Wer Facebook nutzt, dem könnten Bußgelder von bis zu 50.000 Euro drohen

Fr, Aug 19, 2011

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Der laxe Umgang von Facebook mit den Daten der User hat Datenschützer schon länger beschäftigt. Heute veröffentlichte das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig Holstein eine Pressemitteilung, die für ordentlich Sprengstoff sorgen dürfte. Demnach kann das Einbinden von Facebooks “Gefällt mir” Button, oder das Betreiben einer Facebook Fanpage, sogar bis zu 50.000 Euro Bußgeld kosten.

Die Rechtsanwältin Nina Diercks hatte schon auf der Social-Media-Sicherheitskonferenz darauf hingewiesen, dass Facebook nach Ihrer Ansicht die deutschen Datenschützer auf den Plan rufen werden. Sie schreibt dazu auf Ihrem Blog, was Facebook Nutzer nun, nach der Entscheidung des ULD zu erwarten haben. Die Datenschützer bemängelden schon länger die Reichweitenanalyse von Facebook, scheinen aber auf handfeste Beweise gewartet zu haben. Die dazu erstellte “Datenschutzrechtliche Bewertung der Reichweitenanalyse von Facebook” zeigt auf, wie Facebook, aus Sicht der Datenschützer, mit den Daten der User umgeht.

Über 2 Jahre das Surfverhalten getrackt

Ist ein User bei Facebook eingeloggt, sorgen sogenannte Cookies dafür, dass er erkannt wird und seine Aktion auch seinem Profil zugeordnet werden kann. Einer der Cookies scheint laut Datenschützern sogar dazu zu dienen,  dass Daten von nicht angemeldeten Usern bis zu 2 Jahren gesammelt. Meldet dieser sich dann selbst nach einem so langen Zeitraum an, stehen Facebook die Daten zur Verfügung und könnten dem Profil zugeordnet werden.

Gleichzeitig bemängelt das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz, dass diese Daten mittels Schnittstellen auch Dritten zur Verfügung gestellt werden. Hier liegt auch das Problem für Fanpage Betreiber, also Besitzer einer Facebook-Seite.  Nicht nur, dass  man diese ja “liken” kann, sondern, dass den Administratoren mit “Facebook Insights” ein Statistiktool zur Verfügung gestellt wird, welches auch auf Kommentare, Likes und Abmeldungen Auskunft gibt und Rückschlüsse auf die User zulässt.

Zeit bis Ende September

Wegen der Missachtung des in § 15 Abs. 3 TMG festgelegten Trennungsgebotes ist das Einbinden von Social-Plugins von Facebook in deutschen Webseiten und das Betreiben von „Facebook Insights“ auf Fanpages innerhalb von Facebook unzulässig. Ein Verstoß gegen das Gebot § 15 Abs. 3 S. 3 TMG stellt zugleich eine Ordnungswidrigkeit nach § 16 Abs. 2 Nr. 5 TMG dar, die mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

So fasst es das ULD zusammen. Bis Ende September 2011 hat Facebook nun Zeit die entsprechenden Dienste abzuschalten. Sollte dies nicht geschehen, droht den deutschen Websitebetreibern die Facebook-Plugins einsetzen und Fanpagebesitzern ein saftiges Bußgeld bis zu 50.000 Euro. Das Facebook die Dienste bzw. die Cookies abschafft ist in meinen Augen nicht zu erwarten. Sollte dies dennoch geschehen, dann dürften sich die Datenschützer aber wohl anderer Themen wie den Apps annehmen.

Man rät zum Wechsel

Auf jeden Fall macht es mir den Eindruck, dass man sich auf Facebook eingeschossen hat. In der Analyse rät man den Usern sogar über die Nutzung anderer, europäischer Dienste nachzudenken. Im Wortlaut der Pressemitteilung:

Niemand sollte behaupten, es stünden keine Alternativen zur Verfügung; es gibt europäische und andere Social Media, die den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Internet-Nutzenden ernster nehmen. Dass es auch dort problematische Anwendungen gibt, darf kein Grund für Untätigkeit hinsichtlich Facebook sein, sondern muss uns Datenschutzaufsichtsbehörden dazu veranlassen, auch diesen Verstößen nachzugehen.

Was also tun?

Viele Unternehmen haben sich auf Facebook gestürzt und nicht selten als DAS Medium für Ihre Social-Media-Bemühungen gesehen, anstatt es nur als ein Bereich von vielen zu nutzen und an die Vergänglichkeit der einzelnen Anbieter zu denken. Dies könnte sich im schlimmsten Fall nun bitter rächen. Wer ein eigenes Blog und eine solide Karrierewebsite als Ziel für die Besucher aufgebaut hat und Social-Media nur als Trafficbringer verstanden hat, wird sich zwar ärgern und im schlimmsten Falle Facebook den Rücken kehren müssen, macht aber mit anderen Netzwerken weiter. Denn diese nutzt man natürlich ebenfalls im bunten Strauß der Kommunikationskanäle.

Sollten sich die Datenschützer tatsächlich durchsetzten, dürften diejenigen, die nur auf den Big Player Facebook gesetzt haben, nun in hektische Betriebsamkeit verfallen. Sonst würde deren Personalmarketing und/oder Produktmarketing  am Ende ohne Zielgruppe bzw. Netzwerk dastehen. Egal wie es ausgeht, es zeigt wie schnell ein Kommunikationskanal wegbrechen kann. MySpace war dafür ein schönes Beispiel.

Nachtrag

Ob das Ganze nur ein voreiliger Vorstoß war, wird sich zeigen. Auf jeden Fall haben die Datenschützer die Rechnung ohne die Politiker gemacht. Diesmal schlagen sich einige von ihnen nämlich auf die Seite der User und fordern eine Rücknahme der Strafandrohung. Dies zeigt wiederum die Macht von Facebook asl Massenmedium. Denn welcher Wahlkampf, welche seelensammelnde Politiker-Fanpage funktioniert ohne Facebook. Selbst die Kanzlering müsste sich dann von Facebook verabschieden.

Noch ein Video mit einer Erklärung von Dr. Moritz Karg vom ULD:

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HR Fundgrube

Do, Aug 18, 2011

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PricewaterhouseCoopers (kurz PwC) buhlt momentan mittels Banner um Bewerber. An sich nichts Besonderes. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Sonderaktion in Sachen Bewerbungsmanagement. Betitelt mit der “High Speed Chance” einen Job im Unternehmen zu bekommen.

