Die Nachfahren der Wikinger auf dem zweitgrößten Inselstaat Europas, gleichzeitig die weltweit größte Vulkaninsel, sind gerade einmal 316.000 Einwohner stark. Dafür kommt das südlich des Polarkreises gelegene Island nicht aus den Schlagzeilen. Island gilt seit ein paar Jahren, durch das Schmelzen der Gletscher als Beweis des Klimawandels.
Ein Land ist pleite
Seit ein paar Wochen nun kommt die traurige Berühmtheit als Pleitestaat dazu. Kein Land der Erde hat unter dem Finanzdebakel so zu leiden wie Island. Die Währung, die isländische Krone (ISK), ist quasi nicht nutzbar. Ein Euro ist im Moment rund 290 isländische Kronen wert. Die Krone hat damit rund 70% ihres Wertes verloren. Der Leitzinz wurde nun auf ganze 18% erhöht und die Landesväter klopfen weltweit bei Banken und Regierungen an, um Kredite zu erhalten.
Dahin wo es Jobs gibt
Kein Wunder dürfte da das Ergebnis einer Umfrage des isländischen Beratungsunternehmens Capacent sein, welche in der isländischen Zeitung Morgunbladid veröffentlicht wurde. Demnach möchten aktuell rund 33% der Einwohner zwischen 18 und 75 Jahren und sogar 50% der 18 bis 24jährigen, das Land aufgrund der Entwicklungen verlassen. Offiziellen Schätzungen zu folge, sollen in den nächsten Wochen und Monaten mindestens 2000 Arbeitsplätze verlorengehen. Das hört sich im ersten Moment nach einer nicht so großen Zahl an. Aber in Relation zur Einwohnerzahl sind dies immerhin 0,633% . Würde man dies, um das wahre Verhältnis darzustellen, auf die Einwohner Deutschlands umlegen, sprächen wir hier von einer halben Millionen Arbeitsplätze die verloren gingen.































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