Die dümmste Frage die in einem Bewerbungsgespräch gestellt wurde.

Mo, Apr 28, 2008

Witziges & Kuriositäten

Diese Frage hatte ich in einer Blogparade gestellt. Dies war sowohl von Personaler Seite aus zu betrachten, wie auch aus der Sicht eines Bewerbers. Mein Favorit ist die Geschichte mit der unverblümt, offenen und blasenkranken Ergotherapeutin, die sich mit Einlagen zu helfen wusste.

Für mich persönlich ist einer der dümmste Fragen die von Unternehmensseite gerne an den Bewerber gestellt wird, diese: „Und können Sie sich vorstellen, in unserem Unternehmen zu arbeiten?“

Glaubt der Fragesteller tatsächlich dass der Bewerber im Bewerbungsgespräch sitzt, wenn er sich das nicht vorstellen kann und im Vorfeld überlegt hat?

Ich weiß, es ist eine gut gemeinte Frage, die eigentlich darauf abzielt, ob man den Bewerber im Gespräch vom Unternehmen denn überzeugen konnte. Aber sinngemäß ist sie einfach nur dumm.

Zu gewinnen gab es ja auch noch etwas.

Die Gewinner sind ausgelost worden. Die Ziehung wurde natürlich äußerst professionell ausgeführt. Jeder Name wurde auf einen Zettel geschrieben. Dieser klein gefaltet und in meine Basecap (ich liebe Baseballcaps) geschmissen. Meine große Tochter hat dann die - hoffentlich glücklichen Gewinner - gezogen.

 

Über den 1. Preis darf sich Nadia vom Bewerberblog freuen

krimi hörspielDas Audiobook Milchgeld. Kommissar Kluftingers erster Fall von Volker Klüpfl


Der 2. Preis geht an Thomas von Spirofrog

hörspiel Das Audiobook Mittsommermord, von Henning Mankell

Den 3. Preis kann sich Nadine von Her-Life.com anhören

HörspielDas Audiobook Tief unterm Laub von Ralf Kramp

 

 

Die Gewinne werden ab dem 05. Mai versendet, da ich diese Woche noch in Schweden bin.

Und nun noch mal ein paar Beiträge zum Lesen:

Thomas von Spirofrog

Das coolste Event und Frage hatte ich mal bei einem Grossen Telco Konzern!;Im Raum : Der Vertriebsleiter und der Personalchef.

Zweck des Meetings: Einstellung zum Key Account Manager Telco. Der Personal Chef hattte die ganze Zeit Fragen gestellt über 40 mins lang und der Vertriebchef kam nie zu Wort. Gegen Ende wollte der Vertriebs Mann auch mal was sagen, so kam mir das vor und stellt dann die Frage:

Wo wollen Sie denn in 2 Jahren sein?

Ich schaute ihn etwas verwundert an, und schaute dann auf die Beine seines Stuhles und sage nur ganz trocken: “Auf Ihrem Stuhl!”

Fand ich dann doch passend, weil der Mann leider im Gespräch nie zu Wort kam oder durfte, und das ist schwer für einer “Vertriebler” und zeugte nicht zwingend von seiner Macht & Power! Der Personalchef war begeistert und bot mir drei Tage später den Job an! Er mochte die Dreistigkeit!

Frank vom Feel Better Blog:

Es ist schon ein paar Jährchen her, dass ich im Bewerbungsgespräch gesessen habe, aber an die Frage, die mich am meisten genervt hat, erinnere ich mich gut!
Es war die Frage nach meinen Schwächen. Da saß ich fast 1 Stunde und der Personalleiter wurde immer verliebter in sich selbst – von mir wollte er schliesslich aber die Schwächen wissen. Nach Stärken, oder warum ich diesen Job haben will – das war wohl nicht wichtig für ihn. Einen Menschen zu reduzieren auf seine Schwächen, das fand ich damals saudumm! Hätte ich damals eine der wichtigsten Glücksregeln gekannt, hätte ich nur gelächelt: Was andere Dir sagen, hat mit ihnen zu tun. Feel better!

Nadia vom Bewerberblog

Dümmste Fragen gibt es meiner Meinung nach nicht. Die Bewerber sind bei einem solchen Gespräch aufgeregt und da kann es schon mal vorkommen, dass jemand Unsinn redet. Aber das ist so gut wie immer verzeihlich. Schlecht ist immer jede Art von Überheblichkeit. Viel schlimmer finde ich allerdings dumme Fragen vor dem Gespräch: Nämlich die vielfache und umständliche frage wie, wo und zu welchen Kosten man in der Nähe parken könne u.ä. Das sind nämlich Dinge, die man als erwachsener Mensch (vor allem mit Zugang zum Internet) selbst herausfinden sollte.

Nadine von Her-Life.com

Ich war eingeladen zu einem Bewerbungsverfahren auf einem Amt. Ich sage nicht welches Amt, aber ich fand das was sich dort ereignet hat war einfach typisch für ein Amt.

Vor dem genannten Raum saßen dann auch schon andere Bewerber. “Aha”, dachte ich mir, “Die hören sich wohl mehrere Leute an”. Eigentlich Normal, oder? Ich war trotzdem irritiert, denn in der Einladung wurde nichts von einer Massenveranstaltung beschrieben.

Dann wurde uns als mitgeteilt, dass es sich hierbei um ein kleines Assessmentcenter handelt. Wir sollten im Team verschiedene Aufgaben lösen, dabei wurden wir beobachtet und bewertet, anschließend sollten wir unsere Ergebnisse dann vortragen. Soweit ganz gut.

Danach wollten sie mit jedem einzeln sprechen. Was mich genau gestört hat: Zum einen das unangekündigte Assessementcenter, dann die lange Wartezeit auf das Gespräch, die standardisierten und nur vorgelesenen Fragen und einfach, die Tatsache, dass auf die Person, die vor einem saß, nicht eingegangen wurde.