Lediglich Lebenslauf und Zeugnisse soll der Bewerber hochladen und dafür verspricht PwC:

“Innerhalb von 48 Stunden erhalten Sie fundiertes Feedback und Vorschläge, wo Sie Ihre Fähigkeiten bei uns am besten unter Beweis stellen können. Und anschließend innerhalb von 14 Tagen eine finale Zusage. “

Angesichts der in manchen Unternehmen quälend langen Bewerbungsprozesse eine gute Idee? Die Frage ist halt nur, warum ist so eine Aktion nur begrenzt wie ein Sonderangebot? Wäre doch viel schöner damit zu werben, dass man dies als Standart leisten und anbieten kann.

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr 

Dass Frauen durchschnittlich weniger verdienen als ihre männlichen Pendanten ist mittlerweile wohl bekannt. Laut einer empirischen Studie, die von women&work durchgeführt wurde, liegt dies anscheinend an den Frauen selbst.

Diese seien viel zu bescheiden in Gehaltsverhandlungen. Wer aber seinen Job mit einem niedrigeren Einstiegsgehalt beginnt, wird es schwer haben später mehr zu verdienen. So manövriert man sich also vom ersten Tag an in eine schlechte Ausgangsposition für die Zukunft. Wer mehr wissen möchte, klickt auf den ganzen Artikel bei Crosswater.

Respekt und Anerkennung

Wenn Sie einem Mitarbeiter Wertschätzung gegenüber ausdrücken wollen, dann gibt es die verschiedensten Wege dafür. Im beuflichen Alltag sind das die lobenden Worte, anerkennenden Schulterklaps oder ein schlichtes aber herzliches Dankeschön. Emotionen wirken mehr als schnöder Mamon.

Das gilt auch für Jubilare unter den Mitarbeiter. Was glauben Sie? Freut sich ein Mitarbeiter nach 40 Jahren Betriebszugehörigkeit eher über eine goldene Uhr, oder über solch eine emotionale Aktion. Abgesehen von der viralen Wirkung für das Employer Branding. Aber dies nur nebenbei…

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Endlich wieder Montag

Mo, Aug 8, 2011

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Ich habe heute eine Stellenanzeige von Henkel gefunden, die mit dem Slogan betitelt wurde: “Thank God it´s Monday.” Auf der Website des Unternehmens sind nun verschiedene solcher Sprüche im Karrierebereich zu finden. Hinter den Aussagen stecken dann Mitarbeiter des Unternehmens als Testimonials. Witzig: Ein und derselbe Spruch wird dann schon mal gerne von zwei verschiedenen Mitarbeitern genutzt.

Ich habe mich gefragt, was bewegt so eine Überschrift beim potentiellen Bewerber? Denn dort werden die Testimonials so eingesetzt:

Was glauben Sie, wie potentielle Bewerber solche Sprüche aufnehmen? Mich interessiert Ihre Meinung dazu und deswegen habe ich eine kleine Abstimmung vorbereitet. Bitte geben Sie Ihre Stimme ab:

Wie werden die Testimonials nach Ihrer Meinung auf Bewerber wirken? Sie können bis zu 2 Antworten anklicken.

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Apply with LinkedIn Button

Fr, Jul 29, 2011

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Das größte Business Netzwerk, LinkedIn, präsentiert nun einen Bewerbungsbutton namens “Apply with LinkedIn”, den Unternehmen in Ihre Stellenanzeigen einbinden können. Möchte sich nun jemand bewerben, braucht die Person lediglich auf den LinkedIn-Bewerbungsbutton klicken und schon wird sein Profil an das Unternehmen übermittelt. Vorausgesetzt natürlich, der Bewerber verfügt über ein Profil bei LinkedIn. Über die Vor- und Nachteile des einfachen Bewerbung per Klick.

Einfach einen virtuellen Schalter anklicken und schon ist die Bewerbung beim Wunscharbeitgeber. Zugegeben, ganz so vollkommen wird es wohl in den wenigsten Fällen laufen. Aber keine Mail, keine pdf-Anhänge einfach nur ein Klick. Das hört sich doch sehr gut an. Von Seiten der Arbeitgeber wird das Angebot auf jeden Fall in apply-with-linkedin-buttoneinigen Märkten bzw. Ländern einen großen Anklang finden. In den deutschsprachigen Ländern legt man oft wert auf eingefahrene Normen und tut sich oft schwer mit Neuerungen. Auch wenn diese eine Menge Vorteile bieten. Für die innovativen und experimentierfreudigen Personalabteilungen bietet sich aber mit dem Bewerbungsbutton von LinkedIn ein echter Mehrwert. Und wer über ein Bewerber-Management-System verfügt, sollte es schon als Pflichtübung ansehen. Und dem Bewerber sollte man es vor allem immer eins machen: Leicht!

Bewerben mal anders

In den USA und UK hat das LinkedIn Profil schon längst den üblichen CV bei größeren Unternehmen und Personalagenturen ersetzt. Zumal hier in der Regel keine Zeugnisse gefordert werden, bzw. es keine Zeugnisse in der uns bekannten Form ausgestellt werden. Während in den deutschsprachigen Ländern dann doch eher auf den in Word tabellarisch erstellten und anschließend in PDF-Format umgewandelten Lebenslauf Wert gelegt wird. Und die Zeugnisse, nachdem diese eingescannt und ebenfalls in PDF umgewandelt wurden, sollen meist im Anhang nicht fehlen. Hört sich der Aufwand nicht schon ziemlich altbacken und umständlich an, im Zeitalter der Echtzeitkommunikation und der kurzen und immer weiter zu optimierenden Bewerbungsabläufe?

Aus Bewerbersicht

Wenn man den Button einmal ausprobiert hat hofft man als Bewerber nur noch, dass es zum Standarttool bei Stellenanzeigen wird. Im simpelsten Falle ein Klick um sich zu bewerben und einen weiteren um die Absendung des Profils wirklich durchzuführen. Es gibt noch ein paar Erweiterungsfunktionen die ein Arbeitgeber einfügen kann. Im aufwändigsten Falle wäre das eine Möglichkeit ein Anschreiben in ein Freifeld zu tippen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit zwei weitere Optionsfelder einzubinden. Zum Beispiel um Fragen zu stellen. Der Bewerber kann bei seinen Daten nun noch seine EMail Adresse und Telefonnummern ändern, um die Kommunikationskanäle für die Bewerbung in gewünschte Bahnen zu lenken.

linkedin-apply-button-bewerber

Spannend wird es nach der Bewerbung, denn dann zeigt mir LinkedIn die Kontakte ins Unternehmen und gibt mir die Möglichkeit den betreffenden Personen eine Nachricht zu senden. Hilfreich, wenn man bedenkt wie viele Jobs mit Vitamin B vergeben werden.

linkedin-apply-button-bewerber-empfehlung

Aus Arbeitgebersicht

Das “Apply with LinkedIn” ist ein PlugIn (Erweiterung) das, wie schon erwähnt, auch bestimmte Bewerber-Management-Systeme (ATS- Applicant Tracking Systems) unterstützt, bzw. füttert, indem die LinkedIn-Daten dort automatisiert eingespielt werden. Jobvite ist dazu in der Lage und zukünftig wird die auch hierzulande so häufig genutzte Talent-Management-Software von Lumesse (ehemals StepStone Solutions) dazu gehören. Welche Software mit dem Button arbeitet kann man hier nachlesen. Neben der Integration bei Bewerber-Management-Systemen, bei denen man dann getrost den Anbieter ansprechen kann, gibt es auch eine Möglichkeit den Button für jedermann zu nutzen.

