IKOM erwartet niedrigere Einstiegsgehälter im nächsten Jahr

ikomErstmalig gibt die IKOM eine Einschätzung zur Entwicklung des zukünftigen Arbeitsmarktes für Studenten und Absolventen ab. Die IKOM setzt sich aus Studierenden der verschiedensten Fachrichtungen der TU München zusammen, die ehrenamtlich Karriereforen und weitere, für Studierende kostenlose Veranstaltungen wie Exkursionen, Workshops und Vorträge organisiert. Außerdem bietet man über die Technische Universität München eine eigene Stellenbörse an.

Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler gefragt, Naturwissenschaftler hinken hinterher

Für ihre Einschätzung, hat IKOM den BA-X, Adecco Stellenindex und Jobs.de Index als Grundlage genommen. So führen Maschinenbau und die Elektrotechnik im Adecco Stellenindex mit über 21.523 Anzeigen die meisten Anzeigen auf. Überraschend belegen die Wirtschaftswissenschaftler den zweiten Platz mit über 16.633 Anzeigen. Die Naturwissenschaftler folgen erst mit deutlichen Abständen. Führt man die Naturwissenschaftler und Informatiker zusammen, ergeben dies 13.111 Anzeigen. Berücksichtig man die Zahl der eingeschriebenen Studenten an deutschen Hochschulen nach Erkenntnissen des statistischen Bundesamt (WS07/08) erkennt IKOM eine relative Nachfragestärke der Wirtschaftswissenschaftler gegenüber den Naturwissenschaftlern. Bedingt nur durch eine geringfügig höhere Anzahl an Betriebswirten (340.334 Zahlen Statistisches Bundesamt WS0708) gegenüber Naturwissenschaftler inkl. Informatiker (315.135 Zahlen Statistisches Bundesamt WS0708)  Lediglich die Informatiker stehen, gemessen an der Studentenzahl einer hohen Nachfrage der Unternehmen gegenüber.

Was darf man erwarten?

Der Jobs.de Index von Jobscout24 vom September unterstützt das positive Bild von BA-X und Adecco Stellenindex und konsolidiert auf Rekordniveau. Die Datenbasis stellen wie beim BA-X die ausgeschriebenen Stellen auf Unternehmenswebsites dar. Das ifo Beschäftigungsbarometer für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands zeichnete im August ein deutlich schwächeres Bild. Tatsächlich notiert das Beschäftigungsbarometer auf dem Niveau von 2006. Trotzdem sieht es danach aus, dass in der chemischen Industrie, der Mineralölverarbeitung und im Maschinenbau weitere Neueinstellungen geben wird. Demnach – wer hätte es anders erwartet – düfen lediglich Fachbereiche im Finanzsektor schlechte Aussichten erwarten, während die Nachfrage nach Berufseinsteigern, hochqualifizierten Arbeitskräften, Praktikanten, Diplomanden nahezu unverändert bleiben wird.

Einstiegsgehälter sinken

IKOM geht davon aus, dass die Einstiegsgehälter zukünftig wieder etwas sinken werden. Nachdem die Einstiegsgehälter in 2006 und 2007 im Saldo gesunken und in 2008 tendenziell eher gestiegen sind, kann man nun mit einem Rückgang auf ganzer Breite zu rechnen. Dies bietet jedoch nach Meinung von IKOM auch eine Chance für kleinere Unternehmen, die nun eher die Möglichkeit bekommen könnten, ebenfalls an Absolventen zu gelangen. Allgemein, geht man davon aus, dass die Unternehmen aus den letzten Abschwüngen gelernt haben und auch in Phasen des Abschwungs ihren Stock an Human Capital erhöhen werden. Wer die gesamte Einschätzung lesen möchte, findet diese hier.

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Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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