Marcus, der JOBlogger

Ich bin ja leider kein Personaler, hab also bisher noch keine dummen Fragen in einem Bewerbungsgespräch gehört…

Gilly von Gillys Playground

Ich habe mich in meinem jetzigen Unternehmen um eine Beförderung mit Weiterbildung beworben.

Als erstes war da ein Bewerbungsgespräch mit meinem Bereichsleiter. Alles sehr locker und kein Problem.2 Tage später erhielt ich eine E-Mail, dass der Personalchef gerne ein kurzes Gespräch mit mir führen möchte. Ich bin da also hin. Ich kam in einen Raum mit mehreren Leuten und bekam ein paar Filzstifte in die Hand gedrückt “Erstellen Sie in 15 Minuten eine Präsentation zum Thema Outbound” … ich hatte noch nie was mit Outbound zu tun… Nunja, ich habe also irgendwas zu Papier gebracht. Nach 40 Minuten warten war ich dann an der Reihe. Ich betrete einen Raum mit 5 gut gekleideten Personen, inkl. meinem Personalchef. Während ich also die Präsi vortrage benimmt sich der Personalchef extrem merkwürdig, nahezu kindisch. Erst kurz vor Schluss fällt mir auf, dass er einen zu schulenden Agent spielt… schöner Mist, hätte man mir auch früher sagen können. Danach musste ich 3 Stunden auf meine Auswertung warten. Schöner Mist, darauf hätte man mich auch vorbereiten können.

Thomas Schwarzer vom IT Job Blog.de

Manche Fragen, die dem Bewerber als “dumm” vorkommen, sind für Personaler alles andere als dumm. Aber Ausnahmen bestätigen ja, wie so oft im Leben, die Regel! Ich möchte nicht wirklich ausschließen, dass wirklich mal dumme Fragen gestellt werden… aber meist hat jede Frage einen genauen Hintergrund, über die sich die Personaler lange Zeit Gedanken gemacht haben. Und Thomas… Deine Reaktion auf die Frage fand ich genial! Das war ehrlich. Und Deine Ehrlichkeit wurde belohnt! Meine Gratulation… ich hätte genauso reagiert!

Jo von der Karrierebibel

Die dümmste Frage eines Bewerbers, den man selbst angesprochen hat, ist: Wie sind Sie auf mich gekommen?

Natürlich, weil er/sie einem als Talent empfohlen wurde. Wer aber verwundert fragt, wieso bei der Suche nach Talenten ausgerechnet sein Name fällt, schießt sich ins Knie: Wenn er/sie sich offenbar schon selbst nicht gerade für eine Leuchte hält…

Hr. Schmidtie von die Schmidtie´s Blog

Was für Hobbys haben Sie denn?

Zum Beispiel Kochen.

Was machen Sie, wenn Ihnen beim Milch kochen die Milch überläuft?

Bei mir läuft die Milch nicht über!

Was, bei jedem läuft doch mal die Milch über!

Nö, bei mir nicht!

Ich erzählt ihm was von wegen daneben stehen bleiben und aufpassen und von Großmutters Trickkiste … und die nette Dame die dabei war hat mich dann noch tatkräftig unterstützt.

Und dann? Naja, ich mach den Job jetzt schon seit 14 Jahren … genau in dieser besagten Behörde

Markus vom Joblog

Die „unbeholfenste“ Frage, die mir nach dem Vorstellungsgespräch (katastrophal) von einer Bewerberin als Ergotherapeutin in aller Brutalität gestellt wurde, war: “Ich habe ein chronisches Blasenleiden. Wie stehen Sie dazu?“ Oh Gott. Soviel intimes von einem fremden Menschen. Ich fühlte schon so einen bitteren Geschmack hinten im Gaumen und bekam sofort eine Gänsehaut. „Ich verstehe die Frage nicht.“ „Ich meine, ich muss zwischendurch die Therapiestunde verlassen,…“ „Das ist leider nicht möglich. Wir haben die Aufsichtspflicht für die Kinder und sowieso nur begrenzte Zeit,..“ Sie fiel mir ins Wort: „Naja, ich kann ja auch Einlagen benutzen.“ Ich glaube, ich bin für sie rot geworden. WÜRG. Manchen Menschen ist wirklich gar nichts peinlich..

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Der Artikel wurde geschrieben von:

Thorsten - hat 731 Artikel geschrieben auf blogaboutjob Jobs Karriere Recruiting Arbeit.

Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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4 Kommentare dazu:

  1. Nadia sagt dazu:

    Wow! Ich hab was gewonnen! Das ist mir noch nie passiert! Vielen Dank an die Glücksfee. ich bin gespannt auf das Buch. Schöne Woche noch.

  2. Marcus sagt dazu:

    > Glaubt der Fragesteller tatsächlich dass der Bewerber im Bewerbungsgespräch sitzt, wenn er sich das nicht vorstellen kann und im Vorfeld überlegt hat?

    Diese These ist nicht haltbar. Hier geht es in erster Linie darum, die Reaktion sowie die Begeisterung bei dem Bewerber für das Unternehmen abzuprüfen. Und ja, es gibt viele Bewerber, die durch Vorstellungsgespräche mehr Routine erlangen wollen, um beim Wunscharbeitgeber ein solides Bild abzugeben.

  3. Nadine sagt dazu:

    Hey cool ich hab ja gewonnen. :-) Das freut mich jetzt aber echt! Freue mich schon richtig darauf. Danke schonmal.

  4. Nadine sagt dazu:

    Hast du das eigentlich schon los geschickt? Weil bei mir noch nichts angekommen ist. :)

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