In diesem Falle wird die Bewerbung nicht in die Datenbank gespielt, sondern an eine Email Adresse meiner Wahl gesendet. Das Ergebnis sieht zunächst nicht gerade aussagekräftig aus, aber immerhin beinhaltet es momentane und ehemalige Arbeitgeber, sowiederzeitige und ehemalige Positionen dort. Ebenfalls wird, falls vorhanden, die letzte Empfehlung von Dritten angezeigt. Somit sieht die Mail an das Unternehmen anders aus, als as Absendeformular des Bewerbers, wie man bei folgendem Bild sehen kann:

ansicht-unternehmen

Die Kurzbewerbung ist somit eher als Appetithappen zu verstehen,  um dann bei Gefallen auf den Profilbutton zu klicken und sich das gesamte Profil anzusehen. Tatsächlich beinhaltet die Kurzbewerbung per Mail aber noch einen Anhang, der wiederum den hiesigen Personalabteilungen entgegen kommen wird. Dort ist nämlich ein PDF zu finden, dass das ganze Profil enthält. Wunderschön, fast wie ein üblicher CV angeordnet. Altes Personalerherz, was willst du mehr? Also müssen sich hiesige HR Abteilungen nicht unbedingt umstellen. Und wer immer noch auf gedrucktes Papier steht, der kann natürlich das PDF zu Zellulose wandeln. Übrigens enthält der PDF-Lebenslauf auch alle Empfehlungen. Ist also ein allumfassendes Dokument und ersetzt rein informativ die alte Bewerbung. Wenn dann noch die Möglichkeit genutzt wird ein Anschreiben als Freitext zu integrieren, wird aus dem Apply-Button eine echt runde Sache.

Wer sich die Bewerbungen, wie gerade beschrieben, an eine Email Adresse senden lassen möchte, kann den von LinkedIn angebotenen Generator benutzen um einen eigenen Button erstellen zu lassen. Dazu generiert das Tool nach Eingabe meiner Daten und Vorgaben ein sogenanntes Javascript, welches man in eine Seite einbindet. Es wird also ein kleiner Programmcode generiert , den man mittels Maustaste kopiert und dann in die HTML einer Website, zum Beispiel einer Stellenanzeige, einfügt.

Wie einfach das geht, zeigen die folgenden Bilder. Erst einmal alle Daten eingeben:

linkedin-apply-button-generator

Und dann das Javascript generieren lassen:

linkedin-apply-button-code1

Schön, wenn alles so einfach wäre. Denn LinkedIn spricht nicht umsonst Entwickler an wenn es um die Integration des Buttons geht. Es ist keine Kunst, aber wenn Sie nicht wissen was die rot markierte Zeile im obigen Bild bedeutet, sind Sie wahrscheinlich auf fremde Hilfe angewiesen, oder Sie lesen den Bericht hier aufmerksam durch, um das kleine Problem zu beheben. Sie müssen also einen API Key an dieser Stelle eingeben. Ein solcher API Key wird von den Anbietern verlangt, damit Sie sich mit Ihrer Website identifizieren und somit kein Schindluder treiben. Das ist vor allem wichtig, wenn Sie in einer Entwicklerumgebung arbeiten und die Schnittstellen von Unternehmen wie LinkedIn nutzen, um vielleicht eigene Plugins, also Erweiterungen, zu programmieren. Ich weiß, wollen Sie gar nicht, sondern nur den verdammten API Key, damit Sie endlich den Button in Ihre Jobs einbinden können. Sie können die Aufgabe nun an Ihre IT delegieren und den nächsten Punkt überspringen, oder aber, wenn Sie Lust haben es selbst zu probieren, einfach weiterlesen.

Einen API Key bei LinkedIn anfordern

Dazu müssen Sie sich zunächst einmal in die Entwicklerumgebung einloggen, indem Sie hier klicken. Wenn Sie, das setzte ich nun voraus, ein Profil bei LinkedIn besitzen, melden Sie sich an. Nun können Sie eine neue Entwicklung anmelden. Sie haben zwar keine, aber das spielt keine Rolle dabei. Wichtig sind natürlich die Pflichtfelder und das Feld für die API des Java Scripts. Dort geben Sie Ihre Domain ein. Im Bild rot umrandet:

api-key-limkedinNachdem Sie dann unten auf Anwendung hinzufügen klicken, bekommen Sie Ihre Anwendungsdetails angezeigt. Darunter befindet sich auch der API-Key, den Sie nun anstatt des Textes (YOUR_API_KEY) im Javascript ersetzen. Dann erst können Sie den Javacode kopieren und in Ihre Seite integrieren.

linkedin-bewerbungsbutton-api-key

Pimp your Button

Wem das alles nicht reicht, der kann seine Funktionen noch erweitern. Dazu muss man lediglich ein wenig am Code ändern. Wer ein Anschreiben in den Code einbauen möchte, kann einfach einen kleinen Codeschnipsel a la ledata-coverLetter=”optional” eingeben und schon hat man die Möglichkeit eröffnet, ein Anschreiben mit hoch zu laden. Bis zu drei Fragen kann man ebenfalls unterbringen, die dann via Checkbox vom Bewerber beantwortet werden können. Leider keine offene Fragen, sondern nur worauf man mit Ja und Nein antworten kann. Auch eine ID kann man vergeben, um den Job richtig zuordnen zu können. Wer sich einen Überblick über alle Möglichkeiten verschaffenoder seine IT darauf aufmerksam machen möchte, klickt hier in die Beschreibung und in die Anleitung von LinkedIN.

