Schon gewusst?

Mo, Apr 11, 2011

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Die BITKOM hat mit einer Forsa-Umfrage bei über 1000 Usern ab 14 Jahren herausgefunden, dass Facebook die TOP 10 der meistgenutzten Networks in Deutschland anführt. Oh mein Gott, wer hätte das gedacht??? Aber es geht noch weiter. Zähle man nämlich die VZ Dienste wie StudiVZ und SchülerVZ zusammen, kämen diese auf Platz 2. – zusammen mit Stayfriends. Auf Platz 3 dann wer-kennt-wen. Dazu gibt es am kommenden Mittwoch sogar eine Pressemitteilung.

Die hätten sich besser mal die Entwicklung der Netzwerke in Google Trends anschauen sollen. Dort kann man wunderbar sehen, wie die meisten Netzwerke, aufgrund der Popularität von Facebook, von den Usern wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen werden und somit an Relevanz verlieren.

beliebteste-social-networks-trends-entwicklung-statistik

Monster ohne Führung?

Mittlerweile macht es ja die Runde, dass bei der Stellenbörse Monster das Managerkarussell angeschmissen wurde, wie man bei Marcus nachlesen kann. Sowohl der deutsche Geschäftsführer Markus Riecke, als auch der VP Marketing Till Kästner, sind nicht mehr für Monster tätig. Andrea Bertone, der Executive Vice President Europe, bleibt weiterhin in der Geschäftsführung. Die Frage ob dies Kunden der Stellenbörse verunsichern wird, kann ich nur eins sagen: Nein. Wann hat der Führungswechsel in solch großen Unternehmen eine Veränderung für Kunden erbracht? Eben. Markus Riecke kannte ich persönlich nicht, aber Till Kästner. Mit ihm bin ich immer fantastisch klar gekommen und wünsche ihm auf diesem Wege alles Gute für seine Zukunft.

Test zur Arbeitgeberattraktivität

Die Deutsche Employer Branding Akademie bietet in Kooperation mit der Welt und der Karrierewelt einen Test zur Ermittlung der Arbeitgeberattraktivität an. “Deutschlands Arbeitgebermarken” (DAGM) ist online durchzuführen und soll letztendlich den Unternehmen ermöglichen, dass falls sie zu den mit gut oder sehr gut abgeschnittenen Arbeitgebern gehören, sie mit dem “Deutschen Preis für Arbeitgebermarken” ausgezeichnet werden.

Besonders authentische Arbeitgeber bekommen ein Gütesiegel, mit dem sie ein Jahr lang werben dürfen. Mit dem Begriff “authentisch” habe ich so meine Schwierigkeiten. Was heißt besonders authentisch? Die, die am besten lügen können oder der Wahrheit am nächsten kommen? Und wer bitteschön kann dies, außer ehemaligen und bestehenden Mitarbeitern eigentlich bewerten? Aber der Begriff ist eben ein Megaseller im HR Business. Wer nun also auch gerne als attraktiver und begehrenswerter Arbeitgeber dastehen möchte, der sollte sich doch flux mal bei Deutschlands Arbeitgebermarken umschauen.

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Employer-Branding-Fehler

Di, Apr 5, 2011

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Employer Branding ist keine Aktion, sondern ein Dauerzustand. Natürlich zuerst einmal durch jegliche Wahrnehmung nach außen, auch durch Produkte, Messeauftritte, Vorträge von Mitarbeitern usw. Aber speziell durch Werbemaßnahmen bei denen man sich als attraktiver Arbeitgeber darstellt. Wer erfolgreich an seiner Arbeitgebermarke arbeiten möchte sollte ein paar Punkte beachten. Unabhängig davon wie groß oder bekannt das Unternehmen ist.

