kann.

  1. Was die Reputation angeht wird man sich automatisierter Systeme bedienen müssen, die in Echtzeit arbeiten. Wie sonst sind Reaktionen in der Vielzahl der News möglich, bzw, lässt sich Betreffendes überhaupt noch finden?
  2. Das Monitoring bietet ebenfalls eine enorme Chance für das Personalwesen. So lassen sich Menschen identifizieren, die jobrelevante News verbreiten oder diskutieren. Hier lohnt sich dann das Hinschauen und auch die Erweiterung des Netzwerkes.
  3. Nicht jeder Dienst eignet sich für jedes Land. Hinzu kommt noch, dass man aus reiner Unkenntniss des Nutzerverhaltens in einzelnen Ländern, sich große Chancen entgehen lässt.

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Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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