Zunächst müssen Sie sich also einen API Key besorgen, wie oben beschrieben. Wünschen Sie, dass der Bewerber ein Anschreiben mit hochladen kann, dann schauen Sie nochmals hier, wie das geht. Dann öffnen Sie den Generator und lassen sich den Code erstellen. Dort geben Sie dann Ihren API Key und eventuelle Änderungen ein. Und schon haben Sie Ihren eigenen Apply with LinkedIn Button.

So sieht es aus

Der Lohn Ihrer Bemühungen kann sich sehen lassen. Sie können einfach den Button in die gewünschte Stellenanzeige einbauen. Ich habe Ihnen einfach eine kleine Anzeige im Blog erstellt. Dort können Sie sich nun als Schreibhilfe bei mir bewerben um den Prozess als Bewerber zu erleben. Das ist natürlich Spaß und Ihre Bewerbung wird von mir gelöscht. Den Job gibt es natürlich auch nicht. Um zur Anzeige zu gelangen, klicken Sie einfach auf das Bild.

stellenangebot-journalisten-bewerbungsbutton

Fazit

Ich finde den Button richtig komfortabel und einen echten Mehrwert. Ich selber empfinde die Profile von LinkedIn schon lange als adäquaten Ersatz für den herkömmlichen Lebenslauf. Wo, wenn nicht in den Business Netzwerken sind die Daten aktuell und zugleich meist noch mit den Newsstreams der Bewerber verbunden. Mit wenigen Klicks kann ich mir ein rundes Bild eines Bewerbers machen, wenn er denn sein Profil gepflegt hat und versteht, die Informationen über sich zu nutzbringend einzusetzen und zur Verfügung zu stellen.

Zum Thema Datenschutz stellen sich wohl so manche Fragen. Durch die Integration des Buttons auf eigenen Seiten ermögliche ich ja wahrscheinlich die Daten der betreffenden Person an Server in den USA zu leiten. Klar liegen da schon alle Profile, aber was ist mit der Übermittlung der IP Adresse, wenn diese eben von meiner Website kommt? Da wäre noch Klärungsbedarf.

Alles in allem aber eine echt runde Sache.

[fblikebutton]

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Facebook bewegt die Gemüter

Do, Jun 16, 2011

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In den USA scheint Facebook im letzten Monat 6 Millionen Mitglieder verloren zu haben. Zwar wächst das größte Network weiterhin, aber nicht mit der zuletzt gewohnten Geschwindigkeit. Schon taucht allerorten der Begriff Hype auf. Tatsächlich wächst es weiter, aber anders als gedacht.

facebook-statistikInside Facebook ist ein Nachrichten- und Informationsdienst, der über Produktneuheiten und Aktivitäten von Facebook informiert und eigene Daten über die Aktivitäten der User erhebt und zum Teil gegen Bezahlung zur Verfügung stellt. Dazu nutzt der Dienst sein sogenanntes “Inside Facebook Gold” Tracking-Tool. Bei der letzten Messung ermittelte man dann einen Einbruch bei den Userzahlen. Alleine in den USA soll Facebook  zwischen Mai und Juni rund 6 Millionen aktive Nutzer weniger verzeichnen können.

Stich in den Ameisenhaufen

War man seit Jahren an stetig steigende Nutzerzahlen gewöhnt, scheint eine solche Meldung für Einige unglaublich und für Andere der Anfang vom Ende eines Hypes. Wie dem auch sei, die Nachricht bzw. die Zahlen wurden bei Twitter und Facebook von den Usern heiß diskutiert. Auch die nationalen und internationalen Medien berichten von den müden Usern, die scheinbar keine Lust mehr auf Facebook haben.

Facebook erreicht so langesam die Marke von 700 Millionen Mitgliedern. Die monatliche Entwicklung war auf 20 Millionen Mitglieder im Monat angewachsen. Zum geplanten Börsengang in 2012 dürfte Zuckerberg mit einer Mitgliederzahl von 1 Milliarde gerechnet haben. Hinter dem vielfach genannten, zu erwartenden Börsenwert würde dann das Gegengewicht von 100 Dollar pro Mitglied stehen.

Ewiges Wachstum

Investorengetriebene Unternehmen kennen nur eines. Wachstum. Da passt nun solch eine Meldung gar nicht gut ins Bild, dass die Zahl der neuen Anmeldungen im April zwar bei immer noch unglaublichen 14 Millionen lag aber eben 6 Millionen weniger als erwartet. Und im Mai sogar auf 12 Millionen sank. Interessanterweise verweist heute dann auch Inside Facebook auf andere Faktoren wie auf die Zeiträume von Hochschulabschlüssen, die einen solchen Einbruch erklären könnten.  Und die Zahlen von Nielsen, ComScore und Co, die Inside Facebook nun präsentiert, sehen doch gar nicht so schlecht aus für die Nutzer in den USA. Hat man da Inside Facebook etwa zurückgepfiffen?

Tatsache ist, dass Facebook das mit Abstand größte Online-Network der Welt ist. Fakt ist aber auch, dass die User in einigen Ländern, allen voran auch Europa, müde zu werden scheinen. Ich habe mir mal angeschaut, was Google Trends zu den Unique Visitors sagt. Also wie intensiv wird Facebook in den jeweiligen Ländern genutzt.

Hier kommt neues Futter für die Community her:

facebook-entwicklung

Brasilien, das vorher die weltgrößte Nutzerschaft in dem hier meist unbekannten Google-Network Orkut stellte, scheint mehr Gefallen an Facebook zu finden und erlebt seit Herbst 2010 einen regelrechten Boom. Und auch andere, bevölkerungsreiche Staaten wie Mexico und Indien erleben eine gleiche Entwicklung und sorgen so für mehr Mitglieder.

facebook-entwicklung-afrikaUnd auch in Afrika avanciert Facebook zum Renner und zeigt eine steile Entwicklung der Unique Visitors. Ein unglaubliches Potential.

Ist Europa Facebookmüde?

Die Entwicklung in Europa zeigt dagegen Stagnation und negative Tendenzen. Auch in anderen, hier nicht aufgeführten Ländern wie Polen, Slowakei usw. sehen die Grafiken ähnlich aus:

statistik-facebookuser-europa

Natürlich findet das auf hohem Niveau statt und wahrscheinlich spielen auch Faktoren wie Frühling bzw. Sommer eine Rolle. Hier dürfte die Internetnutzung auf Kosten von Freizeitaktivitäten zurückgefahren werden. Persönlich glaube ich aber an erste Ermüdungserscheinungen auf Seiten der User. Das dürfte einerseits dem Zeitaufwand geschuldet sein, andererseits aber auch der ewigen Jagd nach Neuem. Zwar bieten Facebook und andere immer neue Gimmicks und Erweiterungen, aber nach ein paar Monaten dürfte der Glanz des Neuen doch bei Manchem verflogen sein. Für das Personalmarketing heißt es aber weitermachen. Denn egal was gemeldet wird. So viele User können Sie nirgendwo so gezielt für ein gutes Arbeitgeberimage bewerben wie in Facebook.