  1. Wer lediglich “mal” eine Kampagne anschiebt kann seine Zeit und sein Geld besser in bestehende Mitarbeiter investieren. Erst langfristige und immer wiederkehrende Inhalte bauen eine Marke auf und erhalten oder vergrößern deren Bekanntheit.
  2. Bei fehlendem Bedarf Aktionen zurückfahren oder einstellen. Wer keine Stellenausschreibungen oder Brandingkampagnen in schlechten Zeiten aufrechterhält, fängt in besseren Zeiten wieder von vorne an und läuft Gefahr, sowohl von Zielgruppen als auch von der Öffentlichkeit nicht mehr als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
  3. Sich auf eine Auszeichnung als Top-Arbeitgeber zu verlassen. Wer sein Branding um eine Auszeichnung aufbaut, läuft Gefahr ziemlich einseitig zu werden und damit sogar Bewerber abzustoßen. Es ist ein Mehrwert, aber nicht spannend genug um damit eine Marke aufzubauen. Klicken Sie mal hier um zu schauen, wie viele “Top-Arbeitgeber-Auszeichnungen” es gibt und die Bewerber konfrontiert.
  4. Sich auf Nischenmärkte in der Werbung konzentrieren. Wer auf Dienste mit geringen Reichweiten aber angeblichen Zielgruppen setzt, wird zwar Geld sparen aber genauso an seinem Ruf. Auf die Mischung kommt es an, aber letztendlich tummeln sich alle Zielgruppen auch bei den großen Netzwerken und Infoportalen. Und egal ob Netzwerk oder Informationsmedium – wo Wenige sind ist meist auch wenig Leben drin und Botschaften schlechter in die Masse zu transportieren.
  5. Ich muss auf allen Kanälen präsent sein. Wäre natürlich toll, aber wohl kaum zu realisieren mit den meisten Budgets und dem wenigen Manpower. Lieber die großen Kanäle richtig optimiert und aktiv nutzen.
  6. Für das Employer Branding ist nur die HR Abteilung zuständig. Das Prinzip: Die Rechte weiß nicht was dei Linke macht ist oft Standart. Tatsächlich ist es wichtig und erfolgreicher, wenn Marketing, Unternehmenkommunikation und Personalabteilung gemeinsam eine Strategie erarbeiten und diese auch im jeweiligen Arbeitsbereich einsetzen. Erst so gibt es ein stimmiges Bild.
  7. Die bestehenden Mitarbeiter nicht einbeziehen. Ideal ist es, wenn man die eigenen Mitarbeiter erst einmal anonym befragen lässt wie diese ihren Arbeitgeber sehen. Kein Mitarbeiter wird bereit sein eine Branding-Strategie mit nach außen zu tragen, wenn sie nicht den Tatsachen entspricht. Also vorher checken und gegebenfalls interne Veränderungsprozesse vorher anstoßen.
  8. Nicht sexy sein. Finden Sei heraus was Sie von anderen Arbeitgebern unterscheidet, denn die größten, besten und mit flachen Hirachien ausgerüstete Arbeitgeber sind sie alle. Sowohl monetäre, regionale als auch soziale Punkte sollte man nicht vergessen.
  9. Viel reden nichts zeigen. Reden ist Silber, handeln ist Gold. Lassen Sie Einblicke in das Unternehmen zu. In der heutigen Zeit wird immer noch der virtuellen Blick auf einzelne Abteilungen und Aufgaben zu selten geboten. Die Neugier auf den Arbeitsort, die Kollegen und die Aufgabe muss nicht befriedigt, aber eben bedient werden.
  10. Die Gesichter aus dem Katalog kaufen. Der heutige Internetuser ist durch den Scanblick im Internet trainiert. Dadurch haben sich tatsächlich Gehirnareale in der Wahrnehmung verändert. Dazu gehört auch, dass gerade Bildern eine hoher Wiedererkennungswert zukommt. Hier kann vor allem die Nutzung gekaufter Bilder aus virtuellen Fotokatalogen zur Falle werden. Die Gesichter sollten also frisch und nur für Sie sein. Also lieber selber einen Fotografen ins Boot holen.
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Fast 2 Milliarden Internetnutzer weltweit

Mo, Apr 4, 2011

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Wohl kein Informationsmedium hat jemals, in solch kurzer Zeit, eine dermaßen starke Verbreitung gefunden wie das Internet. Seit 1995 hat sich die Anzahl der Internetnutzer bis 2010 verfünzigfacht, wie Royal Pingdom berichtet. Die Deutschen gehörten Mitte der 90er Jahre sogar zu den Top-Nutzern weltweit. Heute haben natürlich die einwohnerstarken Länder die Nase vorn. Allen voran China mit 420 Millionen Internetnutzern.

anzahl_der_weltweiten_internetnutzer


Die Top-Five der Länder mit den meisten Internetnutzern in 1995

  1. USA – 25 Millionen
  2. Japan – 2 Millionen
  3. Deutschland – 1,5 Millionen
  4. Canada – 1,2 Millionen
  5. Vereinigtes Königreich – 1,1 Millionen

Die Top-Five in 2010

  1. China – 420 Millionen
  2. USA – 239 Millionen
  3. Japan – 99 Millionen
  4. Indien – 81 Millionen
  5. Brasilien – 76 Millionen

