Durch einen Artikel in der Münchner Abendzeitung mit der Überschrift: “Obama greift nach bayerischen Studenten” bin ich neugierig geworden und habe ein wenig recherchiert. Und die Fakten sehen danach aus, dass wir uns auf noch weniger Ingenieure in der Zukunft einstellen dürfen, als wir schon befürchtet haben.
Studieren und Arbeiten in Amerika
In der New York Times wurde über das Programm Barack Obamas berichtet. Demnach möchte er 100 Milliarden Dollar in den nächsten 10 Jahren mehr ausgeben, um jährlich 60.000 Ingenieure in die USA zu holen. Natürlich darf man annehmen, dass Deutschland eines der Zielländer sein wird, wenn es um das Recruiting von ausgezeichneten Ingenieuren geht. Geschickt möchte man die zukünftigen Ingenieure schon vor ihrem Abschluss anwerben, damit sie ihren Master oder Bachelor auf einer der amerikanischen Hochschulen machen.
Arbeitserlaubnis inklusive
Mit dem Abschluss in Amerika gibt es auch die begehrte Green Card, also die Arbeitserlaubnis für die Staaten. Die Studenten selbst sollen mittels Stipendien und kostenlosen Studiengängen gelockt werden. Und wer die Hochschulen in Amerika schon einmal besucht hat weiß, das deren Ausstattung im Bereich Forschung und Technik meist weit über dem liegt, was man auf einer deutschen Hochschule erwarten darf. Mal ganz abgesehen von den Wohnheimen und dem Campus, die auf einigen Hochschulen unglaublich viel zu bieten haben. Alles in allem: Ich würde als Student solch ein verlockendes Angebot ebenso annehmen.
Auslandserfahrung schon im Studium
Praktischerweise hat man mit solch einem Schritt auch schon erste Auslandserfahrung gesammelt. Allerdings ist das Ziel klar. Ein Großteil der Absolventen soll auch in den USA bleiben und arbeiten. Es geht darum, den Staat als Technologieführer nach vorne zu bringen. Barack Obama hat erkannt, dass die Zukunft der USA nur mittels Bildung und Einwanderung von Fachwissen zu bewältigen ist. Deutschland steht mit seinem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel, ähnlich wie andere europäische Länder ebenso vor einem Dilemma. Nur dass wir nun vielleicht zusehen können, wie die Elite endgültig abwandert. Sollte sich nicht schnell etwas ändern.
Ich will es wissen
Zu dem Thema habe ich Prof. Alf Zimmer, den Vorsitzenden des Vereins Universität Bayern, angerufen und ein Interview gemacht. Es ist wirklich lohnenswert sich die halbe Stunde Zeit zu nehmen, um mehr über die Planung der amerikanischen Regierung, unserem Bildungssystem und die Bestrebungen der Hochschulen zu erfahren. Unter diesem Text ist der MP3 Player, wo man nur auf die Playtaste drücken braucht. Kein herunterladen nötig.






























April 15th, 2009 at 14:58
Hallo Thorsten,
mein Lebenstraum ist es in der USA zu leben und zu arbeiten.
Da ich einer dieser erfolgreichen Jungingenieure bin stehen meine Chancen wohl ganz gut.
Kannst Du mir evtl. deine recherchierten Links zukommen lassen.
Danke Dir
April 27th, 2009 at 19:52
Hallo,
wäre über die Links auch dankbar
danke
März 12th, 2010 at 22:55
Hi,
halte ich fuer ein Geruecht oder Falschinformation. Obama verspricht viel und haelt bisher gar nichts. Bisher befaehigt das F1 Visum (Studium) definitiv NICHT zur Greencard.
Und dass Deutsche Ingenieure eine Zielgruppe fuer auslaendische Firmen ist halte ich fuer ueberholt. Das war vielleicht vor 50 Jahren – inzwischen sind sie altbacken, altklug, nicht teamfaehig und unqualifiziert.
gruss teaki