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Durch Neuromarketing die Mitarbeitersuche optimieren

Di, Mai 24, 2011

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Professionelle Bilder oder Employer-Branding-Videos in Stellenanzeigen und auf Karrierewebsites sind, jedenfalls bei allen großen und vielen mittelständischen Unternehmen, gern genutzte Instrumente. Durch Ansätze aus dem Neuromarketing kann man diese und andere Hilfsmittel optimiert einsetzen um erfolgreich zu rekrutieren.

Das Neuromarketing ist eine recht junge und nicht ganz unumstrittene Wissenschaft. Sie befasst sich mit der Beeinflussung von menschlichen Entscheidungen durch gezielte Marketingaktivitäten auf der emotionalen Ebene. Kurz gesagt: Die Kunst eine menschliche Entscheidung durch in der Werbung verankerte Emotionen zu beeinflussen. Seinen Ursprung und die hauptsächliche Nutzung findet man im Produktmarketing. Hier soll der potentielle Kunde zu einer Kaufentscheidung “verführt” werden. Eine Methode um auch Bewerber mit einem durch Neuromarketing optimierten Personalmarketing zu gewinnen?

Das Auge isst mit

Bilder eignen sich hervorragend, um bei dem Betrachter in kürzester Zeit ein Gefühl zu wecken. Idealerweise natürlich ein positiv ansprechendes. Während bei vielen Produktbildern auf ein Höchstmaß von Professionalität Wert gelegt wird, scheint dies im  Personalmarketing  vieler Unternehmen offensichtlich keine Rolle zu spielen. Selbst bei Kampagnen die durch Agenturen unterstützt bzw. erdacht und durchgeführt werden. Einen Fotografen zu engagieren der dann solch ein Thema professionell umsetzt kostet Zeit und Geld. Die wenigsten Personalabteilungen oder Agenturen mit Focus Stellenanzeigen werden überhaupt jemanden kennen,  der die Bildmotive so arrangiert, dass diese zu einer optimierten und positiven Wahrnehmung führen.

kennt-jederWas bleibt ist oftmals der Griff in die virtuelle Fertigbildkiste. Diverse Bilderdienste bieten durchaus professionelle Fotografien, die man für wenig Geld und mit weitreichenden Veröffentlichungsrechten erwerben kann. Das führt dazu, dass man oftmals auf die ewig gleichen Fotos bzw. Gesichter stößt und die Motivinhalte nicht im Geringsten den gewünschten Inhalt einer Stellenanzeige transportieren. Auch eine optimierte, dem Auge gefällige Darstellung die mit dem Text und dem Gesamtaufbau harmoniert, entfällt hier oftmals völlig.

Tatsächlich lässt sich durch das sogenannte Eye-Tracking, also das Verfolgen und Messen der Augenbewegung, sehr genau feststellen, was den Betrachter interessiert bzw. sein Augenmerk wortwörtlich lenkt. Ein einfaches Beispiel: Ein Bild einer Person in einer Stellenanzeige hält ein kleineres, aber gut sichtbares Objekt in Ihren Händen und der Blick der Person auf dem Bild ruht darauf mit einem neugierigen und erfreuten Gesichtsausdruck. Was glauben Sie, wohin Ihre eigenen Augen folgen werden, wenn Sie dieses Bild selbst betrachten? Eine einfache aber effektive Methode ist es auch, den Blick einer Person auf einem integrierten Bild als Lesehinweis zu nutzen. Wenn eine Person auf einem Bild auf einen bestimmten und idealerweise optisch hervorgehobenen Bereich im Text der Stellenanzeige schaut, folgt auch unser Blick gerne dorthin.

Unter dem Gesichtspunkt, dass man einen Betrachter innerhalb der ersten Sekunden fesseln und zum weiterlesen animieren kann, kann dies enorme Steigerungsraten bei der Veweildauer der Leser bedeuten. Und gerade im Web ist dies ungeheuer wichtig. Spätestens seit Dr. Mario Fischers Buch Website Boosting
, weiß jeder SEO Spezialist, dass man nur mit einem kurzen Scanblick, auffällige und an den richtigen Stellen im Wahrnehmungsfluß platzierte Inhalte wahrnimmt. Wird dies nicht optimiert oder sogar im schlimmsten Falle ignoriert, gehen Leser und in unserem Falle sind das potentielle Bewerber, schnell verloren. Neuromarketing und die Usability einer Website oder online Stellenanzeige gehen also Hand in Hand.

Videos bleiben im Gedächtnis

Auch die Hintergrundstrahlung des Monitors macht uns das Lesen im Web zur Qual. Oftmals, wie bei so vielen Dingen im Leben, unbewusst. Es ist einfach furchtbar anstrengend für unser Gehirn, wenn das starke Hintergrundlicht, den Text so überlagert. Das ist auch der Grund, warum wir völlig anders im Web lesen, als in einem Buch oder Werbeflyer. Unser Gehirn schützt sich so selbst. Was liegt da scheinbar näher, als Botschaften in Bewegtbildformate, sprich Videos zu verpacken und den Usern anzubieten?

Und tatsächlich, schon 2008 hat Professor Pagel und sein Team von der Hochschule Düsseldorf in einem Versuch mittels Eytracking und anschließender Befragung feststellen können, dass die Inhalte von Arbeitgebervideos ansprechend auf Betrachter wirken. Mehr noch, 85 Prozent der Probanden konnten den Inhalt der Videos wiedergeben.

Bleibt natürlich die Frage zu klären, ob man ein Hochglanzvideo einbinden sollte oder lieber den Abteilungsleiter oder gar den Chefe himself zu Videokamera greifen lässt. Ein selbstgemachtes Wackelvideo hat den unbestreitbaren Vorteil auf der Authentikskala weit oben zu liegen, aber es passt nun mal nicht zu jeder Zielgruppe und lässt vor allem eins vermissen: Den Ansatz des Neuromarketings. Denn wer vermag als Laie schon die richtigen Emotionen durch ein selbstgedrehten Video zu vermitteln? Ich gehe davon aus, dass auch hier ein durchdachtes, professionelles Video in Zukunft Einzug halten wird. Auch wird gerne vergessen, wie wichtig zum Beispiel Musik bzw. Klänge in den angebotenen Videos wirken, bzw. sich für die Verstärkung oder Lenkung von Emotionen auszeichnen.