Immer mehr Websites

Kennen Sie noch die Internetbücher? Das waren dicke Wälzer, die eine Auswahl der – nach Ihrer Meinung – wichtigsten Websites in Papierform brachten. Der besseren Übersicht wegen ;-) 1995 gab es auch nur 23.500 Websites weltweit. Aktuell gibt pingdom die Anzahl der heutigen Websites mit 298 Millionen an. Wenn solch ein gedruckter Wegweiser durchs Internet damals 500 Seiten gehabt hat, müsste er heute über 6,3 Millionen Seiten dick sein. Also ein Buch mit einer Dicke von ca. 88 Metern. Damals war auch die Geburtstunde von Monster und Jobpilot, die ersten beiden Stellenbörsen im Netz. Junge, wie die Zeit vergeht.

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Pflege des muffigen Images

Do, Mrz 24, 2011

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Auch Versicherungen müssen sich anstrengen geeigneten Nachwuchszu finden. Nun haben sich acht Versicherer zusammen getan um Auszubildende als Kauffrau/-mann für Versicherungen und Finanzen anzusprechen. Ob das gutgeht und ankommt?

Einer der vielen Vorteile wenn Sie selber Kinder haben ist, dass Sie irgendwann feststellen müssen die Sprache bestimmter Altergruppen einfach nicht mehr zu sprechen. Egal für wie jung und informiert Sie sich selber halten. Sprich: Auch wenn Sie glauben, dass Sie die Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen kennen, liegt man in der Realität tatsächlich oft meilenweit daneben. In den Augen meiner ältesten Tochter und ein paar Freundinnen, geht die Employer-Branding-Kampagne der Allianz, Concordia, Hannover Rück-Gruppe, Mecklenburgische, Talanx, VGH Versicherungen, VHV Gruppe und Volkswagen Financial Services an der Zielgruppe vorbei.

employer-branding-kampagne

Die Kampagne selbst wurde laut der Pressemitteilung von Auszubildenden des BWV – Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft in Hannover e. V. erdacht. Die Idee ist fantastisch: Lass deine Kampagne von der Zielgruppe selbst entwickeln und von einer Agentur ins Reine bringen. Ich frage mich nur, ob die wirklich so konnten wie sie wollten, denn das Ergebnis finde selbst ich, als knapp 41jähriger, ziemlich seltsam. Aber wie gesagt, ich spreche die Sprache wohl doch nicht mehr.

Die “Besser als”-Kampagne soll zeigen, dass die Ausbildung als Versicherungs- oder Finanzkaufmann besser ist als ein Rockstar zu werden oder sich ein Tatoo machen zu lassen. Ah ja. Es geht also um lässige Sprüche, die flankiert werden durch Erklärungen zu den Vorzügen und Chancen einer Ausbildung in den Unternehmen. Auf der Website gibt es dann die Sprüchegalerie, die wiederum durch ein “besser als”-Statement der User erweitert werden sollen. Die Kampagne wird durch eine Facebook Page und einen Twitter-Account unterstützt. So wird zum Start der Kampagne auf Facebook nichts außer ein paar Sprüchemotive gepostet und auf Twitter der Satz:

“Besser als… bewölkt! Endlich ist der Frühing da!

Yeaahh, wie fett. Aber es wird hoffentlich noch. Die Kampagne wird auch via Roadshow an 50 Gymnasien getragen und mittels Banner??? auf SchülerVZ beworben. Flyer und Anzeigen in Abi Magazinen sind obligatorisch. Ach ja, und ein Gewinnspiel wo es einen iPod Shuffle zu gewinne gibt. Hat den überhaupt noch ein Schüler ab der 7 Klasse?

Ich bin gespannt, wie die Aktion tatsächlich ankommt und werde das mal im Auge behalten. Die Branche hat sicherlich mit einer Menge Vorurteilen zu Kämpfen und pflegt ein schlechteres Image als andere. So etwas kann man nur mit einem Big Bang in bessere Bahnen lenken. Aber den Knall habe ich bei der Kampagne noch nicht gehört. Hoffentlich zeigt man mir wie Unrecht ich alter Sack habe.

