Studium für alle

So langsam scheint Bewegung ins Spiel zu kommen. Die schrumpfende Zahl der Fachkräfte verlangt nach längst notwendigen Eingriffen in das Bildungssystem der Hochschulen.Einerseits betrifft dies das Phänomen der Studienmuffel mit Abitur, andererseits die studienwilligen ohne Abitur.

In den letzten Jahren, wuchs die Zahl der Abiturienten kontinuierlich. Von 2003 auf 2007 um gut 17%. Und so konnte Deutschland im letzten Jahr 432.490 Schulabgänger mit Abitur vorweisen. Allerdings viel in der gleichen Zeit die Zahl der Studienanfänger von 39% auf 37%. Die Zahl der Abiturienten die eine Ausbildung begannen, stieg dagegen auf 28% an. Als Gründe werden hier oftmals mangelnde Studienplätze aber auch undurchsichtige Vergabe- und Zulassungsverfahren der Hochschulen genannt. Ein nicht unwesentlicher Teil dürfte allerdings auch schlicht aus monetären Gründen eine Ausbildung vorziehen.

Die steigende Zahl der Abiturienten, erreicht allerdings 2012 den Spitzenwert. Danach geht es bergab. Die Zahl der Schulanfänger ist im freien Fall und in 4 Jahren machen sich die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar. Eine Alternative die Lücke zu füllen, die dann auf den Hochschulen enstehen, wären die Studenten mit einer Zulassung ohne Abitur. Im Moment machen diese allerdings gerade mal 1% aller Studenten aus.

Nun kommt allerdings langsam Bewegung in die Sache. So berichtet zum Beispiel das Handelsblatt, dass DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun und die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel für einen erleichterten Zugang für Praktiker eintreten. Ziel soll sein, dass Praktiker aufgrund ihrer erworbenen Erfahrung in höheren Semestern einsteigen können, um die Studeinzeit zu verkürzen. Dazu laufen ja schon seit Anfang des Jahres 12 Pilotprojekte des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Arbeitstitel: Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge”, kurz ANKOM genannt.

Schön wäre es, über ein vereinfachtes Bewerbungsverfahren den Zugang für alle zu ermöglichen. Und gerade hier wären dann die begleitenden Studien zum Job eine echte Alternative. Warscheinlicher ist jedoch, dass bei dem in der nächsten Woche von Bundeskanzlerin Merkel einberufenen Bildungsgipfel, nicht all zu viel erwartet werden darf. Das Thema der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung ist dabei ein zentrales Thema.

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Ich heiße Thorsten zur Jacobsmühlen bin freier Recruiting Stratege, Social Media und HR-SEO Evangelist, Autor und Blogger. Ich berate Unternehmen im strategischen Aufbau modernster Methoden im Recruiting. Seit über 10 Jahren im e-Recruiting tätig und seit 1994 im Web.Weitere Infos über die Autorenseite

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