Mit Musik geht alles besser

Tatsächlich spielt Klang in Stellenanzeigen noch gar keine und bei Karrierewebsites fast keine Rolle. Welch wichtigen Wert Klang im Marketing besitzt wissen wir spätestens seit den Di-Di-Di-Di-Ding der Deutschen Telekom. Wussten Sie, dass die 5 Töne die 5 Punkte im Logo widerspiegeln? Klangmarken oder Corporate Sound nennt man so etwas und dient der Wiedererkennung. Ein akustisches Logo das im Idealfall natürlich auch Emotionen beim Hörer weckt.

Jeder Spielfilm wird ohne Musik zur emotionalen Urlaubs-Diashow von Freunden.. Spannung, Freude, Trauer, Gefahr, werden durch Musik bzw. Klang erlebbarer. Ein ungenutztes Potential bei im Personalmarketing. Sinnvoll und vor allem dezent eingesetzt, kann es als Verstärker der Usereindrücke durchaus genutzt werden. Daraus kann man schöne Spielereien basteln, die eine Stellenanzeige sogar zum Erlebnis macht. Wie wäre es denn, wenn Ihr Klanglogo ertönt, wenn man mit der Maustaste in die Nähe des optisch dargestellten Logos in der Stellenanzeige kommt. Vor allem ist Musik und Klang aber einer der wichtigsten Aspekte bei den Videos.

QR Code und Games

Der QR Code bietet den unbestreitbaren Vorteil, viele handfeste Informationen wie Adressen oder einen Link zu transportieren den der User mittels Smartphone sofort auslesen kann. Tatsächlich wurde der zweidimensionale Strichcode schon 1994 in Japan erfunden. In Asien wurde und wird er auch wesentlich häufiger genutzt, als es hierzulande der Fall ist. Was aber hat der QR-Code nun mit Neuromarketing zu tun? In der ursprünglichen Form sicher nicht wirklich viel, aber man kann das Helferlein ja mit wesentlich moderneren Methoden koppeln.

qrcodeWer sich schon einmal mit Augmented Reality, also der erweiterten Realität befasst hat, weiß, dass die Darstellungsmöglichkeiten wirklich vielfältig geworden sind. Es wäre also kein Problem einen virtuellen Rundgang am eventuell zukünftigen Arbeitsplatz auf diese Weise anzubieten oder sich der Recruiter auf diese Weise digital vorstellt und über den Bewerbungsablauf informiert. Spielereine die hängen bleiben, aber erst beim zweiten Eindruck zählen dürften.

Wer eine junge, webaffine Zielgruppe als potentielle Bewerber ansprechen möchte und immer wieder in diesem Bereich sucht, kann auch mal mit dem Gedanken spielen eine Stellenanzeige mit einem Game zu kombinieren. Kostenloser Download via Stellenanzeige oder Karrierewebsite. Natürlich immer schön im Corporate Design. Wer dabei Geld anpackt und sich ein richtig gutes Game bauen lässt, dürfte sich über viel Aufmerksamkeit freuen dürfen und kann sich so in die Herzen und Köpfe der Zielgruppe bringen.

Das Rad nicht neu erfinden

Tatsächlich sind Bilder, Videos und Musik nicht neu im Marketing. Aber die Art des Einsatzes ist es. Mittlerweile gewinnt das Neuromarketing immer mehr an Bedeutung in den USA und Europa. Obwohl die Kosten für den Research rund 30 Prozent höher liegen als im klassischen Marketing. Nicht zuletzt, da man bei der Suche nach der idealen Gestaltung nicht nur auf Befragung und psychologische Komponenten setzt, sondern Techniken wie das Eyetracking und der Einsatz von einem EEG (Electro EncephaloGram) schlichtweg aufwendig sind und viel Geld kosten.

Die Mensch im Web giert nach Erlebnissen. Erst durch die eigene, aktive Teilnahme an der Webkommunikation via Blogs und anschließend als Massenbewegung dank Social Media, wurde das Mitmachweb zum Maß der virtuellen Dinge. Von der Information zur Erlebniswelt. Wer aber bietet schon wirkliche Erlebnisse in seinem Personalmarketing? Tatsächlich ist hier noch sehr viel Potential nach oben.

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Interview mit Dr. Carsten Busch von Lumesse

So, Mai 22, 2011

1 Kommentar

Ich habe ja schon über den Wandel von StepStone Solutions zu Lumesse im Blog berichtet. Nun habe ich Dr. Carsten Busch zu den Hintergründen befragt und darüber gesprochen, was die HR Branche demnächst von Lumesse erwarten kann.

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StepStone Solutions wird zu Lumesse

Di, Mai 10, 2011

1 Kommentar

lumesse-logoNun ist es amtlich: StepStone Solutions, einer der weltweit führenden Anbieter von Talent Management und Talent Aquisition Software, heißt ab heute Lumesse. Der Name ist die Kurzform von “Illuminate the Essence” und soll, neben dem weltweiten Namens-Relaunch, auch eine neue Ära in der Unternehmensgeschichte anstossen.

Von ExecuTRACK bis Lumesse

  • Dr. Andreas Hoynigg gründete zusammen mit Dr. Carsten Busch und dem mittlerweile leider verstorbenen Uwe Mangold das Unternehmen ExecuTRACK als IT Schmiede und konnte mit der Talent Management Software ETWeb™ namhafte Kunden gewinnen und den, bis dato nahezu jungfräulichen Markt des Talent Managements, ausbauen.
  • Im Dezember 2006 kaufte dann, die 1996 in Norwegen gegründete Online Stellenbörse StepStone, ExecuTRACK für 32 Millionen Euro ein und wurde somit gleichzeitig zu einem der weltweit größten Anbieter für Talent Management Software. Das Geschäft wurde weiter internationalisiert und konnte sich an stetigem Wachstum erfreuen. Der Name wurde in diesem Zuge auf StepStone Solutions geändert.
  • Im März 2010 verkaufte Springer dann die lukrative IT Sparte StepStone Solutions wieder, da diese nicht in das Unternehmensportfolio mit Fokus auf das online und offline Anzeigengeschäft passte. Käufer war, und jetziger Besitzer ist, der Finanzinvestor HgCapital LLP.