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Abmahnung wegen Like-Button

Mo, Mrz 21, 2011

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Der Like-Button von Facebook ist mittlerweile eine feste Konstante in Blogs, aber auch Unternehmenswebseiten geworden. Ein Klick eines Lesers birgt das Potential weiterer Leser bzw. Interessenten aus dessen Netzwerk zu erreichen. Facebook selbst bietet die nötige Hilfe zur Integration eines Like-Buttons an, aber ebenso unzählige Hilfsprogramme und Codesnippets sind im Web zu haben. Kurz: Die Einbindung ist ein Kinderspiel und wurde auch fleißig genutzt. Nun droht aber Ärger, denn die ersten Abmahnungen sind schon unterwegs.

likebutton1Dank Daniela wurde ich auf die neue Abmahngefahr aufmerksam gemacht. Klickt nämlich ein Websitebesucher auf den Like-Button, werden persönliche Daten wie IP-Adresse zu Facebook übertragen. Datenschützer sehen das als sehr kritisch an, da es sich bei einer dynamischen IP-Adresse um persönliche Daten handeln könnte. Und deren Übermittlung müsste von der betreffenden Person zugestimmt werden. Im schlimmsten Fall müssten dann Leser zunächst einer Übermittlung mittels Checkbox zustimmen. Tatsächlich scheint es allerdings noch keine Rechtsprechung zu diesem Punkt zu geben.

e-Recht empfiehlt nun, einen entsprechenden Hinweis in der eigenen Datenschutzerklärung oder in einem Facebook-Disclaimer darauf hinweisen, dass der Like-Button eingebunden ist und hier Daten übertragen werden. Praktischerweise bietet e-Recht auch den passenden Text dafür an.

XING, LinkedIn und BranchOut im Stellenanzeigen-Vergleichtest

Stephan Koss suchte Projektmanager für ein deutsches Unternehmen und hat dafür eine identische Stellenanzeige auf XING, LinkedIn und BranchOut geschaltet und eine persönliche Auswertung auf seinem Blog linkedinsiders gepostet. Ich habe mir ein paar Punkte herausgenommen und in einer Grafik gegenüber gestellt.

testschaltung_stellenanzeige_xing_linkedin_branchout

Ein großer Unterschied besteht vor allem in den Statistikangeboten der beiden großen XING und LinkedIn. Die Performance der Anzeigen ist immer sehr wichtig, da nur so eine Möglichkeit der Optimierung besteht. Da hat LinkedIn wohl ganz klar die Nase vorn. Letztendlich auch im Ergebnis der Einstellung, den wie man sieht, sind hierüber nicht nur die meisten Kontakte, sondern auch die einzige Einstellung erfolgt. Aber Vorsicht, das ist ein Einblick in einem Recruitingprozess eines Unternehmens und hat damit keine Allgemeingültigkeit. Bei jedem anderen Unternehmen, Jobangebot, Ort usw. kann es ganz anders ausfallen. Aber toll, wenn ein Unternehmen seine Erfahrungen veröffentlicht. Ganz große Klasse! Hier geht es zum ganzen Artikel mit allen Eindrücken und Bewertungen von Stephan.

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Ich mag dich, ich mag dich nicht

Do, Mrz 17, 2011

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So wie manche Partner nicht merken, dass der andere keine liebevollen Gefühle mehr aufbringt, ergeht es so manchem Unternehmen mit seinen Freunden m Netzwerk des Social Webs. Gerne wird der Erfolg einer Facebook-Fanpage oder eines Twitter-Accounts an seinen Freunden und Followern gemessen. Nicht selten ein Selbstbetrug zum Erhalt des eigenen Wolkenkuckucksheims.

Natürlich ist die Quantität eines Netzwerks eine nicht zu vernachlässigende Größe. Ein Unternehmen mit nur 28 Freunden auf Facebook, wird es sicherlich schwieriger haben seine Nachrichten zu verbreiten, als eines mit 2000. Trotzdem kann die schiere Größe nicht als der Erfolgsfaktor gelten, denn wieviele der sogennanten Freunde hören dem Unternehmen noch zu bzw. lesen was dieses noch zu sagen hat?

Liebe ist oft von kurzer Dauer

Laut der Studie “The Social Break-Up” von Exact Target, ist es mit der Treue im Netzwerk nämlich so eine Sache. Während Unternehmen zumeist auf eine lange, glückliche Ehe hoffen, ist der User eher oft am Informationsquicki interessiert. Solch eine Verbindung kann auch lange halten, aber bitte eher in einer lockeren Beziehung. Werden die Erwartungen nicht erfüllt oder das Gerede beginnt zu nerven, ist die Trennung bei Bedarf schnell vollzogen und der Unlike-Button gedrückt.

facebook-liebe

Das ist natürlich messbar, da es sich in den Fanzahlen direkt bemerkbar macht. Was man nicht sehen kann, wären die Ausblendungen der Nachrichten im Stream der jeweiligen Fans. Aber dies dürfte wohl die unwahrscheinlichste Variante sein.

