Die Wirtschaft wächst wenn auch verhaltener, die Fach- und Führungskräfte werden seltener und wir könnten laut Prognose der Experten, auf eine Vollbeschäftigung zusteuern. Das braucht natürlich auch auf Seiten der Personalbeschaffung Nachwuchs. Nun hat man einen neuen Beruf geschaffen, dessen Titel jedenfalls, Nachwuchs für die Personalarbeit verspricht.
Drei Bundesministerien, haben in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Verdi, der IHK und verschiedenen Verbänden der Zeitarbeit, das neue Berufsbild des Personaldienstleistungskaufmanns geschaffen. Ein einprägsamerer und leichter zu formulierender Name wäre übrigens auch nicht schlecht gewesen. Die ersten Auszubildenden sollen im August diesen Jahres starten. Die Ausbildung selbst dauert 3 Jahre und besteht, wie im dualen Berufsausbildungssystem üblich, aus der betrieblichen Ausbildung einerseits und dem Besuch der Berufsschule andererseits.
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Gerade ein Job als Kanonenfutter ein Beruf mit so hoher Fluktuation bekommt nun so viel Aufmerksamkeit. Ganz ehrlich, die Ausbildungsbeschreibung ist für normale Unternehmen gar nicht adaptierbar. Witzig finde ich, dass die IHK gerade Einladungen für Unternehmen rausgeschickt hat, damit man sich über den neuen Job informieren kann. Vielleicht hätten die einmal vorher dran denken können, für wen die Ausbildung überhaupt zum Tragen kommt.
Ein Lichtblick gibt es dennoch für die zukünftigen Damen und Herren in den Stadtbüros der Zeitarbeitsbranche. Wenn sie schlau sind, machen sie noch eine berufliche Weiterbildung zum Personalfachkaufmann, die direkt im Anschluss an die Ausbildung möglich ist. Falls man dann nach der 3 Zeitarbeitsfirma doch mal auf die andere Seite des Tisches wechseln möchte, hat man bessere Karten.
- Übrigens, ich schreibe nur aus Gründen der besseren Lesbarkeit in männlicher Form. Frauen sollen sich ruhig angesprochen fühlen -






























Juli 8th, 2011 at 15:35
So, nun mal die Meinung von jemandem, der die Ausbildung zur Personaldiesntleistungskauffrau schon absolviert hat. (Verkürzt auf 2 1/2 Jahre.) Der wesentliche Unterschied zum Personalfachkaufmann besteht darin, dass die Ausbildung viel breiter ist. Man lernt nicht nur etwas über Personal, sondern auch über Kunden/ Vertrieb, etc. Das hat meiner Meinung zum Nachteil, dass alles oberflächlich behandelt wird, aber man in keinem Gebiet wirklich kompetentes und umfangreiches Wissen hat.
Ich persönlich werde die Weiterbildung zur Personalfachkauffrau anhängen, damit ich später in eine “normale” Personalabteilung wechseln kann. Den größten Nachteil des Betätigungsfeldes in der Zeitarbeit sehe ich in der hohen Fluktuation der Mitarbeiter(sowohl extern als auch intern). Außerdem ist das Maß an Flexibilität, die man mitbringen muss, extrem hoch. Jede 5 Minuten passiert etwas Unvorhergesehenes, man muss alles umschmeißen…. Überstunden sind Pflicht. Ich kenne kein Zeitarbeitsunternehmen, dass Überstunden der internen Mitarbeiter vergütet oder in Freizeit ausgleicht.
Übrigens wir im herbst diesen Jahres zum ersten Mal der Personaldienstleistungsfachwirt angeboten. Wenn man sich den Rahmenlehrplan ansieht, merkt man schnell, dass nicht viele neue Inhalte hinzu kommen. Größter Vorteil ist, dass der Ausbilderschein mit inbegriffen ist. Aber alles noch sehr ausbaufähig.