HgCapital LLP setzte sich zum Ziel, aus der Talent Management Software Schmiede den internationalen Marktführer zu machen. In diesem Zuge wurde erst im September 2010 der Wettbewerber Mr. Ted aufgekauft um deren Technologie in die Produkte von Lumesse einfließen zu lassen.

lumesse-website

Aus Verwechslungsgründern war eine namentliche Trennung von StepStone nur ein logischer Schritt, der nun im heutigen, weltweiten Relaunch gipfelt. Alles in allem tritt das Unternehmen jünger und frischer auf und passt sich somit auch den Bedürfnissen der Märkte an. In Europa ist Lumesse schon Marktführer mit weiterhin hohem Wachstumspotential. Das sieht Dr. Carsten Busch, Geschäftsführer von Lumesse Deutschland auch so und betont:

“Hierzulande entdeckt derzeit insbesondere der Mittelstand das Thema Talent Management für sich, um aus der Regionalität heraus noch besser global zu agieren zu können. Lumesse ist dafür der perfekte Partner.“

So eine Namensänderung schlägt natürlich auch intern ganz hohe Wellen. Die Mitarbeiter von Lumesse haben ihre Profilbilder auf XING geschwärzt und nur einen Hinweis mit “Es wird dunkel? noch einen Tag bis es sich aufhellt” gegeben. Gute Idee die eigenen Kontakte auf die Veränderung neugierig zu machen. Das Office in Düsseldorf wurde bei einer Wochenendaktion umgestrichen und erstrahlt nun in den Farben des neuen CI. Außerdem wird heute am Gebäude in Düsseldorf ein Schriftzug mit dem neuen Namen enthüllt werden.

lumesse-xing

Mittlerweile zählt Lumesse schon mehr als 1.700 Unternehmen in über 70 Ländern zu ihren Kunden. Die integrierten Talent Management Lösungen sind mittlerweile in mehr als 50 Sprachen verfügbar. Wir dürfen also gespannt sein, wie die Erfolgsstory weitergeht und wie sich das Talent Management entwickeln wird. Der Mittelstand dürfte hier die entscheidende Rolle spielen, was den Mengeneinsatz angeht.

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Digitale Fundstücke

Di, Mai 3, 2011

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Die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Osteuropäer, am ersten Mai, habe ich stilecht in der Slowakei verbracht. In den nächsten Tagen werde ich dazu meine gesammelten Eindrücke bloggen. Heute geht es erst mal um ein paar lesens- und sehenswerte Fundstücke aus dem Web.

Mitarbeiter sollen sich per Unterschrift von Suizidabsichten distanzieren

Knapp zwei Jahre ist es nun her, dass ich über die Suizide beim taiwanesischen Unternehmen Foxconn berichtet habe, die für Apple das iPhone, iPod und den iPad baut. In den chinesischen Städten Shenzhen und Chengdu, beschäftigt der Elektronikriese rund eine halbe Millionen Mitarbeiter. Letzes Jahr gab es dann wieder eine Serie von Selbstmorden unter den Mitarbeitern, wie der Guardian berichtet, verlangt Foxconn nun von seinen Mitarbeitern, dass diese eine Anti-Selbstmord-Erklärung unterzeichnen.

Apple wird sich über diese negativen Berichte aus China nicht freuen dürfen. Dem Observer lag z.B. eine Gehaltsabrechnung vor, auf der 96 Überstunden – in einem Monat – verzeichnet waren. Und das bei einem Gehalt von durchschnittlich 148 Euro im Monat, bei regulären 48 Stunden Wochenarbeitszeit. Außerdem wird angeführt, dass schlecht performende Mitarbeiter auch schon mal vor versammelter Mannschaft runter gemacht werden. Apple selbst weist in einer Erklärung darauf hin:

“Apple is committed to ensuring the highest standards of social responsibility throughout our supply base. Apple requires suppliers to commit to our comprehensive supplier code of conduct as a condition of their contracts with us. We drive compliance with the code through a rigorous monitoring programme, including factory audits, corrective action plans and verification measures.”

Dann ist ja alles klar, oder?

Twitter möchte TweetDeck kaufen

Schon zwei Wochen alt die Meldung, aber anscheinend, dank den Osterferien, nicht so recht angekommen. Twitter soll für die Übernahme der Online-Plattform TweetDeck rund 50 Millionen Dollar geboten haben. Geschuldet dürfte dies der Sorge sein, dass UberMedia ebenfalls Interesse an TweetDeck zeigte und Twitter darin die Gefahr sieht, wichtige Anteile des eigenen Dienstes an andere zu verlieren. Das zeigt den Nachteil durch die offenen Schnittstellen auf. Einerseits macht es das eigene Network populärer, dass andere Services zu den einzelnene Netzwerken anbieten können, andererseits verdienen diese fremden Dienste an den Inhalten und Usern die sie selber gar nicht produzieren bzw. besitzen. Das ärgert natürlich den Erfinder des jeweiligen Networks. Und zwar mächtig.

TweetDeck selbst hat 15 feste Angestellte und arbeitet mit weiteren freien zusammen. Angeblich ist eine Expansion in Arbeit. Dazu soll in Kürze auch ein Büro in England eröffnet und IT-Spezialisten gesucht werden. Der Deal dürfte die Investoren freuen. Wenn ich mich nicht täusche ist auch diesmal Jason Goldberg als Investor oder Teilhaber dabei, der ehemalige Gründer von Jobster und Social Median. Letzteres hatte er ja an XING verkauft und wiederum zwei neue Dienste gegründet. Was der Mann anpackt wird zu Geld.

Nettes QR-Code Gimmick

Auch eine innovative Art, seine Bewerbung zu pimpen. Neben dem herkömmlichen CV, auf der Rückseite eine schöne QR-Code Spielerei einbinden. Gerade für kreative Berufe ein leckeres Bonbon. Spätestens der Abteilungsleiter wird sehen möchten, was sich dahinter verbirgt. Der Franzose Victor Petit, hat sich durch ein Musikvideo inspirieren lassen, sein Bild auf die Rückseite des Lebenslaufs zu drucken und den Mund durch einen QR-Code zu ersetzen. Mit Hilfe eines Readers, wird dieser dann durch ein Video des Mundes ersetzt und man kann seine Nachricht unterbringen. Danke an Matthias für den Tipp.

QR CODE – Content-rich Resume from Victor petit on Vimeo.

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Social Media führt zu Wertewandel in den Unternehmen

Do, Apr 14, 2011

3 Kommentare

Der weltweite Kommunikationswandel durch Social Media ändert zwangsläufig auch die gelebten Werte in den Unternehmen. Die eigenen Mitarbeiter, Kunden oder Betroffene, sorgen für Transparenz und öffentliche Wahrnehmung. Soziale Netzwerke werden so zum Wächter der Moral und haben mehr Einfluß auf die Arbeitswelt als viele glauben mögen.