Ich mag dich doch nicht

Jan von der Wollmilchsau stellt seinen Lesern heute genau die Frage, ob diese tatsächlich Page-Updates von Unternehmen ausblenden und trotzdem deren Freunde bleiben. Denn mittels Klick kann ich die Benachrichtigungen einer bestimmten Seite verbergen, offiziell aber immer noch mit dem Unternehmen befreundet sein.

Die Frage ist dann: Warum sollte man noch Fan bleiben wenn man die Nachrichten nicht mehr lesen möchte? Eigentlich ziemlich unlogisch, da man in der Regel ja keine persönlichen Kontakte zum Unternehmen hat. Was im privaten Rahmen allerdings dann doch ein Grund sein könnte. Wem möchte man virtuell schon die Freundschaft kündigen, weil dessen Posts nerven, wenn es auch heimlich geht?

Information Overkill

Ab einer bestimmten Größe des eigenen Netzwerks wird es schwierig alle Nachrichten der Kontakte überhaupt noch wahrzunehmen bzw. diese auch wirklich zu lesen. Wer kein Berufsfacebooker ist, wird es da schwer haben. Gleichzeitig bedeutet dies allerdings auch, dass sich Unternehmen über Streuverluste im Klaren sein müssen. 2000 Freunde heißt also nicht 2000 Leser. Man darf sich freuen, wenn die Anzahl der Leser auch noch Multiplikatoren enthält, die meine Nachricht so interessant finden, dass sie diese weitertragen und somit wieder für Frischfleisch neue Freunde sorgen und mein Netzwerk auszbauen.

Zu häufiges Posten von Nachrichten ist ebenso nervig wie seelenloser Inhalt ohne Mehrwert. Der Leser möchte Infos und Entertainment. Also Berichte mit Mehrwert und Tipps. Bilder versprechen zumeist gute Klickraten und Videos natürlich auch, deren Inhalt das Weiterleiten lohnt. Das ist dann allerdings nicht die dröge Firmenbroschüre sondern eher wie der gute Post und das dazu passende Video der Auszubildenden von Mercedes, die von ihrem Umbau eines Wagens berichten.

Drum Prüfe und Messe

Was Facebook angeht, so  sollte jeder seine Page auch messen. Das gilt natürlich auch für das eigene Blog und die Karrierewebsite eines Unternehmens. Nur so kann ich die Wirkung meiner Bemühungen sichtbar machen und justieren. Für Facebook gibt es übrigens das schöne Tool All Facebook Stats.

facebook-statistik

Für die statistische Auswertung von bis zu 3 Pages mit einem Zugang und einer Group ist es sogar kostenlos. Die Auswertung ist dann allerdings rückwirkend jeweils nur für einen Monat möglich und die Daten können nicht als csv-Datei ausgegeben werden. Wer mehr möchte muss zahlen, wobei die Preise durchaus moderat für das Leistungsspektrum sind. Mit dem Werkzeug kann man dann auch sehen, welche Aktionen eine Nachricht auslöst, oder wie erfolgreich Bilder oder Videos eigentlich sind, die ich meinem Netzwerk zutrage.

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Talent Talk im Meilenwerk Düsseldorf

Mi, Mrz 16, 2011

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Gestern Abend sind über 80 Personaler der Einladung zum Talent Talk von StepStone Solutions gefolgt. Das Format bietet in der Regel zwei Fachvorträge zu aktuellen HR-Themen. Diesmal ging es ins Meilenwerk nach Düsseldorf, wo Martin Poreda von Kununu und ich einen Vortrag zum Thema Social Media hielten.

Martin zeigte den Gästen im gläsernen Bistro des Meilenwerks, welche Dienste es lohnt zu bespielen und warum Empfehlungsmarketing so wichtig ist. Diesmal kam Martin übrigens mit seinem Bruder Mark nach Düsseldorf, der meist nicht im Rampenlicht steht, aber die technische Seele des Dienstes ist. Nachdem Martin schon so viel Input gegeben hatte, habe ich nur noch ein wenig über optimierte Abläufe und technische Vorraussetzungen erzählt, die bei einer Social-Media-Strategie bedacht werden sollten.

