Was Personaler so gar nicht abkönnen

Do, Sep 9, 2010

Witziges & Kuriositäten

Was Arbeitgeber gar nicht in Bewerbungsgesprächen mögen und vor allem, welche kuriosen Erlebnisse so mancher Interviewer zu bieten hat, erfährt man nur, wenn man auch nachfragt. CareerBuilder veröffentlicht heute oder morgen, eine weitere Umfrage zu dem Thema. Ist immer ganz spaßig, was dabei so herauskommt.

Hier die Hitliste der Dinge, die Arbeitgeber so gar nicht an Bewerbern sehen wollen:

  1. 57 % finden, dass man nicht negativ über alte oder den aktuellen Arbeitgeber sprechen sollte
  2. 52 % können arrogantes oder desinteressiertes Auftreten beim Bewerbungsgespräch nicht leiden
  3. 35 % finden es negativ, wenn jemand keine guten Fragen stellen kann
  4. 35 % stoßen sich an unangemessener Kleidung
  5. 30 % finden Gespräche per Handy oder SMS schreiben während des Gesprächs nicht witzig
  6. 19 % finden es nicht O.K. wenn keine konkreten Beweise für die angegeben Leistungen erbracht werden können
  7. 13 % mögen es nicht, wenn der Bewerber zuviele persönliche Informationen preisgeben

Die Umfrage wurde in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Schweden durchgeführt. Ob die Italiener mit ihrem geliebten Telefonino verstärkt die Personaler nerven, oder auch in Deutschland schon mal eine SMS während des Bewerbungsgesprächs getippt wird, geht leider nicht aus den Antworten hervor ;-)

CareerBuilder wollte auch wissen, was die Personaler sonst schon so erlebt haben. Hier nun ein paar Antworten:

    • Ein Bewerber behielt die ganze Zeit über seinen Helm auf.
    • Als der Gesprächsleiter den Raum verließ, machte ein Kandidat einen Auslandsanruf.
      • Bei seiner Bewerbung auf eine Vollzeitstelle in der Buchführung sagte ein Kandidat, dass er gerne Vikar werden würde.
        • Der Bewerber schlief ein.
          • Eine Kandidatin brachte eine Verwandte mit zum Gespräch.
            • Ein Bewerber bat um eine Zigarette.
              • Eine Bewerberin sprach über ihr gesamtes Liebesleben.
                • Ein Kandidat tunkte seinen Keks in ein heißes Getränk, der dann in der Tasse zerbrach und fischte ihn mit den Fingern wieder heraus.
                  • Warum sie bei dem Vorstellungsgespräch sei, wüsste sie nicht, sagte eine Kandidatin.
                    • Ein Bewerber kratzte sich das ganze Gespräch hindurch am Bein.

                      Mein Tipp dazu: Lassen Sie wenigstens das Visier aufgeklappt wenn Sie schon einen Helm tragen, sonst versteht Sie keiner.

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                      Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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                      7 Kommentare dazu:

                      1. Strangerli sagt dazu:

                        57 % finden, dass man nicht negativ über alte oder den aktuellen Arbeitgeber sprechen sollte.

                        “Mein Arbeitgeber ist so toll, perfekt und alles ist supi. Keine Ahnung warum ich kündigen will um bei Ihnen anzufangen.”

                        Gut, gekündigte Mitarbeiter haben vielleicht persönlich Grund genug um schlecht über den Arbeitgeber zu sprechen, es aber nicht tun sollten. Wie sieht es aber bei denen aus, die von selbst gehen wollen? Ich glaube kaum das “neue Herausforderungen” und “andere Branche/Bereiche” glaubhaft klingen. Das hört man auch zu oft.

                      2. Gebäudereinigung Frankfurt sagt dazu:

                        > Ein Bewerber kratzte sich das ganze Gespräch hindurch am Bein.

                        :-) wir hatten schon mal einen, der hat sich permanent an die Nase gefasst.
                        Laut Psychologen soll das ja heißen, der sagt die Unwahrheit.
                        (siehe Christoph Daum, etc…)

                      3. Frank sagt dazu:

                        Ich persönlich finds am schlimmsten wenn Bewerber auf die Frage, was sie verdienen wollen, keine klare Antwort parat haben (mindestens 95 %).
                        Da frage ich mich immer wie Leute die ihre eigenen Interessen nicht vertreten könnnen künftig meine vertreten wollen.

                      4. Nadia sagt dazu:

                        Ganz groß ist auch als “Antwort” auf die Frage nach den Ausbildungsstationen: “Was haben Sie eigentlich für eine Ausbildung?”.

                      5. Dilara Tunc sagt dazu:

                        “52 % können arrogantes oder desinteressiertes Auftreten beim Bewerbungsgespräch nicht leiden”
                        Kann ich nur bestätigen. Es gibt bestimmt Berufe, bei denen Arroganz vielleicht gut ankommt. Selbstvertrauen ist gut, aber sich selbst als Mittelpunkt des Lebens zu sehen erweckt bei mir eher den Anschein, dass dieser Mensch nicht im Team arbeiten kann. Über Desinteresse brauche ich nicht viel zu sagen…Desinteressierte bekommen gleich ein Nein.

                      6. Maritta B. sagt dazu:

                        Spieglein, Spieglein. Was ist mit arroganten Personalern? Das geht schon los, wenn Bewerber es wagt eine Frage am Telefon zur Stellenausschreibung zu stellen. Es ist genaususo arrogant, wenn Personaler nicht man den “Sent”-Knopf drücken kann, um anderen Bewerbern wenigstens eine freundliche Absage zu senden.

                      7. Silke sagt dazu:

                        Sich permanent am Bein kratzen hat wohl kaum damit zutun, dass es ihn juckt sondern eher mit Nervosität. Wenn der Arbeitgeber das nicht erkennt ist das für ihn auch ein Minus.

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