Employer Branding ist ein geliebtes Schlagwort der HR Branche. Lag der Ruf als Arbeitgeber in der Vergangenheit in den Händen der Unternehmen selbst, ist er nun Teil der gesamten Außendarstellung eines Unternehmens, welches mittlerweile auch von den Mitarbeitern und Außenstehenden geprägt wird. Der ebenfalls gerne ge- und gleichsam abgenutzte Begriff Authentizität ist nun keine Floskel mehr, sondern wurde zur Realität und konfrontiert die Unternehmen immer öfter mit der Verbreitung und dem Feedback interner Abläufe oder Vorkommnisse via Social Web. Was man vorher für authentisch hielt war häufig nicht mehr als Kuschel-PR mit Weichspülcharakter.

Ein Tweet kann schon mal Millionen kosten

social_media_waffeMühevoll gepflegte Images, die sehr viel Zeit, Manpower und Geld gekostet haben, können so innerhalb kürzester Zeit in sich zusammen fallen. Nehmen wir nur mal den Punkt Mobbing. Wann erlangte schon einmal ein Prozess vor dem Arbeitsgericht zwischen einem Mobbingopfer und dem Arbeitgeber großes Aufsehen in der breiten Öffentlichkeit? Heute berichten Opfer direkt via Tweet oder Facebook über ihr Leid und Urteile werden gerne über die gleichen Wege einer breiten Masse vor Augen geführt. Ehemalige Mitarbeiter bewerten Ex-Arbeitgeber nicht nur in Bewertungsportalen, sondern plaudern nicht selten nach ihrem Weggang über Unzufriedenheit oder miese Chefs und Kollegen.

Loyalität wird in jedem Unternehmen von jedem Mitarbeiter erwartet. Aber warum? Bietet man denn als Arbeitgeber einen wirklichen Grund dafür? Ich meine außerhalb der monetären Leistung. Auch ein hervorragendes Produkt ist in der Realität kein echter Loyalitätsgrund. Hier zählen andere Werte. Menschlichkeit, Erfüllung der sozialen Verantwortung und Einhaltung gesellschaftlicher Werte. Aber vor allem auch die Bedingungen am Arbeitsplatz. Verantwortung, Förderung, Verständnis und Work-Life Balance. Ein gutes Beispiel ist Google. Geniales Produkt was jeder kennt. Aber glauben Sie wirklich, dass man nur deswegen erstklassige Entwickler bekommt und halten kann? Das funktioniert nicht ohne eine gelebte Unternehmensphilosophie die auf Werten basiert, die den Erwartungen der Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und letztendlich der Gesellschaft entsprechen.

Die stärkste Kommunikationswaffe seit dem Fernsehen

Vielen ist nicht klar, dass Social Media die wohl stärkste Kommunikationswaffe nach dem Bewegtbild ist. In Kombination nahezu unschlagbar. Hat man sich in den 90er Jahren noch über manipulative Kriegsbilder im Fernsehen echauffiert, steht es heute jedem frei politisch Einfluss zu nehmen oder die Reputation ganzer Konzerne zu lenken. Allein, der oftmals nur nebenher gehandhabte Umgang mit sozialen Diensten zeugt davon, wie viele Unternehmen Social Media unterschätzen. Man spricht nicht von sich mit anderen sondern lässt lieber andere über sich sprechen.

Das gilt auch für die Kunden eines Unternehmens. Diese äußern sich nicht nur zu gern über deren Produkte, sondern auch über deren Verhalten. Erst durch Social Media wird einem klar, wie eng die soziale Verknüpfung eines Kunden mit einem Unternehmen werden kann. Dies lediglich darauf basierend, dass er ein Produkt gekauft hat oder es lediglich aus der Produktwerbung kennt. Nehmen Sie nur mal Jack Wolfskin mit seiner Abmahnung wegen der Wolfstatze. Dieser Reputationsgau dürfte Schäden in Millionenhöhe verursacht haben und wirkt noch lange fort. Selbst auf Wikipedia ist das Unternehmen mit diesem PR-Gau verlinkt und die Suchergebnisse bei Goole führen, am Unternehmen interessierte Suchende, gerne auf den vorderen Ergebnisplätzen, zu der Abmahngeschichte.

Whistleblowing als Chance zum Wandel

Whistleblowing steht erst am Anfang der gesellschaftlichen Akzeptanz. Wikileaks hat das Veröffentlichen von internen Geheimnissen einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt. Ohne Social Media wäre dies nie von solchem Erfolg gewesen. Gleichzeitig ändert dies aber auch die Akzeptanz des Whistleblowings. Niemals waren die Barrieren so klein um sich gegen die Loyalität des Unternehmens und für die Veröffentlichung von Verfehlungen des Arbeitgebers zu entscheiden. Selbst Wikileaks hat dies getroffen. Denn der ehemalige Pressesprecher und Nr. zwei von Wikileaks, Daniel Domscheit-Berg, plauderte – witzigerweise in einem Buch – über die Internas von Wikileaks bzw. dessen Frontmann Julian Assange.

Domscheit-Berg hat mit Openleaks einen Dienst zur Verfügung gestellt, der als Mittler zwischen Informanten, Medien und Nichtregierungsorganisationen dient. Dies soll dem Schutz der Whistleblower vor Veröffentlichung als Quelle dienen. Somit fällt es auch Mitarbeitern immer leichter über Dinge zu berichten, die gesellschafltliche Normen oder gar geltendes Recht verletzten. Wie heißt es so schön, ab 3 Mitwissern, ist es kein Geheimnis mehr und kann als solches nicht mehr auf lange Sicht verheimlicht werden. Nehmen wir nur mal die Schmiergeldskandale. Wer weiß wie viele da noch lauern und so manchem Unternehmen die Reputation verhageln. Auch als Arbeitgeber.

Der Fisch beginnt immer vom Kopf aus zu stinken. Die Führung der Unternehmen wird begreifen müssen, dass nur ein Erfüllen von persönlichen Erwartungen der Mitarbeiter und das Einhalten gesellschaftlicher Grundsätze und gesetzlicher Vorgaben  eine massive Schädigung des Unternehmens verhindern kann. Immer auch unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit. Eine Abmahnung steht jedem zu der berechtigt ist, aber man sollte wie im obigen Fall immer auch die Verhältnismäßigkeit berücksichtigen.  Sollte es Leichen in den Unternehmen geben, dann sollten diese aus dem Keller geholt und aufgearbeitet werden. Lieber jetzt als später. Tatsächlich führt Social Media als Massenkommunikationsmittel damit auch zum Überdenken des eigenen Handelns und letztlich zu einer etwas besseren Welt. Was also ist daran so schlimm oder schwierig, wenn es etwas sozialer, gerechter und offener wird?

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