Natürlich kann man in so kurzer Zeit nur ein paar Tipps geben und keinen Königsweg aufzeigen. Aber dazu dient der Talent Talk ja auch. In lockerer Atmosphäre ein paar Fachinfos erhalten und dann gepflegt, bei Wein und Häppchen, networken. Mit dem Veranstaltungsort hat Thorsten Rusch von StepStone Solutions wirklich einen Volltreffer gelandet. Ich weiß nicht, ob die Bilder dies vermitteln können, aber der älteste, ehemalige Dampflockschuppen mit Rangierkreuz ist heute das Meilenwerk Düsseldorf, und eine Mischung aus Oltimerparadies und Eventhalle mit einmaliger Architektur und Ambiente.

Hier ein paar Eindrücke des Abends:

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Darf es noch etwas mehr sein?

Do, Mrz 10, 2011

1 Kommentar

Selber machen oder machen lassen? Das ist häufig die Frage, wenn Unternehmen darüber nachdenken Facebook, Twitter & Co im Personalmarketing einzusetzen. Sprach man im letzten Jahr noch vom Ausprobieren, ist es nun endlich die Strategie die umgesetzt werden soll. Wie gut, dass es da Experten und Agenturen gibt, die einem alles abnehmen. Aber ist das wirklich so sinnvoll?

Meine letzte Studie hat ja gezeigt, dass die meisten Unternehmen die letztes Jahr noch nicht medial in den Private Networks vertreten waren dies damit begründeten, dass ihnen schlicht die Manpower und Zeit dafür fehlten.  Der Fehler, und nichts anderes ist es, sich nicht schon früher mit Social Media im Bezug auf Employer Branding und Personalmarketing auseinander gesetzt zu haben, kommt viele Unternehmen teuer zu stehen. Denn nun heißt die Devise: Vollgas ins Social Media.

Wer kann was?

Für manche Unternehmen stellt sich dies aber viel schwieriger als erwartet dar. Denn plötzlich geht es nicht nur mehr um Manpower und Zeit, sondern schlicht um fehlendes Know How in der Umsetzung. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass nun alle in der Formel 1 mitfahren wollen, aber nur wenige tatsächliche Fahrerfahrung oder gar einen Führerschein haben. Was liegt da näher als jemanden ins Rennen zu schicken, der das Können anscheinend mitbringt?

social-media-strategie

Solche Anzeigen findet man nun häufiger mit deren Hilfe nach einer Agentur gesucht wird, die alle Wünsche eines Unternehmen erfüllen kann. Das Problem hinter solchen Anforderungen ist allerdings, dass man hier offensichtlich davon ausgeht optimale Lösungen aus einer Hand zu bekommen. Funktionierte ja auch bisher immer ganz gut. Eine Agentur macht das neue Logo, die neue Website, die passenden Stellenanzeigen und die Give Aways für die Bewerbermessen. Da packen wir doch mal die Social-Media-Strategie oben drauf. Broschüren, Social-Media-Strategie und noch ein paar Give-Aways. Darf es vielleicht noch etwas mehr sein?

10.000 Follower in 6 Monaten

So einfach wird das allerdings nicht funktionieren, denn wir sprechen hier nicht mehr von plakativer Werbung die stillhält, sondern von lebendiger Echtzeitkommunikation die nach Informationen und Austausch verlangt. Sich zurückzulehnen und alles Anderen zu überlassen ist an sich nicht schlecht. Jedenfalls solange Sie potentiellen Kunden vielleicht nur Flugtickets verkaufen wollen. Sie möchten allerdings neue Mitarbeiter gewinnen und sich als interessanten Arbeitgeber darstellen. Das ist sehr wohl ein Unterschied. Kann das wirklich jemand besser als Sie?

Eine Strategie von der Stange gibt es sowieso nicht wirklich. Man kann nicht jedes funktionierende Konzept einfach auf ein anderes Unternehmen stülpen. Lassen Sie sich also nicht von einer schmucken Facebookseite blenden die vor Likes nur so strotzt oder von der Kundenliste mit Namen die jeder kennen muss. Erstens ist es keine Kunst mit einfachen Tricks tausende Likes zu erzeugen und zweitens werden Sie niemals das Branding eines anderen Unternehmens so einfach adaptieren können.

Investieren Sie in internes Know-How

Langfristig erfolgreiche Personalmarketing-Konzepte im Social Media werden zukünftig durch die Unternehmen selbst geleistet. Um dies zu gewährleisten, heißt es für Personalabteilungen sich weiterzubilden und sich langfristig mit der Tatsache auseinander zu setzen, dass man früher oder später jemanden braucht, der im Team für die Digitale-Arbeitgeber-Kommunikation zuständig ist. Zu jeder Strategie gehört allerdings auch die Begleitung eines SEO Spezialisten (Search Engine Optimization), der die Maßnahmen zur Umsetzung festlegt. Erst dann kommt für mich eine Agentur mit ins Boot. Lasse ich alle Anforderungen und Umsetzungen nur durch einen Dienstleister durchführen habe ich zwar theoretisch alles aus einer Hand, praktisch wird mir allerdings nur das geliefert was die Agentur in der Lage ist zu leisten. Das ist im Bereich Kreativität oft unbegrenzt, aber in der Umsetzung schnell grenzwertig.

Das gilt vor allem für die technischen Umsetzungen die man nicht sieht, aber für reibungslose Funktionen und  Suchmaschinenfreundlichkeit essentiell sind. Oder auch zum Schutz und vor eventuellen Tricks zum Aufblasen der Maßnahmen, die sogar Google so verärgern können, dass Ihre Website  monatelang nicht mehr in den Suchergebnissen zu finden sein wird. Und dabei wollten Sie nur im Social Media mitmischen.

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Ein Sklave kostet 90 Dollar

Mi, Mrz 9, 2011

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Vor 200 Jahren wurde für den “Erwerb” eines Menschenlebens – umgerechnet nach heutigen Maßstäben – 40.000 Dollar bezahlt. Das war der Preis für die lebenslange Arbeitskraft eines Sklaven im 19ten Jahrhundert. Heute liegt der Preis für ein Menschenleben bei durchschnittlich 90 Dollar.

sklavereiVielen Menschen, auch dem amerikanischen Präsidenten Obama, gilt Abraham Lincoln als Schlüsselfigur im Kampf gegen die Sklaverei. Tatsächlich lag die Sache aber doch etwas anders, wie der Historiker Philipp Magness im Buch “Colonization after Emancipation” beschreibt. Denn in seiner Gettyburg Rede im Jahre 1862, machte Lincoln klar, wie er die Sache sah. Demnach forcierte er die Auswanderung der schwarzen Sklaven nach Mittelamerika, da dort das Klima für deren Körper idealer wäre. Echte Amerikaner sollte aus den Sklaven nach seiner Sichtweise auch keine werden, da deren Verhalten in Freiheit nicht in die amerikanische Gesellschaft passe.

Erst 1981 verbot Mauretanien als letztes Land die Sklaverei. Offiziell ist die Sklaverei  damit weltweit verboten, die Vereinten Nationen gehen allerdings davon aus, dass es heute noch über 12 Millionen Sklaven gibt. Schätzungen der International Labor Organisation sprechen sogar von bis zu 30 Millionen betroffenen Menschen. Demnach gibt es in Asien die meisten Opfer. Aber auch Lateinamerika und der mittlere Osten haben jeweils mit rund 10 Prozent und die Subsahara mit weiteren 5 Prozent, Anteil an der weltweiten Sklaverei.

Nicht selten wird unser Bürokaffee von Kinderhänden gepflückt und die Kakaobohnen für unsere Tafel Schokolade von Kindern mit Pestiziden behandelt. Natürlich ohne Schutzkleidung. Warum auch, denn für 90 Dollar, wie CNN in einem Video berichtet, kann man sich ja wieder die Arbeitskraft eines Menschen kaufen. Und damit sein Leben. Denn wird David oder Juana krank und kann nicht mehr arbeiten, lässt man die Opfer der Sklaverei nicht selten sterben, da die Behandlungskosten bzw. Medikamente den “Einkaufspreis” eines neuen Sklaven übersteigen.
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Die Bewerberbrille

Mo, Feb 28, 2011

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Employer-Branding-Maßnahmen sind sinnvolle und legitime Methoden, die Außenwahrnehmung als Arbeitgeber gezielt zu steuern.  Das Personalmarketing flankiert idealerweise diese Bemühungen um potentielle Bewerber letztendlich zu einer gewünschten Aktion – also zur Bewerbung oder gar Arbeitsaufnahme – zu bewegen. Dabei sollten die Unternehmen aber immer wieder mal die Bewerberbrille aufsetzen und an die Zeit nach der Bewerbung denken.

Nach ersten zaghaften Schritten auf dem medialen Parkett der sozialen Netzwerke, wagen sich nicht nur immer mehr Unternehmen zum Tanz der Bewerber, auch der Wettbewerb untereinander setzt ein. Das ist aber nicht so einfach.  Verließ man sich doch Jahrzehnte auf die stille Stellenanzeige, setzt man sich nun mit Word-of-Mouth Kampagnen und Direktkommunikation auseinander um sich selbst ins gewünschte Licht zu rücken. Eingeschaltete Agenturen wollen sich verständlicherweise durch Krativität und möglichst großer Aufmerksamkeit beweisen, was aber oftmals eher für die breite Masse gemacht wird und damit eher den eigenen Narzissmus befriedigt, anstatt die entsprechenden Zielgruppen zu erreichen. Dazu kommt, dass der Wettbewerbsdruck ebenfalls zu Hyperaktivität und vor allem zu blindem Aktionismus in den Unternehmen verleitet.

Fiktion und Realität

Damit ist nicht die fehlende Sicht auf funktionierende Kampagnen gemeint, sondern die auf den Bewerber. Blinder Aktionismus kann dazu führen, dass die Außenwahrnehmung des Unternehmens nichts mehr mit den Tatsachen in der Firma zu tun hat. Eine gefährliche Entwicklung für das Employer Branding und Personalmarketing. Gerade im Hochschulmarketing geben sich die Unternehmen gerne hipp und innovativ, um den Absolventen einen Job schmackhaft zu machen. Das wird eine Gruppe von vielversprechenden Absolventen nach Malta geflogen, ein Tag auf der Kartbahn verbracht, oder eine fette Party geschmissen. Am besten in der Reihenfolge. Nur um dann festzustellen, dass man als Angestellter sich lediglich auf die alljährliche Weihnachtsfeier freuen darf.

Es muss aber nicht mal die teure und vermeintlich exklusive Aktion sein. Ein Arbeitgebervideo welches Ingenieuren suggeriert, dass man auf deren Kreativität setzt, dürfte den späteren Mitarbeiter ordentlich frustrieren, wenn dieser feststellt, dass er in der Realität nur die ewig gleichen Achschenkel eines Automobilzulieferers in CATIA zeichnen darf. Nun kann man gerne argumentieren, dass dies doch spätenstens im persönlichen Bewerbungsgespräch geklärt wird. Unter uns, welcher HR-Manager sagt einem Bewerber ins Gesicht, dass solch ein teures Video lediglich zum anfixen gedacht war, seine Tätigkeit in Wahrheit aber ganz anders aussieht?

Reden ist Silber – Fragen ist Gold

Die Reichweiten im Social Media, der Wettbewerbsdruck, die gewünschten Alleinstellungsmerkmale als Top-Arbeitgeber und nicht zuletzt die eigene Betriebsblindheit verleiten schlicht zum Lügen und Übertreiben. Arbeitgeber reden von Authentizität, entwickeln jedoch ein Zerrbild der Wirklichkeit. Das fällt aber auf jedes Unternehmen zurück. Nicht nur, dass dies die Mitarbeiter frustet, sondern auch eine reale Gefahr für alle Bemühungen darstellt. Dank Social Media kann jeder zum medialen Whistleblower oder zu einem direkten, öffentlichen Kritiker werden.

Stellen Sie sich mal vor, dass Sie auf YouTube unter ihrem tollen Video Kommentare finden, die frustrierte Mitarbeiter hinterlassen um auf den Unterschied zwischen Realität und Fiktion hinzuweisen. Da nutzen die teuersten Aktionen nichts. Das einzige was hilft ist, wenn man sich als Unternehmen die Bewerberbrille aufsetzt und in sich geht. Personalabteilungen müsen also sehr wohl austarieren, ob die Außendarstellung mit der tatsächlichen Unternehmenskultur und den realen Jobanforderungen konform gehen. Alles andere ist gelogen und kann sich schnell als Eigentor erweisen. Weniger Verpackung und mehr Inhalt.

Hier bieten sich auch enorme Chancen. Denn eigentlich zwingt es die Unternehmen zum Umdenken und handeln. Wenn ich so wahrgenommen werden möchte wie ich es mir wünsche, muss ich mich auch dorthin wandeln. Also Parameter im Unternehmen überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Dazu gehört vor allen Dingen Mitarbeiter ins Boot zu holen und Bewerberfeedback zu bekommen. Das kann auch anonymisiert als webbasierte Umfrage laufen.  Also weg mit der rosaroten Brille und die für Bewerber und Mitarbeiter aufgesetzt.

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